Tim Kirchhoff Fachwerkhäuser modern: Planung, Kosten und Bauweise im Überblick
Fachwerkhäuser modern zu bauen erlebt eine bemerkenswerte Renaissance. Was Jahrhunderte lang als ländlich oder altmodisch galt, zieht heute Bauherren an, die Holzarchitektur mit zeitgenössischem Design, hoher Energieeffizienz und einem gesunden Wohnklima verbinden wollen. Moderne Fachwerkhäuser vereinen die Tragkonstruktion aus sichtbarem Holzskelett mit großflächigen Glasfronten, offenen Grundrissen und ökologischen Dämmstoffen. Das Ergebnis ist eine Bauweise, die Tradition und Gegenwart produktiv zusammenführt.
Die Nachfrage wächst nicht zufällig. Angesichts steigender Energiekosten, eines wachsenden Bewusstseins für nachhaltige Baustoffe und dem Wunsch nach individuellem Wohnraum suchen viele Bauherren nach Alternativen zum konventionellen Massivbau. Das moderne Fachwerkhaus bietet genau diesen Mittelweg, eine konstruktiv durchdachte, ökologisch tragfähige und architektonisch ausdrucksstarke Bauform, die Leidenschaft für natürliches Bauen mit technologischer Reife verbindet.
Holzskelettbauweise: Sichtbares Tragwerk aus imprägniertem Leimholz ermöglicht offene Grundrisse, große Verglasungen und eine individuelle Raumgestaltung, die im Massivbau kaum erreichbar ist
Kosten pro qm: Schlüsselfertige moderne Fachwerkhäuser kosten zwischen 3.300 und 5.000 Euro pro Quadratmeter, rund 10 bis 30 Prozent mehr als vergleichbare konventionelle Neubauten
Energieeffizienz: Mit natürlichen Dämmstoffen wie Hanf oder Holzfaser, dreifach verglasten Fensterfronten und einer Wärmepumpe sind alle gängigen KfW-Effizienzstandards erreichbar
Fertighaus vs. Individualplanung: Spezialisierte Systemanbieter bieten transparente Leistungsumfänge, schränken aber die Grundrissgestaltung ein, während individuelle Planung ein Haus mit persönlicher Handschrift liefert
Altbau sanieren: Historische Fachwerksubstanz lässt sich modernisieren, erfordert aber kapillaraktive Dämmstoffe und spezialisiertes Fachwissen, um Feuchteschäden am Holzskelett zu vermeiden
Ein Fachwerkhaus ist durch sein tragendes Holzskelett definiert. Die sogenannten Gefache, also die Zwischenräume des Tragwerks, werden mit unterschiedlichen Materialien ausgefüllt. In historischen Bauten waren das Lehm, Holzgeflecht oder Ziegel. In modernen Fachwerkhäusern kommen Glas, Holzwerkstoffplatten, Leichtbeton oder hochwärmedämmende Füllungen zum Einsatz.
Das Tragholz hat sich dabei weiterentwickelt. Traditionelle Fachwerkhäuser wurden typischerweise mit Eichen- oder Tannenholz gebaut. Moderne Fachwerkhäuser verwenden zunehmend imprägniertes Leimholz, das eine höhere statische Stabilität und Formstabilität bietet und damit auch anspruchsvollere Konstruktionen mit großen Spannweiten ermöglicht.
Die Holzskelettbauweise unterscheidet sich strukturell vom Holzrahmenbau. Beim Holzrahmenbau bleibt die Konstruktion hinter der Fassade verborgen, beim Fachwerkbau ist das Tragwerk bewusst sichtbar, innen, außen oder auf beiden Seiten. Genau diese Sichtbarkeit verleiht dem modernen Fachwerkhaus seinen unverwechselbaren Charakter und macht es für Liebhaber natürlicher Architektur so attraktiv.
Der Begriff Holzskelettbau wird heute häufig synonym mit modernem Fachwerkbau verwendet, und das ist nicht falsch. Beide Bauweisen basieren auf einem stehenden, liegenden oder gemischten Holztragwerk. Der Unterschied liegt eher in der gestalterischen Interpretation. Klassische Fachwerkhäuser orientieren sich an historischen Vorbildern mit ausgeprägten Streben und Verstrebungsmustern, moderne Holzskelettbauten setzen auf klare geometrische Formen, monochrome Fassaden und große Verglasungen.
Für Bauherren, denen die Verbindung aus Holz, Glas und offenem Grundriss am Herzen liegt, sind Fachwerkhäuser modern eine der architektonisch interessantesten Optionen im Einfamilienhausbau. Sie schaffen einen Einklang aus Natur, Tradition und zeitgenössischen Technologien, der sich in dieser Form kaum mit einer anderen Bauweise erreichen lässt.
Die Planung eines modernen Fachwerkhauses beginnt mit einer entscheidenden Weichenstellung zwischen Fertighaus-System und individueller Architektenplanung. Beide Wege haben ihre Berechtigung und ziehen unterschiedliche Konsequenzen für Budget, Zeitrahmen und gestalterische Freiheit nach sich.
Dabei sollten örtliche Bauvorschriften frühzeitig geprüft werden. Moderne Fachwerkhäuser heben sich optisch stark von der üblichen Bebauung ab, weshalb Baugenehmigungen in manchen Gemeinden einer sorgfältigen Vorbereitung bedürfen. Auch statische Vorgaben fließen direkt in die Grundrissgestaltung ein und sollten von Beginn an Teil des Bauvorhabens sein.
Fachwerk-Fertighäuser werden von spezialisierten Herstellern als vorgefertigte Systeme angeboten. Die Grundstruktur aus Holzskelett, Gefachen und Außenwandaufbau wird im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Das reduziert die Bauzeit erheblich, schränkt aber die Grundrissgestaltung auf die verfügbaren Systemraster ein.
Spezialisierte Systemanbieter positionieren sich mit vorkonfigurierten Haustypen, die sich in Größe, Dachform und Fassadengestaltung variieren lassen und ein transparentes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Bauherren mit ungewöhnlichen Raumaufteilungen, Hanglagen oder besonderen Anforderungen an die Wohnfläche kommen an einem spezialisierten Architekten nicht vorbei.
Ein auf Holzbauweise spezialisierter Architekt entwickelt das Haus vom Grundstück aus. Hanglage, Ausrichtung, natürliche Belichtung, lokale Bauvorschriften und die individuellen Wünsche der Bauherren fließen von Beginn an in die Grundrissgestaltung ein. Das Ergebnis ist ein Haus, das nicht nach Katalog wirkt, sondern auf den Ort und die Menschen zugeschnitten ist, mit persönlicher Handschrift statt seriellem Leistungsumfang.
ISOWOODHAUS arbeitet nach genau diesem Prinzip. Individuelle Planung, ökologische Baustoffe und ein gesundes Wohnklima bilden die Grundlage eines Bauprozesses, der Bauherren aktiv einbindet statt sie vor vollendete Tatsachen zu stellen.
Bei Fachwerkhäusern modern ist die Kostenfrage differenziert zu betrachten, was angesichts der Vielfalt an Bauweisen, Ausstattungsniveaus und Planungsansätzen nicht verwundert.
| Ausstattungsniveau | Kosten pro qm | Anmerkungen |
| Basisausbau | 3.300 – 3.800 € | Einfache Technik, Standardfenster, kein Keller |
| Gehobener Standard | 3.800 – 4.500 € | Wärmepumpe, 3-fach-Verglasung, hochwertige Böden |
| Premium / Individuell | 4.500 – 5.000 € | Vollverglasung, Sonderformen, Passivhausstandard |
Diese Werte beziehen sich auf den schlüsselfertigen Neubau. Grundstück, Erschließung, Außenanlagen und Baunebenkosten von rund 15 bis 20 Prozent der Bausumme kommen hinzu. Für ein modernes Fachwerkhaus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche bedeutet das einen Gesamtrahmen von etwa 460.000 bis 700.000 Euro ohne Grundstück. Im Vergleich zu konventionellen Neubauten liegen die Baukosten damit rund 10 bis 30 Prozent höher, ein Aufpreis, der sich durch Nachhaltigkeit, Wohnklima und Wertbeständigkeit rechtfertigt.
Mehrere Faktoren haben erheblichen Einfluss auf das finale Budget. Die Holzart spielt eine zentrale Rolle, denn Fichte, Lärche, Douglasie und Eiche unterscheiden sich deutlich in Preis und Eigenschaften, imprägniertes Leimholz kommt bei höheren statischen Anforderungen hinzu. Der Anteil und die Qualität der Verglasung schlagen ebenfalls stark zu Buche, denn raumhohe, dreifach verglaste Fensterfronten sind bei modernen Fachwerkhäusern heute eher Regel als Ausnahme. Das Dämmkonzept der Gefache mit Materialien wie Zellulose, Holzfaser, Hanf oder Lehm wirkt sich auf Energieeffizienz und Gesamtkosten aus, ebenso die Haustechnik mit Wärmepumpe, Flächenheizung und Photovoltaik. Schließlich beeinflussen der Individualisierungsgrad des Grundrisses sowie regionale Unterschiede im Baumarkt das Budget erheblich.
Ein seriöser Anbieter schafft Kostentransparenz von Anfang an, mit klar definierten Leistungsumfängen statt unklaren Pauschalpreisen.
Die Materialwahl ist bei Fachwerkhäusern modern entscheidender als bei fast jeder anderen Bauweise, weil Tragwerk, Dämmung und Oberfläche eine konstruktive und gestalterische Einheit bilden.
Das Holzskelett bildet das Rückgrat jedes Fachwerkhauses. Für das Tragwerk kommen heute vor allem imprägniertes Leimholz sowie Fichte, Lärche, Douglasie und Eiche zum Einsatz. Leimholz bietet die höchste Formstabilität und eignet sich besonders für große Spannweiten. Lärche und Douglasie werden häufig für sichtbare Fassadenelemente genutzt, da sie natürliche Resistenz gegen Witterung mitbringen. Eiche gilt als hochwertigste und langlebigste Option, schlägt aber preislich deutlich zu Buche.
Großformatiges Glas ist das zweite prägende Material moderner Fachwerkhäuser. Dreifach verglaste Fensterfronten, Glasecken und bodentiefe Verglasungen erzeugen die für diese Bauweise typische Transparenz und verbinden Innenraum und Natur auf eine Weise, die mit Massivbau nicht erreichbar ist. Die thermische Qualität der Verglasung hat dabei direkten Einfluss auf den U-Wert des Gesamtgebäudes.
Die Gefache zwischen den Holzständern bieten Raum für ökologische Dämmstoffe. Holzfaser, Zellulose, Hanf und Lehm sind die meistgenutzten Materialien, jedes mit unterschiedlichem Profil aus Dämmwert, Kapillaraktivität und Verarbeitungsaufwand. Lehmputz auf den Innenflächen reguliert zusätzlich die Raumfeuchte und verbessert das Wohnklima spürbar.
Fachwerkhäuser modern lassen sich in sehr unterschiedlichen Typologien realisieren. Die Wahl des Haustyps hängt vom Grundstück, der Familiengröße und dem persönlichen Lebensstil ab.
Das klassische Einfamilienhaus ist der häufigste Anwendungsfall für moderne Fachwerkhäuser. Zwei Vollgeschosse, ein offener Wohn-Ess-Bereich im Erdgeschoss und private Schlafräume im Obergeschoss bilden das typische Schema. Die Holzskelettstruktur erlaubt dabei große Spannweiten und zusammenhängende Wohnflächen, die im Massivbau konstruktiv aufwendiger wären.
Fachwerkhäuser als Bungalow, also einstöckig auf einer Ebene, gewinnen besonders für Bauherren an Attraktivität, die barrierefrei wohnen möchten oder das Erdgeschossleben bevorzugen. Das Holzskelett ermöglicht hier besonders offene Grundrisse, da keine tragenden Innenwände erforderlich sind. Raumhohe Verglasungen zur Gartenseite schaffen ein Wohngefühl, das den Übergang zwischen Innen und Außen fast aufhebt.
Moderne Fachwerkarchitektur ist nicht der Versuch, historische Vorbilder zu kopieren. Sie übersetzt das Prinzip des sichtbaren Tragwerks in die Ästhetik und die technischen Anforderungen der Gegenwart und schafft dabei Häuser, die in ihrer Erscheinung kaum zu verwechseln sind.
Die Fassade eines modernen Fachwerkhauses lebt vom Wechselspiel zwischen dem Holztragwerk und den Füllmaterialien. Wo historische Bauten Lehm, Holzgeflecht und Ziegel einsetzten, nutzt zeitgenössische Architektur großflächige Verglasungen, Holzverkleidungen aus Lärche oder Douglasie und mineralische Putze. Strenge, geometrische Formen und monochrome Farbgebung prägen dabei den modernen Ausdruck, der sich deutlich vom pittoresken Charakter historischer Fachwerkhäuser unterscheidet.
Besonders charakteristisch für den modernen Fachwerkbau ist die Transparenz. Raumhohe, dreifach verglaste Fensterfronten schaffen fließende Übergänge zwischen Innenraum und Natur, ein gestalterisches Merkmal, das das Fachwerkhaus aus der Tradition heraus in die Gegenwart überführt und gleichzeitig die Energiebilanz verbessert.
Das Holzskelett aus imprägniertem Leimholz erlaubt tragende Strukturen mit großen Spannweiten und ermöglicht so offene Grundrisse ohne störende Stützen. Küche, Essen und Wohnen lassen sich auf einer Ebene zusammenfassen, Schlafbereiche im Obergeschoss oder Dachraum abtrennen. Die Raumaufteilung folgt dem Leben der Bewohner, nicht den Zwängen der Konstruktion.
Auch auf kleineren Grundstücken lassen sich überzeugende Lösungen realisieren. Große Fensterflächen und gezielte Wandkonstruktionen maximieren Lichteinfall und Raumgefühl, ohne dass viel Fläche dafür nötig ist. Für Bungalow-Varianten ist diese Grundrissfreiheit besonders ausgeprägt, denn barrierefreies Wohnen auf einer Ebene lässt sich mit dem Charakter des Fachwerks hervorragend kombinieren.
Moderne Fachwerkhäuser können alle gängigen Energieeffizienzstandards erfüllen, vom KfW-Effizienzhaus 55 bis zum Passivhaus. Entscheidend ist die Detailplanung, nicht die Bauweise an sich.
Die Gefache des Holzskeletts bieten Raum für hochwertige, natürliche Dämmstoffe. Holzfaserdämmplatten punkten mit hoher Wärmespeicherkapazität und kapillaraktiver Wirkung. Zellulosedämmung als Einblasdämmung liefert gute Wärme- und Schallschutzwerte bei vergleichsweise niedrigen Kosten. Hanf und Lehm als Dämm- und Ausfachungsmaterialien sind eine überzeugende Option für Bauherren, denen besonders natürliche Materialien wichtig sind. Lehm reguliert dabei nicht nur die Feuchtigkeit in der Konstruktion, sondern verbessert auch das Wohnklima im Inneren spürbar. Mit hochwertigen Dämmmaterialien und sorgfältiger Ausführung lassen sich U-Werte erreichen, die das Fachwerkhaus zum echten Energiesparhaus machen.
Entscheidend ist, dass die Konstruktion insgesamt luftdicht und wärmebrückenfrei ausgeführt wird. Die Verbindungspunkte zwischen Holzskelett und Füllmaterialien sind kritische Detailpunkte, die in der Planung präzise gelöst werden müssen.
Moderne Fachwerkhäuser werden in der Regel mit einer Wärmepumpe beheizt, als Luft-Wasser- oder Erdwärmevariante. In Kombination mit einer Flächenheizung im Boden und einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung ergibt sich ein Heizsystem, das geringe Betriebskosten mit hohem Wohnkomfort verbindet. Photovoltaik auf dem Dach und ein Energiespeicher runden das Energiekonzept ab und machen das Fachwerkhaus weitgehend unabhängig von externen Energieträgern.
| Förderprogramm | Bedingung | Vorteil |
| BEG – KfW 297/298 | Neubau Effizienzhaus 40 | Zinsgünstige Darlehen bis 150.000 € |
| BEG – KfW 261 | Effizienzhaus 55 oder besser | Tilgungszuschuss je nach Niveau |
| KfW 270 | Photovoltaikanlage | Zinsgünstiges Darlehen |
Die genauen Konditionen ändern sich regelmäßig, weshalb eine aktuelle Beratung durch einen zertifizierten Energieberater vor Baubeginn empfehlenswert ist.
Eigentümer oder Käufer eines historischen Fachwerkhauses, die modernisieren möchten, stehen vor anderen Herausforderungen als beim Neubau. Denkmalschutz, Feuchtigkeit, unzureichende Dämmung und statische Fragen prägen das Sanierungsprojekt.
Historische Fachwerkgebäude haben häufig Feuchteschäden in den Gefachen, unzureichend gedämmte Außenwände und veraltete Haustechnik. Die Ausfachungen zwischen den Ständern bestanden ursprünglich aus Lehm und Flechtwerk oder Ziegeln, Materialien, die zwar ökologisch wertvoll, aber in ihrer Dämmwirkung den heutigen Anforderungen nicht gewachsen sind. Die Sanierung muss die Dampfdiffusionseigenschaften des Holzskeletts berücksichtigen, denn eine falsch aufgebaute Innendämmung kann Kondensatprobleme erzeugen, die das Holz dauerhaft schädigen.
Bewährte Materialien für die Altbau-Sanierung sind kapillaraktive Dämmstoffe wie Holzfaser oder Kalziumsilikat, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Außendämmungen sind bei Fachwerkhäusern häufig nicht möglich, wenn das Erscheinungsbild des Tragwerks erhalten bleiben soll oder Denkmalschutzauflagen bestehen.
Eine Renovierung beschränkt sich auf Oberflächen und technische Anlagen wie neue Fenster, eine neue Heizung oder neue Böden. Eine Kernsanierung greift deutlich tiefer und umfasst den Austausch der Gefachfüllungen, die Ertüchtigung der Luftdichtheit und die Erneuerung der Haustechnik von Grund auf.
Welcher Umfang sinnvoll ist, hängt vom Zustand des Gebäudes und den Zielen der Eigentümer ab. Ein auf Holzbauweise spezialisierter Planer kann den Ist-Zustand realistisch einschätzen und einen Sanierungsfahrplan entwickeln, der technisch und wirtschaftlich tragfähig ist.
Wie jede Bauweise bringt das moderne Fachwerkhaus Stärken mit, die es von anderen Konstruktionen abheben, und Anforderungen, die Bauherren realistisch einplanen sollten. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Punkte zusammen.
| Kriterium | Vorteile | Herausforderungen |
| Ästhetik | Unverwechselbares Erscheinungsbild, warm und lebendig | Nicht jede Gemeinde lässt die Fachwerk-Optik zu |
| Ökologie | Nachwachsende Rohstoffe, CO₂-Speicherung im Holz | Holzpflege und Wartung der Fassade erforderlich |
| Energieeffizienz | Sehr gute Werte bei korrekter Ausführung erreichbar | Detailplanung bei Anschlüssen entscheidend |
| Grundriss | Große Freiheit durch offene Skelettstruktur | Systemhäuser begrenzen individuelle Gestaltung |
| Kosten | Hohe Wertbeständigkeit, langfristige Qualität | 10–30 % Aufpreis gegenüber konventionellem Neubau |
| Wohnklima | Holz und Lehm regulieren Feuchtigkeit aktiv | Nur bei richtiger Konstruktion und Belüftung |
Das sichtbare Holzskelett prägt nicht nur die Fassade, sondern auch das Innere des Hauses. Bewusst eingesetzt entstehen Wohnräume, die eine Wärme und Lebendigkeit ausstrahlen, die sich mit keinem anderen Baustoff replizieren lässt.
Sichtbare Holzbalken aus Eiche oder Leimholz, ob als Teil des Tragwerks oder als gestalterisches Element, setzen einen klaren Akzent. Im modernen Fachwerkhaus werden sie häufig mit hellen Putzen, Sichtbeton-Elementen oder naturbelassenen Steinböden kombiniert, eine Materialsprache, die rustikal und zeitgemäß zugleich wirkt.
Lehmputz auf den Innenwänden ergänzt die ökologische Haltung des Hauses konsequent. Lehm reguliert die Raumfeuchte, verbessert das Raumklima und gibt den Räumen eine haptische Qualität, die Bauherren mit Sinn für natürliche Lebensräume zu schätzen wissen. Das moderne Ausbauhaus verbindet so Made-in-Germany-Handwerk mit dem Anspruch an ein gesundes, nachhaltiges Zuhause.
Die offenen Grundrisse moderner Fachwerkhäuser vertragen sich gut mit einer reduzierten, klaren Einrichtung. Massive Holzmöbel, Natursteinböden und textile Elemente aus natürlichen Fasern betonen die Materialwahl des Hauses. Gleichzeitig ist der offene Charakter der Räume tolerant gegenüber unterschiedlichen Einrichtungsstilen. Das Haus gibt den Rahmen, die Bewohner verwirklichen darin ihre Wohnträume.
Fachwerkhäuser modern sind keine Nostalgie, sondern eine architektonisch und ökologisch überzeugende Antwort auf die Anforderungen zeitgenössischen Wohnens. Die Holzskelettbauweise aus imprägniertem Leimholz erlaubt individuelle Grundrisse, ein natürliches Wohnklima durch Holz und Lehm sowie eine hohe Energieeffizienz, sofern Planung, Materialwahl und Haustechnik aufeinander abgestimmt sind.
Die Kosten liegen mit 3.300 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter spürbar über dem konventionellen Neubau, ein Aufpreis, der sich in Nachhaltigkeit, Wertbeständigkeit und Wohnqualität niederschlägt. Entscheidend für den Erfolg ist weniger das gewählte System als die Expertise der Planer und ausführenden Handwerker. Spezialisierte Begleitung von Beginn an und die individuelle Planung als Investition zu verstehen, zahlt sich langfristig in Qualität und Wohnzufriedenheit aus.
Klassische Fachwerkhäuser bestehen aus Eichen- oder Tannenholz mit Ausfachungen aus Lehm, Holzgeflecht oder Ziegel. Moderne Fachwerkhäuser verwenden imprägniertes Leimholz für höhere statische Stabilität und ersetzen traditionelle Ausfachungen durch Glas, Holzwerkstoffplatten oder hochdämmende Materialien. Gestalterisch dominieren heute klare geometrische Formen und raumhohe Verglasungen statt pittoresker Fachungsmuster.
Fachwerkhaus und Massivbau unterscheiden sich in Konstruktionsprinzip, Wohnklima und ökologischer Bilanz. Das moderne Fachwerkhaus punktet mit natürlichem Wohnklima durch Holz und Lehm, CO₂-Speicherung im Holz und offenen Grundrissen. Der Massivbau bietet hohe thermische Masse und ist handwerklich weit verbreitet. Welche Bauweise besser passt, hängt von den individuellen Anforderungen, dem Grundstück und dem Architekturwunsch ab.
Für das Tragwerk kommen heute vor allem imprägniertes Leimholz sowie Fichte, Lärche, Douglasie und Eiche zum Einsatz. Leimholz bietet die höchste Formstabilität und eignet sich besonders für große Spannweiten. Lärche und Douglasie werden häufig für sichtbare Fassadenelemente genutzt, da sie natürliche Resistenz gegen Witterung mitbringen. Eiche gilt als hochwertigste und langlebigste Option, schlägt aber preislich deutlich zu Buche.
Ja. Durch gezielte Grundrissgestaltung, große Fensterflächen und besondere Wandkonstruktionen lassen sich Lichteinfall und Raumgefühl auch auf begrenzter Fläche maximieren. Die offene Skelettstruktur des Holzbaus erlaubt dabei Lösungen, die im Massivbau konstruktiv kaum möglich wären.
Ein Ausbauhaus, also ein Fachwerkhaus mit fertigem Rohbau, das der Bauherr selbst weiter ausbaut, kann die Gesamtkosten spürbar senken. Übernommen werden dabei typischerweise Innenausbauarbeiten wie Bodenbeläge, Malerarbeiten oder der Einbau von Sanitär. Der Eigenleistungsanteil muss realistisch geplant sein, da Fehler im Innenausbau spätere Mehrkosten verursachen können.
Holz reguliert Raumfeuchte aktiv. Es nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und gibt sie bei trockener Luft wieder ab. In Kombination mit Lehmputz auf den Innenwänden entsteht ein Wohnklima, das sich deutlich von konventionellen Bauten unterscheidet, mit gleichmäßiger Luftfeuchtigkeit, angenehmen Oberflächentemperaturen und einer haptischen Qualität, die synthetische Baustoffe nicht erreichen.
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ISOWOOD ist beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin bauaufsichtlich zugelassen und mit dem Ü-Zeichen zertifiziert. Die Produktion des Dämmstoffes wird zwei Mal jährlich fremd überwacht und zertifiziert. Bei der werkseigenen Produktionskontrolle wird bei jedem Bauvorhaben eine Dämmstoffprobe entnommen und im eigenen Labor untersucht und dokumentiert. So wird eine gleichbleibende Qualität garantiert.
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