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Außenanlage beim Neubau: Was Bauherren beachten sollten

Außenanlage beim Neubau: Was Bauherren beachten sollten

Rund um die Außenanlage beim Neubau ist es für Bauherren wichtig, dass sie neben den Kosten von 10 bis 15 % der gesamten Baukosten auch ausreichend Zeit einplanen. Parallel zum Bau des Hauses sollte an die Entwässerung, an die Versorgungsleitungen sowie an die Wegeführung gedacht werden. Nur so lassen sich doppelte Arbeiten oder gar Schäden am Traumhaus vermeiden.

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung des Artikels

  • Außenanlage sorgt für ein harmonisches Gesamtbild: Durch Bäume, Sträucher und dergleichen inklusive Beleuchtung und besonderen Wasserelementen wird für ein harmonisches Gesamtbild gesorgt.

  • Pflegeaufwand nicht unterschätzen: Rasen mähen, Unkraut jäten, Gehwege reinigen und die Ausstattung zu warten erfordert einen regelmäßigen Pflegeaufwand, der nicht unterschätzt werden darf.

  • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Fokus: Diese beiden Aspekte sollten immer im Vordergrund stehen. Möglich wird dies durch LED-Leuchten, Regenwassernutzung, Bodendecker und Bewässerungssysteme, die helfen den Verbrauch zu reduzieren, um so die Umwelt zu schonen.

  • Frühzeitige Planung spart Kosten: Die Integration der Außenanlage in die Hausplanung vermeidet doppelte Erdarbeiten und ungeplante Ausgaben.

  • Budget realistisch einplanen: Experten empfehlen 10 bis 15 % der gesamten Baukosten, bei einem Einfamilienhaus sind das oft 30.000 bis 60.000 Euro.

Was gehört zur Außenanlage beim Hausbau?

Zu der Außenanlage beim Hausbau gehören neben den gestalteten Elementen auch die baulichen Anlagen auf dem Grundstück, welche sich außerhalb des eigentlichen Hauptgebäudes befinden.

Im Vordergrund steht dabei stets die gesamte Gestaltung rund um das Wohnhaus, damit zum Schluss alles eine harmonische Einheit bildet. Dabei ist es wichtig, nicht nur auf die optische Gestaltung zu achten, sondern auch auf entsprechende Funktionalität. Es müssen hierzu funktionale Verbindungen zwischen Haus, Grundstück und Umgebung geschaffen werden.

Was sind die typischen Bestandteile der Außenanlage?

Familien, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen, sollten darauf achten, dass die Außenanlage und das Haus in allen Belangen eine Einheit bilden. Bei ISOWOODHAUS steht neben dem individuell geplanten und ökologisch gebauten Haus mit gesundem Wohnklima auch die Gartengestaltung als Teil des Gesamtkonzepts im Blick.

Die wichtigsten Hauptbereiche der Außenanlage im Überblick:

Bereich Hinweise
Befestigte Flächen Dazu zählen neben den Zufahrten und Stellplätzen wie Carport oder Garage auch die Gehwege zum Haus und in den Garten.
Wohn- und Nutzbereiche Gemeint sind damit die Terrasse, ein Gartenhaus oder ein Geräteschuppen.
Einfriedungen Hierbei geht es um Zäune, Hecken, Mauern bzw. um Sichtschutzwände, um das Grundstück abzugrenzen.
Garten und Vegetation Für Rasenflächen, Blumenbeete, Bäume und Sträucher muss eventuell an ein Auffüllen mit Mutterboden bzw. an eine Geländeaufbereitung gedacht werden.
Infrastruktur und Technik Wichtig für die Außenanlage sind Entwässerungsanlagen, Außenbeleuchtung, Wasseranschlüsse sowie Zisternen oder ein Gartenteich.

Warum wird die Außenanlage oft unterschätzt?

Der Grund hierfür ist simpel, denn bei den meisten Bauherren liegt der Fokus zu Baubeginn auf dem Haus. Das geplante Budget für den Garten ist oftmals zu schnell aufgebraucht, da gerade versteckte Erdarbeiten und der dazugehörige Arbeitsaufwand unterschätzt wird. Experten empfehlen 10 bis 15 % der gesamten Baukosten für die Außenanlage einzuplanen.

Es ist nur allzu verständlich, dass Bauherren sich rund um den Hausbau erst einmal auf den Rohbau und das Interieur für ihr Eigenheim kümmern, bevor sie an den Garten denken. In vielen Fällen fehlt dann das Budget für die Gartengestaltung.

Wird die Außenanlage beim Hausbau unterschätzt, kann klar und deutlich gesagt werden, dass die späte Planung sich massiv rächt. Werden für die Gestaltung rund um den Außenbereich schwere Baumaschinen benötigt, dann können diese nachträglich den bereits angelegten Garten ruinieren oder im schlimmsten Fall auch zu doppelten Arbeiten wie etwa für die Entwässerung führen.

Wann sollte die Außenanlage geplant werden?

Um das Optimum aus dem eigenen Grundstück herauszuholen, sollten Bauherren die Planung der Außenanlage nicht zu lange vor sich herschieben. So bietet sich zum Beispiel für ein modernes Haus mit Holzakzenten eine Außenanlage an, die sich harmonisch in das Gesamtbild einfügt, damit Grundstück und Haus zu einer Einheit verschmelzen, was wiederum der Optik zugutekommt.

Frühzeitige Planung bereits beim Hausbau

Ideal ist es, wenn die Planungsphase für die Außenanlage bereits in die Hausplanung integriert werden, da dies einige Vorteile mit sich bringt.

  • Bauantrag & Lageplan: Bei Einreichung des Bauantrags fordern viele Bauämter bereits im Vorfeld Angaben rund um die Grundstücksgestaltung.

  • Anschlüsse und Höhenplanung: Nach Möglichkeit sollten Leerrohre für Strom und Wasser zur Bewässerung und für die Beleuchtung in die Fundament- und Rohbauphase integriert werden, damit bestimmte Bereiche nicht zugeschüttet werden. Dies gilt im Übrigen auch für die Höhenplanung, damit Haus und Außenanlage auf einem Niveau liegen. Im Nachhinein sind so keine oder nur wenige Korrekturen rund um das neue Zuhause nötig.

  • Budgetkontrolle: Mit einem durchdachten Gartenplan können die Kosten für Erdarbeiten und Pflasterungen von Anfang an realistisch eingeschätzt werden, um diese im Gesamtbudget zu berücksichtigen.

Umsetzung nach dem Hausbau

Nicht selten beginnen aus Budgetgründen die Tätigkeiten rund um die Außenanlage erst nach dem Hausbau. Bauherren sollten sich im eigenen Interesse an den groben Strukturen orientieren, damit es nicht unnötig zu doppelten Arbeiten und damit verbunden zusätzlichen Kosten kommt. Im Detail sollte folgendermaßen vorgegangen werden:

  • Boden setzen lassen – Die frisch verfüllte Erde rund um das Haus benötigt ausreichend Zeit zum Setzen.

  • Bodenaufbereitung – Das Erdreich ist durch die Baumaßnahmen oftmals verdichtet und muss gelockert bzw. mit Mutterboden angereichert werden.

  • Wege und Terrassen – Der erste Schritt, um das Grundstück zu nutzen, ist der Bau von Terrassen, Einfahrten und Wege.

  • Einfriedungen – Im Zuge der eigenen Privatsphäre werden Zäune oder Hecken gesetzt. Dies sollte nach Möglichkeit zu den idealen Pflanzzeiten im Herbst erfolgen.

  • Bepflanzung und Rasen – Ganz zum Schluss werden Bäume, Sträucher gepflanzt und Beete angelegt. Das Säen des Rasens oder das Verlegen von Rollrasen sollte eine der letzten Arbeiten sein.

Welche Elemente sind bei der Außenanlage besonders wichtig?

Zu den wichtigsten Elementen einer gelungenen Außenanlage zählen neben der funktionalen Trennung auch die befestigten Flächen, die Begrünung sowie die verschiedenen Aspekte rund um Nachhaltigkeit und Entwässerung. Durch eine strukturierte Planung lässt sich Ästhetik mit praktischem Nutzen verbunden.

Terrasse als Wohnraumerweiterung

Eine Terrasse ist eine direkte Erweiterung des Wohnraums nach außen. Für ein harmonisches Gesamtbild sind neben dem fließenden Übergang von Innen- und Außenbereich auch ein ganzjähriger Wetterschutz und eine modulare Möblierung mit den passenden Materialien wichtig.

All diese Elemente sorgen dafür, dass der Außenbereich sich nahtlos an das Wohnzimmer anschließt und dadurch auch ganzjährig nutzbar ist.

Einzelheiten Erläuterungen
Nahtloser Übergang Große, bodentiefe Fenster und Schiebetüren verbinden den Innen- und Außenbereich optisch. Ein einheitlicher Bodenbelag (Fliesen, Holz usw.) im Wohnzimmer und auf der Terrasse erzeugt ein Gefühl von Weite.
Wetterschutz & Beschattung Eine feste Terrassenüberdachung macht den Bereich wetterunabhängig. Seitenmarkisen oder Glaselemente schützen vor Wind und sorgen für Privatsphäre.
Infrastruktur & Technik Es werden Anschlüsse für Beleuchtung, Heizstrahler und Strom benötigt. Von Vorteil ist auch ein Wasseranschluss für Pflanzen.
Möblierung & Zonierung Der Bereich sollte in verschiedene Zonen aufgeteilt werden. Zum Entspannen bietet sich eine Outdoor-Lounge an. Empfehlenswert ist ein separater Essbereich mit Grill.
Lichtkonzept Stimmungsvolle indirekte Beleuchtung, in den Boden eingelassene Spots oder Lichterketten verwandeln die Terrasse am Abend in eine Wohlfühloase.

Zufahrt, Wege und Stellplätze

Für die Zufahrt, Wege und Stellplätze im Außenbereich sind vor allen Dingen Stabilität, Entwässerung, Sicherheit und Wasserdurchlässigkeit entscheidend. Diese Elemente müssen den täglichen Belastungen standhalten und dabei gleichzeitig optisch zum Haus passen.

Der Unterbau ist ein zentrales Element bei Pflasterung und Asphaltierung. Er muss frostsicher sein, damit der Boden unter dem Gewicht des Fahrzeugs nicht absackt oder bei Frost Risse bildet.

Vielfach werden von Kommunen extra Gebühren für versiegelte Flächen erhoben. Diesem kann man entgehen, wenn man sich für Pflastersteine mit breiten Fugen oder Rasengittersteine entscheidet. Dabei muss beachtet werden, dass Wege und Zufahrten immer ein leichtes Gefälle von 1,5 bis 2 % weg vom Gebäude aufweisen sollen. Zusätzlich können Entwässerungsrinnen vor der Garage oder dem Hauseingang nötig werden.

Gehwege müssen sowohl bei Nässe als auch bei Dunkelheit sicher begehbar sein. Mit einer gut geplanten Außenbeleuchtung entlang der Zufahrt oder der Wege kann die Sicherheit erhöht werden.

Damit die Pflastersteine und Platten der Wege nicht seitlich abrutschen, wird ein stabiler Abschluss durch Rasenkantensteine oder dergleichen benötigt.

Garten und Grünflächen

Die Außenanlage mit dem Garten lebt vom harmonischen Zusammenspiel der verschiedenen Strukturen. Wege verbinden dabei die verschiedenen Bereiche und strukturieren so das Grundstück. Grundsätzlich sollten die verwendeten Materialien (Pflastersteine, Holz usw.) zur Architektur des Hauses passen.

Pflanzen und Grünflächen bilden das Herzstück im Außenbereich. Dazu zählen neben dem Rasen auch Beete mit Stauden und Gräsern sowie Bäume und Sträucher. Wichtig in diesem Zusammenhang ist es immer den Pflegeaufwand zu berücksichtigen

Für mehr Privatsphäre sorgen Zäune, Mauern, Gabionen oder immergrüne Hecken. Diese schaffen nicht nur Geborgenheit, sondern grenzen das Grundstück nach Außen auch klar ab.

Entwässerung und Technik im Außenbereich

Ein gutes Entwässerungssystem ist bei jeder Außenanlage Pflicht. Oberflächenwasser und Niederschläge müssen kontrolliert abgeleitet oder versickert werden, damit es nicht zu Schäden an der Bausubstanz kommt.

Alle befestigten Flächen benötigen ein Gefälle von 1,5 bis 2 % weg vom Haus. Zusätzlich fangen linienförmige Entwässerungsrinnen entlang der Terrassentüren oder Garagen Niederschlagswasser sicher auf. Regenwasser sollte auf dem eigenen Grund und Boden versickern. Mit sogenannten Rigolen oder Sickerschichten im Boden wird dafür gesorgt, dass das Wasser langsam versickert, ohne das Kanalsystem zu überlasten. Das Einbinden von Fallrohren in eine Zisterne entlastet zusätzlich die Entwässerungsanlage und sorgt gleichzeitig für kostenloses Gießwasser.

Was kostet eine Außenanlage beim Neubau?

Durchschnittlich kann von 10 bis 15 % der gesamten Baukosten ausgegangen werden. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus sollten Bauherren mit Kosten von 30.000 bis 60.000 Euro rechnen. Dabei gilt zu bedenken, dass für eine einfache Außenanlage die Kosten vielfach zwischen 5.000 und 15.000 Euro betragen. Für eine mittlere Ausstattung dagegen muss mit ca. 15.000 bis 40.000 Euro gerechnet werden, während bei einer hochwertigen Gestaltung die Kosten deutlich darüber liegen können.

Kostenfaktoren im Überblick

Die Kosten für den Außenbereich können nicht pauschal beziffert werden, da sie von den individuellen Gegebenheiten, den Wünschen der Hausbesitzer sowie der Materialwahl abhängig sind.

Kostenfaktor Erläuterung
Einfahrt, Gartenwege & Parkplatz Pflasterarbeiten kosten inklusive Unterbau zwischen 80 bis 150 Euro/qm. Für eine Garage oder einen Carport muss mit Zusatzkosten von 3.000 bis 25.000 Euro gerechnet werden.
Terrasse Die gewählten Materialien bestimmen den Preis. Für einfache Betonplatten liegt der Quadratmeterpreis bei ca. 40 €, während für Holz, WPC oder Naturstein mit Kosten von bis zu 250 Euro/qm gerechnet werden muss.
Garten, Rasen, Bepflanzung Einfache Beete und ein Rollrasen kosten oftmals zwischen 10 bis 30 €/qm, während aufwendige Bepflanzungen mit Bäumen und Hecken pauschal zwischen 3.000 bis 18.000 Euro kosten können.
Zaun & Sichtschutz Für Hecken und Zäune sollte mit 50 bis 200 Euro pro laufendem Meter kalkuliert werden.
Erdarbeiten & Entwässerung Je nach Lage und Bodenbeschaffenheit fallen unterschiedlich hohe Kosten für das Auskoffern, die Landschaftsmodellierung und notwendige Drainagen an. Eine Zisterne zur Regenwassernutzung kostet oftmals zwischen 1.500 und 8.000 Euro.

Häufig unterschätzte Kosten

Rund um die Kalkulation für das Einfamilienhaus werden die Kosten für die Außenanlage oftmals massiv unterschätzt.

Zu den häufig unterschätzten Kostentreibern zählen der Erdaushub und die Entwässerung. Dazu muss Erde abtransportiert bzw. aufgeschüttet werden. Eventuell fallen Kosten für Stützmauern an. Da die Entwässerung in jeder Kommune Pflicht ist, muss bei der Planung an Zisternen, Rigolen oder Sickerschächte gedacht werden. Diese können unerwartet viel Geld kosten.

Auch die Kosten für Einfahrten und Pflichtstellplätze werden oft unterschätzt. Für Pflasterarbeiten sollte je nach Material mit Preisen zwischen 80 und 200 Euro pro Quadratmeter gerechnet werden. Nicht zu vergessen sind die Pflichtstellplätze, welche in der Regel mit sickerfähigem Pflaster ausgestattet werden.

Zäune und Sichtschutzanlagen können die Kosten immens in die Höhe treiben. Bauherren sollten pro laufendem Meter mit Preisen zwischen 50 bis 250 Euro kalkulieren.

Wie plant man eine funktionale Außenanlage?

Das Planen einer funktionalen Außenanlage erfordert Struktur. Dies bedeutet, dass erst mit der Erschließung und der Entwässerung begonnen wird, bevor es an Gehwege, Einfahrten und die Terrasse geht. Ganz zum Schluss erfolgt das Planen der Begrünung. Ein durchdachtes Konzept von Anfang an erspart nicht nur doppelte Arbeiten, sondern auch Kosten.  

Wegeführung und Nutzung definieren

Sowohl die Wegeführung als auch die Nutzung müssen anhand der täglichen Abläufe definiert werden. Wichtig dabei sind kurze und praktische Wege wie zum Beispiel direkte Verbindungen von der Haustür zur Garage bzw. den Mülltonnen. Dabei ist auch an den Zugang zu anderen wichtigen Bereichen zu denken.

Im Anschluss daran werden die Zonen für Erholung (Terrasse) und Aktivität (Garten, Spielbereich) festgelegt, um die Gartenanlage und das Eigenheim als harmonisches Gesamtbild zu formulieren.

Sonneneinstrahlung und Lage beachten

Um die Gartenanlage optimal nutzen zu können, sollte neben der Lage auch die Sonneneinstrahlung beachtet werden. Im Detail bedeutet dies:

  • Süden: Hier sind die meisten Sonnenstunden zu erwarten, sodass der Bereich perfekt für die Hauptterrasse, einen Pool sowie sonnenliebende Pflanzen geeignet ist. Hausbesitzer sollten frühzeitig an einen entsprechenden Sonnenschutz durch Markisen oder Bäume denken.

  • Südwesten: Die Lage ist ideal für Sonnenanbeter, sodass bis in die Abendstunden das natürliche Licht genossen werden kann.

  • Osten: Eignet sich perfekt für die Frühstücksterrasse, da hier die Morgensonne zum Genießen einlädt und man an heißen Nachmittagen im Schatten sitzen kann.

  • Norden: Dieser Bereich ist eher schattig und kühl. Er eignet sich perfekt für schattenliebende Pflanzen, als Ruhezone an heißen Tagen oder als Standort für den Hauseingang bzw. den Carport.

Pflegeaufwand realistisch einschätzen

Durch die Wahl der Pflanzen und Materialien bestimmen Eigentümer, ob ihr Garten zur Erholungsoase wird oder eher als Dauerprojekt angesehen werden kann.

Ein makelloser Rasen ist extrem zeitfressend. Deutlich pflegeleichter sind standortgerechte Stauden. Freie Flächen sollten dicht mit Bodendeckern bepflanzt werden. Diese halten die Feuchtigkeit im Boden und unterdrücken unerwünschtes Unkraut. In Bezug auf den Sichtschutz bedeuten Hecken, dass diese regelmäßig geschnitten werden müssen. Unkomplizierter sind dagegen Sichtschutzelemente. Vollflächige Schottergärten sind in vielen Bundesländern baurechtlich eingeschränkt oder untersagt und ökologisch wenig sinnvoll. Als Alternative bieten sich moderne und pflegeleichte Naturgärten mit heimischen Wildblumenwiesen an.

Welche Fehler machen Bauherren bei der Außenanlage?

Zu den häufigsten Fehlern gehören eine unzureichende Budgetplanung, das zu frühe Anlegen des Gartens sowie die mangelhafte Berücksichtigung von Bodenbeschaffenheit und Entwässerung.

Planung zu spät beginnen

Die zu späte Planung ist einer der teuersten Fehler beim Hausbau. Es werden nicht nur wichtige Anschlüsse zu Versorgungsleitungen blockiert, sondern auch bereits angelegte Flächen werden durch Baumaschinen ruiniert. Aus diesem Grund sollte die Außengestaltung direkt in die Bauzeitenplanung integriert werden.  

Budget unterschätzen

Nicht nur zeitlich, sondern auch finanziell wird die Außengestaltung sehr oft drastisch unterschätzt. Als Budget für den Außenbereich sollten 10 bis 15 % der Hausbaukosten eingeplant werden. Bei einer kompletten Neuanlage sollte mit 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche kalkuliert werden.

Nachfolgend die größten Budgetfehler und Kostenfallen:

Budgetfehler/Kostenfallen Erläuterung
Erdarbeiten unterschätzen Die Geländemodellierung und die Bodenentsorgung sind teuer. Im Schnitt ist mit 10 bis 25 Euro pro qm zu rechnen.
Fehlende Baunebenkosten Architektenleistungen, Baugenehmigungen für Carport und Co. werden oft vergessen.
Entwässerung & Drainage Durch mangelhafte Versickerung läuft Regenwasser ans Haus, was die Bausubstanz gefährdet.
Materialwahl Natursteine sind teurer als Betonsteine. Daher ist die Materialwahl entscheidend für das Budget.

Unpraktische Gestaltung

Durch den fehlenden Bezug zum Hausgrundriss kommt es zu unpraktischen Gestaltungen. Dazu zählen falsch geplante Wegeverbindungen sowie eine falsche Ausrichtung von Terrasse und Co. Ein fehlender direkter Zugang von Garage zu Hauseingang führt im Laufe der Zeit zu unschönen Trampelpfaden auf dem Rasen. Einer der häufigsten Baufehler ist ein falsches Gefälle, sodass Regenwasser zum Eigenheim geleitet wird, anstatt davon weg. Des Weiteren können Schwellen und Stufen den Zugang zum Garten erschweren.

Was ist besser – Außenanlage in Eigenleistung oder vom Fachbetrieb?

Die Entscheidung hängt vom handwerklichen Geschick, dem verfügbaren Zeitbudget und den baulichen Anforderungen ab. Durch Eigenleistung lässt sich viel Geld sparen, allerdings erfordert sie körperliche Belastbarkeit und handwerkliches Können.

Variante Vorteile Nachteile Besonderheiten/Hinweise
Eigenleistung hohe finanzielle Einsparung; Flexibilität in Bezug auf Zeiteinteilung; individuelle Möglichkeiten der Gestaltung hohe körperliche Belastung; Fehlerrisiko; oftmals monate- oder jahrelange Baustelle rund um das Haus geeignet für Zaunbau, Rollrasen verlegen, Anlegen von Beeten, einfache Pflasterarbeiten, Streichen von Zäunen
Fachbetrieb professionelle Beratung; fachgerechte Ausführung; Gewährleistung hohe Lohn- und Materialkosten; lange Vorlaufzeiten durch Auslastung der Handwerker zwingend vom Profi ausführen zu lassen sind Drainage-Systeme, setzen von Stützmauern, Abdichtungsarbeiten, aufwendige Pflasterarbeiten

Fazit

Frühzeitig mit der Planung zu beginnen und beim Budget nicht zu sparen sind die wichtigsten Grundsätze rund um die Außenanlage beim Hausbau. Grundsätzlich sollten 10 bis 15 % der gesamten Baukosten kalkuliert werden.

Versorgungsleitungen für Strom und Wasser sollten vor dem Hausbau verlegt werden, während die eigentliche Gestaltung schrittweise nach dem Einzug erfolgen kann. So lassen sich die Kosten besser aufteilen und es besteht nicht die Gefahr, dass bereits angelegte Flächen durch Baufahrzeuge ruiniert werden.

Hausbesitzer, die über genügend handwerkliches Geschick verfügen, können im Rahmen der Eigenleistung das Gesamtbudget deutlich reduzieren.

FAQ – Außenanlage beim Neubau

Die Planung sollte idealerweise parallel zur Hausplanung und spätestens zum Zeitpunkt des Bauantrags beginnen. Zu späte Planung riskiert blockierte Leitungsführungen, ruinierte Flächen durch Baumaschinen und ungeplante Mehrkosten durch doppelte Erdarbeiten.

Pro Quadratmeter Grundstücksfläche sollte mit 50 bis 180 Euro kalkuliert werden, was in der Regel 10 bis 15 % der gesamten Hausbaukosten entspricht. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus ergibt das einen Gesamtbetrag zwischen 30.000 und 60.000 Euro, je nach Ausstattung und Materialwahl.

Viele Bereiche lassen sich in Eigenleistung umsetzen, darunter Zaunbau, Rollrasen verlegen, Beete anlegen und einfache Pflasterarbeiten. Fachbetriebe sind jedoch bei Drainage-Systemen, Stützmauern und Abdichtungsarbeiten zwingend erforderlich, da Fehler hier die Bausubstanz dauerhaft schädigen können.

Zur Außenanlage gehören alle gestalteten und baulichen Elemente außerhalb des Hauptgebäudes: Zuwegungen, Einfahrt, Terrasse, Einfriedungen sowie Ver- und Entsorgungsleitungen. Ohne funktionierende Entwässerung und gesicherte Zugangswege ist ein Neubau langfristig weder sicher noch vollständig nutzbar.

Die Außenanlage ist weit mehr als Dekoration: Sie schützt die Bausubstanz vor Feuchtigkeit und Frost, sorgt für einen ungehinderten Zugang und trägt langfristig zur Wertsteigerung der Immobilie bei.

Entwässerung ist ein technisches Pflichtthema. Alle befestigten Flächen benötigen ein Gefälle von 1,5 bis 2 % weg vom Haus. Mangelhafte Entwässerung kann die Bausubstanz dauerhaft schädigen und ist in nahezu jeder Kommune baurechtlich vorgeschrieben. Zisternen, Rigolen oder Sickerschächte sollten deshalb von Anfang an in die Planung integriert werden.

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Mann mit kurzen, hellbraunen Haaren, blauen Augen und einem freundlichen Lächeln. Er trägt ein helles Poloshirt. Der Hintergrund ist unscharf und grünlich.
Autor: Tim Kirchhoff
Geschäftsführer
Tim Kirchhoff ist seit vielen Jahren eine treibende Kraft hinter der Isowoodhaus GmbH. Mit seiner Leidenschaft für nachhaltiges Bauen und seiner Expertise im Bereich Holzbau führt er das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft. Im Fokus seiner Arbeit stehen ökologische Bauweisen, innovative Technologien und die Schaffung gesunder Wohnräume. Als Geschäftsführer von Isowoodhaus setzt er wichtige Impulse in der Fertigbau-Branche und treibt die Weiterentwicklung des modernen Holzfertigbaus maßgeblich voran.

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ISOWOOD ist beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin bauaufsichtlich zugelassen und mit dem Ü-Zeichen zertifiziert. Die Produktion des Dämmstoffes wird zwei Mal jährlich fremd überwacht und zertifiziert. Bei der werkseigenen Produktionskontrolle wird bei jedem Bauvorhaben eine Dämmstoffprobe entnommen und im eigenen Labor untersucht und dokumentiert. So wird eine gleichbleibende Qualität garantiert.

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