Tim Kirchhoff Beim Hausbau spielt das solide Fundament eine entscheidende Rolle. Die Rede ist hierbei von der Bodenplatte oder auch Fundamentplatte. Für Bauherren ist es vielfach nicht nachvollziehbar, warum das solide Fundament für ihr Bauvorhaben entscheidend ist und sie suchen nach kostengünstigen Lösungen. Davon können wir nur abraten, denn mit der Bodenplatte steht und fällt das komplette Bauvorhaben. Nur mit einem soliden Fundament kann späteren Problemen vorgebeugt werden. Mit dem folgenden Ratgeber möchten wir auf eine Reihe von Fragen rund um das Thema eingehen, damit Baufamilien klar wird, dass sie beim Haus bauen auf keinen Fall am falschen Ende sparen sollen.
Die Bedeutung der Bodenplatte: Das Fundament bildet den statischen und konstruktiven Übergang zwischen Bauwerk und Boden. Das Bauwerk bekommt so mehr Stabilität und Standsicherheit, was wiederum der Rissbildung an Wänden oder Decken entgegenwirkt.
Die verschiedenen Arten von Bodenplatten: Im Bauwesen wird unterschieden zwischen der monolithischen Bodenplatte sowie dem Streifenfundament, dem Punktfundament und der Fundamentplatte mit Perimeterdämmung.
Die Vorteile einer Bodenplatte: Neben der gleichmäßigen Lastverteilung des Gebäudes bietet sie eine gute Isolierung nach unten, was sich wiederum positiv auf die Heizkosten auswirkt.
Nicht nur beim nachhaltigen Hausbau spielt die Bodenplatte eine entscheidende Rolle. Wir als Hausanbieter nutzen auf Grundlage er sehr guten Dämmwerte und der Erfüllung des KfW-40-Standards die sogenannte Thermobodenplatte. Doch dies allein macht den nachhaltigen Bau des Eigenheims nicht aus. Mehr über die Gründe für ein Isowoodhaus mit entsprechender Bodenplatte können im folgenden Artikel nachgelesen werden.
Definition und Funktion: Die Fundamentplatte ist nicht nur die unterste tragende Schicht, sondern auch die Basis für das neue Haus. Es handelt sich dabei um eine dicke und flache Betonkonstruktion, welche direkt auf dem verdichteten Baugrund liegt. Die Bodenplatte verteilt die gesamte Last des Hauses gleichmäßig auf den Untergrund, was in der Folge Setzungen verhindert. Des Weiteren bildet sie eine Barriere gegen Grundwasser und Feuchtigkeit von unten. Eine gut gedämmte Bodenplatte, wie wir sie nutzen, hilft, die Heizkosten deutlich zu reduzieren, da Wärmebrücken minimiert werden.
Unterschied Bodenplatte vs. Kellerfundament: Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass es sich bei er Bodenplatte um eine ebene Betonfläche handelt, die das Haus direkt auf dem Erdreich trägt. Das Kellerfundament dagegen bildet durch den Wandaufbau unter dem Haus, dem Keller, ein komplettes Untergeschoss, welche vielfältig genutzt werden kann.
Vorteile einer Bodenplatte für Einfamilienhäuser
Einer der wesentlichen Vorteile sind im Vergleich zum Keller die schnellere Bauzeit und die geringeren Kosten. Dies sind längst noch nicht alle Vorteile. Die folgende Tabelle sorgt für einen umfassenden Überblick.
Es gibt verschiedene Arten von Bodenplatten, die sich sowohl nach Baugrund als auch nach den Anforderungen unterscheiden. Neben der klassischen Bodenplatte gibt es das durchgehende Plattenfundament, die Thermobodenplatte, das Streifenfundament, das Punktfundament sowie bei schwierigen Bedingungen die Tiefgründung.
Definition: Beim Streifenfundament mit Bodenplatte handelt es sich um eine Fundamentkombination. Das Streifenfundament bildet den Untergrund für die tragenden Wände, während die nichttragende Bodenplatte die Flächen zwischen den Streifen überbrückt.
Geeignet für: Diese Methode eignet sich besonders für kleinere Bauten wie Gartenhäuser und Garagen sowie für Häuser auf einem dichten und tragfähigen Erdreich, da die Stabilität von den Streifenfundamenten ausgeht.
Kosten Streifenfundament vs. Keller: Ein Keller ist deutlich teurer als das Streifenfundament mit Bodenplatte. Für diese Fundamentkombination wird weniger Material benötigt als bei einer reinen Fundamentplatte. Auch wenn die Materialkosten geringer sind, ist oftmals der Arbeitsaufwand höher, sodass letztendlich die Gesamtkosten wieder steigen.
Es handelt sich hierbei um eine durchgehende bzw. vollflächige Betonplatte, die das gesamte Haus trägt. Bei hohen Lasten oder einem schlechten Baugrund wird das Plattenfundament sehr oft als Alternative zum Streifenfundament eingesetzt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird auch oft von einer Bodenplatte, einer Gründungsplatte oder einer Plattengründung gesprochen, welche die Lasten gleichmäßig verteilt, um die Rissbildung bzw. Setzungsrisiken zu vermeiden.
Das Plattenfundament ist geeignet für leichte bis mittelschwere Bauten sowie für Fertighäuser oder wenn der Boden weniger tragfähig oder sandig ist. Die Last des Hauses wird großflächig verteilt, Feuchtigkeit abgehalten und ein ebener Untergrund geschaffen. Des Weiteren kann das Plattenfundament auch als frostsichere Betonplatte (Bodenplatte) unter kleineren Häusern oder Bungalows realisiert werden.
Vielfach wird das Platten- oder Flächenfundament als Thermobodenplatte realisiert und ist somit eine sehr gute Basis für Wärmedämmung und Fußbodenheizung. Mit einem solchen Fundament werden Wärmedämmung und Heizung in einem Bauteil vereint, was die Wärmeverluste minimiert und für eine kurze Bauzeit sorgt. Dabei bietet es einen guten Feuchtigkeitsschutz und trägt gleichzeitig zu einer hohen Energieeffizienz bei. Somit eignet sich das Plattenfundament sehr gut für moderne und energiesparende Häuser, da die Heizrohre direkt in die gedämmte Platte integriert werden können.
Bei dieser Variante steht das Erdgeschoss direkt auf der Bodenplatte, die als Fundament dient. Unterhalb der Bodenplatte befindet sich der Keller. Entscheidend für Dichtheit und Stabilität ist der Anschluss der Kellerwände an die Bodenplatte. Voraussetzung hierbei sind die präzise Planung, die Dämmung und die Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit und Grundwasser.
Dämmung: Die Dämmmaßnahmen sind nicht nur unter der Platte notwendig, sondern müssen auch seitlich realisiert werden. Dazu werden XPS-Hartschaumplatten auf die Abdichtung der Bodenplatte und die Außenwände geklebt. Mit dieser Methode lassen sich Wärmebrücken zum Erdreich verhindern. Wichtig hierbei ist, dass die Dämmung lückenlos sein muss. Dies gilt im Besonderen am Übergang von Bodenplatte zur Wand. Im Detail sieht der Aufbau folgendermaßen aus: Auf die Bodenplatte kommt vor der Perimeterdämmung mit XPS-Hartschaumplatten die Abdichtung. Darauf wird zum Schutz eine Noppenbahn verlegt, bevor das Erdreich den Abschluss bildet.
Eignung: Die Bodenplatte mit Kelleranschluss ist die optimale Lösung bei einer Hanglage oder bei hohem Grundwasserspiegel, da der Keller sich gut ins Erdreich integriert und somit eine natürliche Abdichtung gegen Wasser bietet. Insbesondere bei der Hanglage ist eine Teilunterkellerung praktisch, um so Räume auf gleicher Ebene zu schaffen, die unter anderem Platz für die Haustechnik bieten.
Es handelt sich hierbei um eine Abfolge von Schichten, welche von unten nach oben aus dem verdichtetem Erdreich, der Tragschicht aus Kies oder Schotter, der Sauberkeitsschicht aus Magerbeton, einer Abdichtung aus Folie, der Dämmung aus XPS oder EPS, einer Stahlbeton-Bodenplatte mit Bewehrung und schließlich dem Estrich mit Bodenbelag bestehen.
Erdarbeiten und Untergrundvorbereitung: Für die Erdarbeiten wird die gewünschte Fläche mit einem Schnurgerüst abgesteckt und anschließend der Mutterboden entfernt.
Untergrund stabilisieren: Im Rahmen der Erdarbeiten wird ein Bodengutachten in Auftrag gegeben, um mehr über die Tragfähigkeit und die Frostempfindlichkeit des Bodens sowie zum Grundwasser zu erfahren. Anhand der Ergebnisse des Bodengutachtens wird klar, ob es ausreicht den Boden mit Kies, Schotter oder Bausand aufzufüllen und mit Hilfe einer Rüttelplatte zu verdichten bzw. ober Baugrund komplett ausgetauscht werden muss.
Frostschutz: Zusätzlich können Frostschutzschichten oder eventuelle Drainagen vorbereitet werden.
Die tragfähige Basis beim Haus beginnt mit einer Kies- oder Schotterschicht, bevor die Sauberkeitsschicht aus Magerbeton und die Trennlage verlegt wird.
Trennlage: Eine solche wasserdichte PE- oder PVC-Folie (Polyethylen/Polyvinylchlorid) wird aufgelegt, um die Bodenfeuchte zuverlässig abzuhalten. Gleichzeitig schützt die Folie die Dämmmaßnahmen und die Betonplatte vor direktem Kontakt mit dem feuchten Untergrund und der Sauberkeitsschicht.
Planum/Tragschicht: Sie besteht aus Kies oder Schotter und wird auf dem verdichteten Erdreich aufgebracht. Die 10 bis 30 cm dicke Schicht besteht aus nichtbindigem Material wie zum Beispiel Grob-Kies von 16/32 mm oder Schotter von 0/45 mm Größe. Durch sie wird die Last gleichmäßig verteilt, was ein durchdrücken der Bewehrung verhindert.
Kiesbett: Es sorgt für eine kapillarbrechende Schicht, um so aufsteigende Feuchtigkeit zu stoppen. Dies sorgt für eine gute Druckverteilung und Frostsicherheit. Für eine ordnungsgemäße Funktion ist es wichtig, dass das Kiesbett vor dem Betonieren verdichtet wird. Sowohl die Dicke des Kiesbetts als auch die Körnung hängen vom Baugrund ab. Die exakten Angaben dazu werden von einem Statiker anhand des Baugrundgutachtens vorgegeben.
Die Wärmedämmung soll vor Wärmeverlusten durch den Boden schützen. Vielfach befindet sich die Dämmung unterhalb der Bodenplatte, ist allerdings auf Wunsch auch von oben möglich.
Dämmmaterialien: Zu den geeigneten Dämmmaterialien zählen neben dem extrudierten Polystyrol-Hartschaum (XPS) Schaumglas wie GLAPOR oder Glasschaumschotter und Polyurethan (PUR/PIR). Wichtig ist, dass die verwendeten Dämmmaterialien druckfest und feuchteunempfindlich sind. Zahlreiche Baufamilien entscheiden sich bewusst für Schaumglasschotter, da dieser nicht nur wasserdicht und druckfest, sondern auch ökologisch ist.
Korrekte Lage: Zusätzlich ist die präzise Verlegung der Dämmmaterialien und der Abdichtung entscheidend, denn nur dann kann die Bewehrung im Anschluss daran korrekt positioniert werden, um Wärmebrücken und Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden.
Die Bewehrung, welche üblicherweise aus zwei Lagen Bewehrungsmatten (oben und unten) mit speziellen Verstärkungen besteht, soll für Stabilität sorgen und zur Rissvermeidung beitragen.
Bewehrungsmatten (Stahlmatten): Diese bestehen aus Baustahl (z. B. Q188 oder Q257) und werden mit zusätzlichen Stäben auf der Ober- und Unterseite der Platte platziert.
Randkörper/Körbe: Zur Querkraftverstärkung werden an den Rändern und Ecken gebogene Matten und Stäbe zur Aufnahme von Schubkräften platziert.
Abstandhalter: Diese sogenannten Distanzhalter oder auch Schlangen fixieren die Bewehrungsmatten, um eine Mindestbetondecke von 3 cm zum Schutz vor Korrosion zu garantieren.
Verbindung: Damit die Matten nicht im Beton schwimmen, werden sie fest miteinander verdrahtet. Dies wird in Fachkreisen als Rödel bezeichnet.
Beton auswählen: Für Bodenplatten wird gemäß der DIN-Normen Beton der Festigkeitsklasse C25/30) oder C16/20 verwendet. Dieser ist druckfest, frostbeständig und lässt sich gut verarbeiten.
Mischen und einbringen: Beim Mischen des Betons ist auf die Herstellerangaben zu achten. Der Beton sollte eine flüssige, aber stabile Konsistenz haben. Im Anschluss daran wird der Beton aus geringer Fallhöhe (max. 1,5 m) eingebracht. Die Fallhöhe ist wichtig, damit es nicht zur Entmischung kommt.
Verdichten und Glätten: Die Betonschicht wird mit einem Rüttler bearbeitet, um Lufteinschlüsse zu entfernen. Danach wird mit einem Abziehbrett die Oberfläche glatt abgezogen und eventuell nachbearbeitet.
Wichtig: Der Beton darf nicht zu schnell austrocknen, da sich Risse bilden. Um dies zu vermeiden, muss die Fundamentplatte eventuell abgedeckt oder regelmäßig gewässert werden.
Glätten: Nach dem Gießen der Fundamentplatte wird die Oberfläche mit einer Richtlatte abgezogen und geglättet, um so die Bodenplatte für den späteren Estrich oder Bodenbelag vorzubereiten.
Nachverdichten: Sollten sich kleine Unebenheiten oder Luftblasen zeigen, müssen diese bei der Nachbehandlung ausgeglichen bzw. entfernt werden. und Luftblasen entfernen
Nachbehandlung: Die Fundamentplatte wird mit einer Plane oder Trennlage zum Aushärten abgedeckt. Bei hohen Temperaturen muss die Fundamentplatte während des Aushärtens regelmäßig bewässert werden.
Estrich und Bodenbelag: Auf die fertig ausgehärtete Fundamentplatte folgt als tragfähige Unterlage der Estrich. Zum Abschluss werden Fliesen, Parkett, Laminat oder Teppich verlegt.
Zu den wesentlichen Faktoren rund um die Bodenplatten zählen die Materialkosten, die Arbeitskosten, zusätzliche Aufwendungen bezüglich der Bodenart sowie Zusatzkosten für verschiedene Maßnahmen, welche vom Bauherren gewünscht werden.
Die Materialkosten für die Bodenplatten umfassen in erster Linie den Beton mit ca. 60 bis 100 Euro pro Kubikmeter, den bewehrungsstahl mit rund 1,20 bis 1,50 Euro pro Kilogramm und den Kies bzw. Splitt mit 15 bis 35 Euro pro Tonne. Nicht zu vergessen sind die Kosten für die Schalung aus Holz mit 17 bis 25 Euro pro Quadratmeter und für die Dämmmaterialien zwischen 60 und 90 Euro pro Quadratmeter.
Die tatsächlichen gesamten Materialkosten werden nicht nur von der Betonklasse, sondern auch von der Größe, Dicke, dem Bewehrungsgrad sowie den regionalen Preisen beeinflusst. Ebenfalls zu den Materialkosten zählen die Transportkosten für die verschiedenen Materialien.
Dazu zählen beim Hausbau die Arbeitskosten für die Erdarbeiten und den Aushub mit rund 30 bis 50 Euro pro Kubikmeter, für das Gießen und Verdichten mit ca. 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter sowie die Schalungs- und Bewehrungsarbeiten, die je nach Komplexität und Qualität bei 15 bis 25 Euro pro Quadratmeter liegen. Nicht vergessen werden dürfen auch die Kosten für die Nachbearbeitung und das Glätten nicht.
Die Kosten für die Bodenplatte sind stark abhängig vom jeweiligen Grundstück und dem Untergrund. Ein Bodengutachten ist Pflicht und kostet zwischen 500 und 2.000 Euro. Damit wird die Beschaffenheit des Bodens geprüft. Je nach Bodenart wie etwa Sand, Lehm oder Fels beeinflusst dies den Arbeitsaufwand. Ist ein Bodenaustausch erforderlich, erhöhen sich die Kosten der Erd- und Aushubarbeiten um etwa 50 bis 100 Euro pro Kubikmeter.
Bei einem Grundstück in Hanglage sind in den meisten Fällen Zusatzmaßnahmen erforderlich, die ebenfalls die Kosten in die Höhe treiben. Ähnliches gilt auch bei einem hohen Grundwasserstand, denn dann müssen das Fundament sowie die Abdichtung speziell angepasst werden.
Zusatzkosten entstehen durch besondere Abdichtungsmaßnahmen bei extremer Feuchtigkeit, schwierigen Bodenverhältnissen oder bei speziellen Frostschutzmaßnahmen. Auch eine aufwändige Statik sowie nachträgliche Abdichtungen können die Kosten für die Bodenplatte erhöhen.
Wünscht der Bauherr die Vorbereitung für Hausanschlüsse wie Wasser, Strom und Abwasser, erhöht dies ebenfalls die Kosten.
Gerade zu Beginn der Bauarbeiten fragen Baufamilien sich oft mit welchen durchschnittlichen Kosten sie für ihr Traumhaus inklusive der Bodenplatte rechnen müssen. Das Fertighaus gilt hierbei als attraktive und kostengünstige Lösung. Auch wenn der Preis beim Fertighaus im ersten Moment transparent erscheint, sollte der Blick in die Details nicht vernachlässigt werden. Wer mehr darüber wissen möchte, der sollte sich unsere Website mit den Fertighaus Preisen genauer anschauen.
Als allgemeine Richtwerte für die Preise einer Bodenplatte bei einem Einfamilienhaus kann mit Kosten von 100 bis 200 Euro pro Quadratmeter ausgegangen werden. Entscheidend bei den Kosten ist nicht nur die Dicke der Bodenplatte, sondern auch die verwendeten Materialien, die Ausführung und zu guter Letzt auch die Bodenbeschaffenheit.
Ebenfalls bei den Kosten berücksichtigt werden müssen die Aufwendungen für Dämmmaßnahmen und die Abdichtung.
Bei den Preisen ist selbstverständlich auch die Bauart entscheidend. Eine Bodenplatte ohne Keller ist zwangsläufig günstiger, da nicht nur weniger Material benötigt wird, sondern auch der Arbeitsaufwand deutlich geringer ist.
Bauherren, die sich für Bodenplatten aus Fertigteilplatten entscheiden, können ebenfalls bei den Kosten sparen. Allerdings sollten sie sich vorher über die Transportkosten informieren, da diese aufgrund der Größe und Schwere der Platten unterschiedlich hoch ausfallen können.
Wesentlicher Unterschied ist, dass das Kellerfundament einen Teil eines Kellers mit Wänden und Decken darstellt und somit zusätzlichen Raum bietet. Das Kellerfundament wird in den Boden eingegraben, während es sich bei der Bodenplatte um eine einfache, tragende Fundamentplatte handelt.
Sowohl die Bodenplatte als auch der Keller haben Vor- und Nachteile, die Bauherren vor dem Bau eines Gebäudes kennen sollten.
| Vorteile | Erläuterung | Nachteile | Erläuterung | |
| Bodenplatte | Kostenersparnis | Die Bodenplatte Kosten liegen deutlich unter denen eines Kellers. | keine zusätzliche Fläche | Verzicht auf Stauraum und dergleichen |
| kürzere Bauzeit | Im Vergleich zum Keller schneller, da der Kellerbau komplett entfällt. | Schwierige Reparaturen | Kommt es zu Mängeln oder Schäden, lassen diese sich nur schwer oder gar nicht beheben. | |
| Energieeffizienz | Bessere Wärmeisolierung, weniger Wärmeverlust, niedrigere Heizkosten | Bodenbeschaffenheit | Durch schwierige Untergründe können sich die Kosten erhöhen. | |
| Barrierefreiheit | ebenerdiges bauen möglich | |||
| geringere Gefahr von Feuchtigkeit | bei korrekter Ausführung zuverlässiger Schutz vor Grundwasser und Feuchtigkeit | |||
| gleichmäßigere Lastverteilung | Gewicht des Gebäudes wird gleichmäßig auf den Baugrund verteilt | |||
| Keller | Mehr Platz | zusätzliche Fläche für Haustechnik und dergleichen | Hohe Kosten | Deutlich höhere Baukosten |
| effiziente Grundstücksnutzung | mehr Wohn- und Nutzfläche auf kleiner Grundfläche | Feuchtigkeitsrisiko | bei schlechter Abdichtung drohen Feuchtigkeit, Schimmel und Bauschäden | |
| Wertsteigerung | Ein Haus mit Keller hat oft einen höheren Marktwert. | Längere Bauzeit | gesamte Bauzeit verlängert sich durch den Kellerbau | |
| Energieverlust | Wurde nicht optimal gedämmt, kann es zu Wärmebrücken kommen. |
Die endgültige Entscheidung ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu zählen beim Grundstück die Bodenbeschaffenheit, das Grundwasser und ob es sich um eine Hanglage handelt. Ebenso wichtig für die Entscheidung ist der zukünftige Raumbedarf, den Baufamilien haben sowie deren zur Verfügung stehendes Budget.
Um eine faktenbasierte Entscheidung treffen zu können, ist ein Bodengutachten unerlässlich, denn dadurch lassen sich die Baugrundverhältnisse klären.
Es gibt eine Vielzahl von Aspekten, die bereits beim Planen der Bodenplatte berücksichtigt werden müssen. Neben der Statik und Traglast sind das die Dämmung und die Energieeffizienz sowie ein entsprechender Feuchtigkeitsschutz und die verschiedenen Hausanschlüsse.
Für die Punkte Traglast und Statik muss zwingend ein Statiker herangezogen werden, der die spezifischen Lasten wie Hausgewicht, Wind und Schnee sowie die Tragfähigkeit des Bodens berechnet, um eine korrekte Dimensionierung festzulegen. Die Dicke der Bodenplatten variiert und liegt üblicherweise bei einem Massivhaus bei 40 cm und bei Fertighäusern bei 30 cm. Die Bewehrung der Bodenplatte muss exakt nach Plan erfolgen. Auch dieser Plan wird vom Statiker erstellt. Entscheidend für die Druckfestigkeit ist die geeignet Betonklasse wie etwa C25/30, welche ebenfalls durch den Experten bestimmt wird.
Bei der Dämmung und für die Energieeffizienz muss auf einen korrekten Aufbau der Bodenplatte geachtet werden. Als Perimeterdämmung sind direkt unter der Bodenplatte zum Beispiel XPS-Hartschaumplatten oder andere spezielle druckfeste Dämmstoffe gesetzlich vorgeschrieben. So wird der Boden des Gebäudes komplett von unten abgeschottet. Um die gesetzlichen Anforderungen der GEG zu erfüllen, ist es wichtig, dass ein U-Wert von < 0,35 W/m²K eingehalten wird.
Um Frostschäden zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Bodenplatte mindestens 60 cm tief liegt oder die Dämmung mehr als 1 m nach außen geführt wird. Zusätzlich muss aufgrund von Wärmebrücken darauf geachtet werden, dass der Dämmkörper durchgängig und ohne Unterbrechungen ist. Dies gilt besonders für die Ränder, weshalb hier eine fachgerechte Abdichtung inklusive der Übergänge erforderlich ist.
Baufamilien arbeiten bei der Bodenplatte für ein Haus am besten mit einem Energieberater zusammen, um die Planung zu optimieren und Förderungen im Rahmen der Energiebilanz nutzen zu können.
Zu den wesentlichen Aspekten rund um den Feuchtigkeitsschutz zählt die Abdichtungstechnik. Entscheidend hierbei sind die nahtlose und überlappende Verarbeitung der Bahnen sowie sorgfältig ausgeführte Anschlüsse an den Wänden. Ebenso wichtig ist die Materialwahl bei den Abdichtungssystemen, welche abhängig von der Bodenbeschaffenheit und dem Grundwasser sind. Damit es nicht zu Ansammlungen von Regenwasser kommt, muss auf eine entsprechende Drainage geachtet werden.
Sämtliche Rohre und Leitungen müssen exakt nach Plan verlegt werden, bevor der Beton für das Bauteil gegossen wird.
Damit gilt zu beachten, dass sämtliche Rohre für Versorgungsleitungen wie Wasser, Strom und Telekommunikation als Leerrohre in einem Stück und ohne Muffen unter der Bodenplatte verlegt werden. Damit es später nicht zu Schäden kommt, müssen die Leerrohre in einem Mindestradius von einem Meter hoch geführt werden. An den Punkten, wo die Rohre durch die Bodenplatte dringen, müssen spezielle Futterrohre eingesetzt werden, da diese einen wasserdichten Abschluss zum Beton garantieren. Bei den Arbeiten darf der Einbau des Fundamenterders (Erdungseisen) nicht vergessen werden.
Bei der Dämmung der Bodenplatte handelt es sich um eine mehrschichtige Konstruktion, welche wahlweise unter der Bodenplatte als Perimeterdämmung oder auf der Bodenplatte als Thermosohle angebracht wird. Die Konstruktion selbst besteht aus einer Sauberkeitsschicht, der Abdichtung, einer druckfesten Dämmung sowie einer Trennlage. Dadurch lassen sich Wärmeverluste in den Boden verhindern, Feuchtigkeit abhalten und die geforderten Energieeffizienzstandards einhalten.
Diese wird auch als Perimeterdämmung bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine gängige Methode im Neubau, bei der hoch druckfeste Materialien wie XPS (extrudiertes Polystyrol) oder Schaumglas direkt unter der Bodenplatte auf der Sauberkeitsschicht verlegt werden. Dadurch lassen sich sowohl Wärmeverluste als auch Schimmelbildung des Gebäudes verhindern. Das Ganze wird mit einer PE-Folie gegen die sogenannte Zementmilch geschützt.
Auch diese wird als Perimeterdämmung bezeichnet, erfolgt jedoch außen an der kante der Bodenplatte. Als Materialien kommen druckfeste und wasserabweisende Baustoffe wie XPS- oder Schaumglasplatten zum Einsatz. Dadurch lassen sich Wärmebrücken vermeiden.
Die Dämmung wird dabei direkt an der Betonkante angebracht. Zum Einsatz kommt dabei sehr oft ein Anwinkel an der Unterseite, um so eine durchgehende Dämmschicht mit der horizontalen Dämmung zu garantieren, damit das komplette Bauteil vor Kälte und Feuchtigkeit geschützt ist.
Wichtig dabei ist, dass die seitlichen Dämmmaßnahmen die gesamte Dicke der Bodenplatte abdecken und nahtlos an die unteren Dämmmaßnahmen anschließen müssen. Nur so können Wärmebrücken vermieden werden.
Geeignet sind hierfür in erster Linie feuchtigkeitsresistente und druckfeste Materialien wie zum Beispiel XPS-Hartschaum (extrudierter Polystyrol-Schaum) und Schaumglas (Platten oder Schotter). Diese halten dem direkten Erdkontakt sowie den hohen Lasten stand. Geeignet sind auch PUR-Platten (Polyurethan). Diese bieten sehr gute Werte, sind jedoch deutlich teurer. Zu den nachhaltigen Alternativen zählen Holzfaserplatten und Schaumglasschotter aus Recyclingglas.
Baufamilien sollten im eigenen Interesse und für ein erfolgreiches Bauvorhaben die folgenden Tipps beherzigen.
Angebote einholen und vergleichen
Es müssen mehrere detaillierte Angebote eingeholt werden. Wichtig dabei ist, dass nicht nur auf den Preis geachtet wird. Viel wichtiger sind der Leistungsumfang wie etwa Erdarbeiten, Dämmmaßnahmen, Bewehrung und dergleichen. Dabei muss auch auf versteckte Kosten wie Abfall oder Baustrom geachtet werden.
Baufamilien sollten stets das Kleingedruckte prüfen und statt auf Rabatte auf Mehrleistungen bestehen. Bei Unsicherheiten bzw. um die Qualität zu garantieren, sollte ein Bausachverständiger zu rate gezogen werden.
Fachunternehmen auswählen
Des Weiteren sollte nur mit einem Fachunternehmen wie etwa Glatthaar zusammengearbeitet werden, denn die Bodenplatte ist nicht nur ein Kostenpunkt beim Hausbau, sondern das Fundament für das neue Eigenheim.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Referenzen der verschiedenen Unternehmen zu überprüfen und dabei neben der Qualifikation auch auf Zertifikate zu achten.
Bauleitung und Kontrolle vor Ort
Während der Bauarbeiten am Fundament des Gebäudes sind regelmäßige Kontrollen durch einen unabhängigen Bausachverständigen wichtig. Dieser wird die einzelnen Arbeitsschritte akribisch dokumentieren und bei Mängeln sofort einschreiten.
Wenn es um das Fundament, also die Bodenplatte eines Gebäudes geht, müssen Baufamilien ihre eigenen Wünsche hinterfragen. Entscheidend ist, ob das Haus ohne oder mit Keller gebaut werden soll. Bei Letzterem ist die Kellerbodenplatte entscheidend.
Entscheiden sich Baufamilien für eine einfache Bodenplatte, können sie im Vergleich mit einer hochwertigen Thermobodenplatte viel Geld sparen. Kommt es auf dem Grundstück zu Problemen mit dem Grundwasser oder gar Hochwasser, dann ist die Bodenplatte die beste Lösung, damit Keller erst gar nicht volllaufen können.
Abschließend ist festzuhalten, dass neben der Wahl der passenden fundamentarten auch Aspekte wie frostschürze, stahlbeton, ein sorgfältig erstellter fundamentplan, die Einhaltung jedes relevanten gesetzes sowie die Abstimmung auf die vorhandene grundfläche maßgeblich darüber entscheiden, ob die Bodenplatte dauerhaft standsicher, normgerecht und wirtschaftlich umgesetzt werden kann.
Im Schnitt bewegen sich die Bodenplatte-Kosten zwischen 100 und 150 Euro pro m². Allerdings können die Preise je nach Dicke, Dämmmaßnahmen und Baugrund variieren, sodass auch 300 Euro pro m² möglich sind.
Neben der Größe und der Dicke sind für die Bodenplatte-Kosten die Bodenbeschaffenheit, das verwendete Material, die Erdarbeiten, die Schalungs- und Arbeitskosten sowie gewünschte Zusatzleistungen entscheidend.
Dies hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Für nicht tragende Zwecke reicht eine Dicke von 10 cm, während tragende Bodenplatten bei größeren Gebäuden eine Mindestdicke von 30 bis 35 cm haben sollten.
Entscheidend dabei sind die verwendeten Materialien. Diese müssen in jedem Fall druckfest und feuchtigkeitsresistent sein.
Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Entscheidend sind das vorhandene Budget, der Platzbedarf, die Bodenbeschaffenheit sowie die spätere Nutzung.
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ISOWOOD ist beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin bauaufsichtlich zugelassen und mit dem Ü-Zeichen zertifiziert. Die Produktion des Dämmstoffes wird zwei Mal jährlich fremd überwacht und zertifiziert. Bei der werkseigenen Produktionskontrolle wird bei jedem Bauvorhaben eine Dämmstoffprobe entnommen und im eigenen Labor untersucht und dokumentiert. So wird eine gleichbleibende Qualität garantiert.
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