Tim Kirchhoff Immer öfter möchten angehende Bauherren sich den Traum vom individuellen Eigenheim erfüllen. Doch rund um das Bauvorhaben müssen eine Reihe von Vorgaben beachtet werden, die der Laie nicht kennen kann. Aus diesem Grund ist es ratsam, mit einem Architekt zusammenzuarbeiten. Ein gutes Vertrauensverhältnis sowie offene Kommunikation zwischen Bauherr und Architekt sind entscheidend für einen reibungslosen Ablauf des Bauprojekts.
Mit Recht wird hierbei die Frage gestellt, wie man einen guten Architekten finden soll. Dabei sollte ein Architekt stets die Interessen des Bauherrn vertreten und unabhängig von Dritten handeln. Mit dem folgenden Ratgeber möchten wir Bauherren wichtige Tipps und Informationen rund um das Thema geben.
Kompetenz und Chemie sind entscheidend: Der gute Architekt überzeugt auf der einen Seite durch seine fachliche Kompetenz und auf der anderen Seite durch seine Sympathie und die Möglichkeit, auf die Wünsche seiner Kunden einzugehen und so deren Vertrauen zu gewinnen.
Wünsche und Leistungsumfang klar definieren: Bereits beim ersten Gespräch ist es wichtig, seine Wünsche, um das Eigenheim klar zu definieren und somit auch den Leistungsumfang zu bestimmen.
Transparente Preisstrukturen und Referenzprojekte: Architekten zeigen in der Regel gerne ihre Referenzprojekte, da dies ihre Kreativität unterstreicht. Ebenso wichtig ist es aber auch, dass sie ihre Preisstrukturen transparent halten.
Schon lange bevor der Traum von den eigenen vier Wänden Wirklichkeit werden soll, haben Bauherren erste Vorstellungen von ihrem Traumhaus. Damit diese möglichst 1 : 1 umgesetzt werden können bzw. um weitere Inspirationen zu bekommen, ist es ratsam, mit einem erfahrenen Architekten zusammenzuarbeiten, der rund um das Wohnen, die Architektur, das Design und den Lebensstil der Familie in Einklang bringen kann. Im Folgenden möchten wir aufzeigen, welche Eigenschaften der Architekt hierzu mitbringen sollte.
Ein Architekt sollte über eine fundierte Ausbildung verfügen und in die Architektenliste der zuständigen Architektenkammer eingetragen sein, da dies als Nachweis der Qualifikation und Seriosität dient. Zusätzlich ist es wichtig, dass der Architekt Erfahrung mit ähnlichen Bauprojekten sowie den lokalen Bauvorschriften hat. Wichtig sind zudem Kenntnisse der HOAI, aktueller Bauvorschriften und der Umgang mit Behörden.
Gute Architekten entwickeln funktionale und ästhetische Konzepte, die sowohl den Wünschen der Bauherren als auch den baulichen Anforderungen entsprechen. Eine übersichtliche Darstellung bisheriger Projekte unterstreicht dabei ihre Kreativität und Planungsfähigkeit. Dazu gehören räumliches Vorstellungsvermögen, gestalterisches Talent und die Fähigkeit, nachhaltige Lösungen zu planen. Die Innenarchitektur ist ein wichtiger Bestandteil der Fachkompetenz eines Architekten und zeigt dessen Vielseitigkeit sowie spezielles Know-how im Umgang mit Raumgestaltung.
Der Architekt fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen Bauherren, Planern und Bauunternehmen. Daher ist es entscheidend, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln, Anforderungen korrekt umzusetzen und Konflikte lösungsorientiert zu klären.
Ein überzeugendes Portfolio mit realisierten Projekten zeigt die Erfahrung und Arbeitsweise des Architekten. Besonders wichtig sind nachvollziehbare Beispiele von der Planung bis zur Umsetzung sowie ein klarer Fokus auf Qualität.
Bevor Sie mit der eigentlichen Architektensuche starten, lohnt es sich, einige grundlegende Überlegungen anzustellen und gezielt Vorbereitungen zu treffen. So schaffen Sie die optimale Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und stellen sicher, dass Ihr Bauvorhaben von Anfang an auf soliden Füßen steht. Die folgenden Schritte helfen Ihnen dabei, Ihre Wünsche, Anforderungen und Rahmenbedingungen klar zu definieren und die passenden Architektinnen und Architekten für Ihr Projekt zu finden.
Ziele und Anforderungen festlegen: Überlegen Sie sich genau, was Sie von Ihrem zukünftigen Haus oder Bauvorhaben erwarten. Welche Funktionen, Raumaufteilungen und architektonischen Besonderheiten sind Ihnen wichtig? Notieren Sie Ihre Wünsche und Prioritäten – das erleichtert später die Kommunikation mit dem Architekturbüro und sorgt für eine zielgerichtete Planung.
Zeitplan erstellen: Definieren Sie, wann Sie mit der Planung und dem Bau beginnen möchten und welche Meilensteine Ihnen wichtig sind. Ein realistischer Zeitrahmen hilft Ihnen und dem Architekten, das Projekt effizient zu strukturieren und Verzögerungen zu vermeiden.
Budgetrahmen bestimmen: Setzen Sie sich ein klares Budget für Ihr Bauvorhaben. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur die Baukosten, sondern auch Honorare für Architekten und Ingenieure, Kosten für Genehmigungen, Materialien und eventuelle Zusatzleistungen. Ein transparenter Kostenrahmen ist die Grundlage für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fachrichtungen und Leistungen recherchieren: Informieren Sie sich über die verschiedenen Fachrichtungen in der Architektur: Benötigen Sie einen klassischen Architekten für den Hochbau, einen Innenarchitekten für die Raumgestaltung oder eine Landschaftsarchitektin für die Außenanlagen? Je nach Vorhaben kann die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Experten sinnvoll sein.
Datenschutz und Privatsphäre-Einstellungen prüfen: Gerade bei der Nutzung von Architekten-Websites und Online-Plattformen sollten Sie auf den Umgang mit Ihren Daten achten. Informieren Sie sich, wie Ihre Privatsphäre geschützt wird, welche Privatsphäre-Einstellungen Sie vornehmen können und wie Ihre IP-Adresse sowie persönliche Informationen verarbeitet werden. Seriöse Architekturbüros legen Wert auf transparente Datenschutzrichtlinien.
Architekten in Ihrer Nähe suchen: Eine gute Erreichbarkeit erleichtert die Abstimmung und die persönliche Zusammenarbeit. Nutzen Sie Online-Suchfunktionen, Architektenlisten und regionale Netzwerke, um Architekten und Architektinnen in Ihrer Nähe zu finden. Viele Büros präsentieren ihre Leistungen, Referenzen und Projekte auf ihrer Website oder in sozialen Medien.
Bewertungen und Referenzen lesen: Schauen Sie sich Erfahrungsberichte anderer Bauherren an und prüfen Sie Referenzprojekte. So gewinnen Sie einen Eindruck von der Arbeitsweise, Zuverlässigkeit und Kreativität des Architekten. Achten Sie dabei auf Projekte, die Ihrem eigenen Bauvorhaben ähneln.
Preise und Leistungen vergleichen: Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie die Leistungen und Kosten der verschiedenen Architekturbüros. So finden Sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und können gezielt auf Ihre Wünsche und Ihr Budget eingehen.
Mit einer sorgfältigen Vorbereitung schaffen Sie die ideale Grundlage für die Architektensuche und die spätere Zusammenarbeit. Informieren Sie sich zudem über aktuelle Technologien und Trends in der Architektur, um Ihr Haus oder Bauvorhaben zukunftssicher zu gestalten. Experten wie Tobias Beuler unterstützen Sie gerne mit wertvollen Tipps und Empfehlungen rund um die Wahl des passenden Architekten.
Die Architektensuche erfordert eine Mischung aus systematischer Suche und persönlichem Baugefühl. Bei der Auswahl eines Architekten sollten die Interessen des Bauherrn hinsichtlich Design, Stil und Funktionalität unbedingt berücksichtigt werden. Verschiedene Medien wie Presse, Zeitung und soziale Medien können bei der Recherche nach passenden Architekturbüros wertvolle Informationen liefern. Die Presse spielt dabei eine wichtige Rolle, da sie erfolgreiche Projekte präsentiert und Hintergrundinformationen über Architekten bereitstellt. Da Bauprojekte oftmals über Jahre andauern, ist es wichtig, dass von Anfang an eine vertrauensvolle Basis zwischen Architekt und Bauherr vorhanden ist. Im Folgenden möchten wir Bauherren Tipps für die Suche nach dem richtigen Architekten/Architektin geben.
Durch eine gezielte Netzwerknutzung und Empfehlungen lässt sich die Architektensuche deutlich effizienter gestalten. Anbei die besten Strategien:
Architektenkammer nutzen: Die Architektenkammern bieten Suchfunktionen an, um den richtigen Architekten/Architektin in der Nähe zu finden.
Empfehlungen & Referenzen: Nachfragen im Bekanntenkreis, in der Familie oder bei Nachbarn, die bereits gebaut haben, sind sehr hilfreich. Anhand von Bewertungen und Referenzprojekten im Internet sind sie hilfreich, um die Qualität und Arbeitsweise des Architekten beurteilen zu können.
Baunetzwerke & spezielle Plattformen: Online-Plattformen vernetzen Bauherren und Experten. Besonders Architekturnetzwerks dienen als Plattform für die Vermittlung und Zusammenarbeit von Architekten, wodurch vielfältige Bauprojekte durch gemeinsame Ressourcen und Fachkompetenz realisiert werden können.
Veranstaltungen nutzen: Veranstaltungen wie „Tag der Architektur“ der jeweiligen Architektenkammer sind hilfreich, um Architekturbüros kennenzulernen und deren Arbeit live zu erleben.
Die Suche nach dem richtigen Architekten lässt sich heutzutage effizient über Online-Recherchen und spezielle Plattformen gestalten. Neben den offiziellen Architektenkammern bieten spezialisierte Vermittlungsportale und Datenbanken die Möglichkeit, Architekturbüros nach deren Fachrichtung, Stil und Region zu filtern. Zusätzlich sollten Büro-Websites genutzt werden, um gebaute Beispiele und Projektarbeiten eines Architekturbüros einzusehen und so einen Eindruck von deren Qualität und Erfahrung zu gewinnen.
Das Erstgespräch ist ein wichtiger Schritt, um Arbeitsweise und persönliche Chemie mit dem Architekten zu prüfen.
Bauherren sollten vorab zentrale Punkte wie Budget, Hausgröße, Raumaufteilung und Energiestandard klären und relevante Unterlagen (z. B. Bebauungsplan, Lageplan, Finanzierungszusage) bereithalten. Eine Wunschliste mit Skizzen oder Beispielen kann zusätzlich helfen, die eigenen Vorstellungen zu verdeutlichen.
Im Gespräch geht es darum, den Planungsansatz zu verstehen, offene Fragen zu klären und die nächsten Schritte festzulegen – etwa einen Folgetermin oder erste Informationen zu Honorar und Vertragsbedingungen.
Beim ersten Gespräch mit den Architektinnen und Architekten sollten Bauherren beachten, dass bestimmte Kriterien wie Preis, Qualität, Erfahrung und Kommunikation bei der Auswahl eines guten Architekten entscheidend sind. Entsprechend sollten Fragen zur Erfahrung bzw. Referenzen, dem Planungsprozess, den Leistungsphasen gemäß der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), der Kostensicherheit in Bezug auf die Einhaltung des Budgets sowie der Kommunikation gestellt werden.
Neben den Fragen zur Erfahrung mit ähnlichen Bauprojekten spielen der Stil und die Philosophie der Architektinnen und Architekten eine entscheidende Rolle, da hier klar wird, wie die Experten mit Änderungen und Sonderwünschen des Bauherren umgehen.
Ebenso wichtig sind die folgenden Projekt- und Grundstücksspezifische Fragen:
Machbarkeit: Lässt sich das gewünschte Hauskonzept auf dem vorhandenen Grundstück umsetzen?
Bebauungsplan: Welche spezifischen Vorgaben in Bezug auf Dachform, Höhe, Geschossigkeit und dergleichen müssen beachtet werden?
Grundstücksanalyse: Gibt es Besonderheiten des Grundstücks wie Bodenbeschaffenheit, Ausrichtung oder Erschließung, welche die Planung des Bauvorhabens beeinflussen können?
Bauvoranfrage: Muss für die Realisierung rund um das Haus eine Bauvoranfrage bei der zuständigen Behörde gestellt werden, um eventuelle Risiken zu minimieren?
Rund um die Gesamtkosten für das Bauvorhaben müssen im Vorfeld mit dem Architekt bzw. dem Architekturbüro ein paar grundlegende Fragen geklärt werden.
Seit 2021 sind die Mindest- und Höchstsätze der HOAI nicht mehr verbindlich, das heißt, die Honorare für Architekten sind grundsätzlich frei verhandelbar. Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) bietet weiterhin eine Orientierung für die Kosten, ist jedoch seit 2019 nicht mehr verbindlich. Es wird empfohlen, die Vergütung für Architekten immer schriftlich festzuhalten, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Kosten für einen Architekten können zudem durch die Art der Beauftragung beeinflusst werden, zum Beispiel durch eine vollständige Beauftragung oder Teilaufträge.
Zum einen geht es darum, ob das Architektenhonorar nach der HOAI-Tabelle oder auf Stundenbasis berechnet wird. Ebenfalls wichtig in diesem Zusammenhang ist, eventuell anfallenden Nebenkosten (Fahrtkosten, Telefonkosten usw.) im Vorfeld zu klären. Dies gilt im Übrigen auch für Zusatzleistungen, da diese unter Umständen separat berechnet werden.
Bauherren sollten grundsätzlich eine detaillierte Kostenschätzung nach DN 276 fordern, in der die Grundlagen des Architektenhonorars aufgeschlüsselt werden. Dazu gehören unter anderem die Honorarzone (I -V) sowie die konkreten Leistungen (Leistungsphasen 1 – 9). Des Weiteren muss mit dem Architekt geklärt werden, welche Kosten nicht in den anrechenbaren Kosten für den Hausbau enthalten sind
Um Zeitplan und Bauleitung abzusichern, sollten Bauherren spezifische Fragen an das Architekturbüro stellen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Fragen wichtig sind.
| Fragen Zeitplan | Erläuterung | Fragen Bauleitung (Leistungsphase 8 HOAI) | Erläuterung |
| Wie realistisch ist der gewünschte Einzugstermin in das Haus? | Bauherren sollten auf einen groben Zeitrahmen für die einzelnen Phasen (Planung, Genehmigung, Ausschreibung, Bau) bestehen. | Übernimmt der Architekt die Bauleitung persönlich | Wichtig für den richtigen Ansprechpartner |
| Meilensteine im Zeitplan | Dazu zählen Einreichen des Bauantrags, Baubeginn, Richtfest, Einzug. | Wie häufig wird die Baustelle besucht? | Der Architekt muss die Arbeiten regelmäßig kontrollieren - nicht zwingend täglich |
| Gibt es Pufferzeiten? | Insbesondere für witterungsbedingte Verzögerungen und für Lieferengpässe | Wie werden Mängel dokumentiert? | Wichtig für eventuelle Nachbesserungen. |
| Fragen zum Baugenehmigungsverfahren | Dauer, da dies für die Planung der Finanzierung entscheidend ist | Wird ein Bautagebuch geführt? | Zugänglichkeit für Bauherren möglich. |
In Deutschland richtet sich das Honorar für Architekten in der Regel nach der Honorarverordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Für einen vollständigen Architektur-Auftrag mit den Leistungsphasen 1 bis 9 kann das Architektenhonorar ca. 10 bis 15 % der Baukosten betragen. Maßgeblich hierfür sind die anrechenbaren Kosten des Bauwerks gemäß DIN 276.
Die Abrechnung nach HOAI erfolgt verbindlich aus den anrechenbaren Kosten eines Bauvorhabens, der Honorarzone (Schwierigkeitsgrad), der Honorarstufe sowie den erbrachten Leistungsphasen. Die Tabelle zeigt die wichtigen Komponenten bei der HOAI-Abrechnung:
| Komponenten | Informationen |
| Anrechenbare Kosten | Grundlage hierfür sind die Nettobaukosten gemäß DIN 276, welche in Kostengruppen (KG) wie etwa 300 für Bauwerk und 400 für Technologien unterteilt werden. |
| Honorarzonen (I - V) | Einstufung nach Schwierigkeit; Das Einfamilienhaus liegt meist in der Zone 3 oder 4. |
| Leistungsphasen 1 - 9 | Von der Grundlagenermittlung (2 %) bis zur Objektbetreuung (3 %) wird das Honorar für den Architekt nach Baufortschritt prozentual berechnet. |
| Umbauzuschlag | Bei Bauten im Bestand ist ein Zuschlag von 20 bis 80 % möglich. |
| Prüffähigkeit | Die Abrechnung muss alle Leistungsphasen, anrechenbare Kosten und Honorarzonen nachvollziehbar ausweisen. |
Grundsätzlich sorgt die HOAI für eine transparente Berechnung rund um das Traumhaus. Gleichzeitig bietet sie aber auch Spielräume für gesonderte Vereinbarungen. Aus diesem Grund wird ein schriftlicher Architektenvertrag, der sowohl die Leistungsphasen als auch die Honorarberechnung festlegt, für Bauherren dringend empfohlen.
Bauherren können beim Hausbau gezielt Kosten sparen – vor allem durch eine effiziente Planung und klare Absprachen mit dem Architekten.
Architektenhonorar verhandeln: Seit der HOAI-Neuregelung sind Honorare frei verhandelbar. Zudem können einzelne Leistungsphasen ausgelassen oder der Leistungsumfang reduziert werden. Auch Pauschalangebote bieten Einsparpotenzial.
Kompakt und effizient planen: Ein optimierter Grundriss und eine kompakte Bauweise (z. B. ohne Erker, Balkone oder komplexe Dachformen) reduzieren die Baukosten erheblich.
Planung frühzeitig festlegen: Je früher Details definiert werden, desto geringer ist das Risiko teurer Änderungen während der Bauphase.
Im Idealfall wird der Architekt beauftragt, sobald es konkrete Ideen für ein Bauvorhaben oder eine Sanierung gibt. Spätestens nach dem Grundstückskauf sollte die Zusammenarbeit mit einem Architekten in Betracht gezogen werden.
| Gründe für die Zusammenarbeit mit einem Architekten | Einblicke |
| Grundstückssuche bzw. Grundstückskauf | Der erfahrene Architekt kann das Grundstück vor Potenziale rund um das Bauvorhaben prüfen. |
| Individuelle Planung | Wenn maßgeschneiderte Lösungen bei der Architektur oder bei energetischen Sanierungen geplant sind, ist die Zusammenarbeit mit einem Architekten ratsam. |
| Baurechtliche Bestimmungen | Bei komplexen Vorhaben (Hochbau, Tiefbau usw.) bei denen die Statik, Bauvorschriften und Nutzungsänderungen betroffen sind |
| Zeitnot & Entlastung | Bauherren, denen die Zeit für die Koordination und Überwachung der Bauunternehmen fehlt, bietet die Zusammenarbeit mit einem Architekten in Bezug auf die Bauleitung eine Reihe von Vorteilen. |
| Kostenkontrolle | Durch exakte Planungen kann der Architekt die Gesamtkosten schätzen und im Rahmen von Ausschreibungen minimieren. |
Die Zusammenarbeit mit einem Architekten ist wesentlicher Bestandteil für die erfolgreiche Realisierung rund um das neue Haus. Bauherren sollten dabei darauf achten, dass wirklich alles an relevanten Unterlagen wie Rechnungen, Verträge und Genehmigungen vollständig und sorgfältig dokumentiert und aufbewahrt wird, um einen reibungslosen Ablauf sowie spätere Nachforschungen oder Mängelbeseitigungen zu gewährleisten. Der Architekt ist dabei verantwortlich für die Dokumentation des gesamten Bauprozesses. Die verschiedenen Services und Dienstleistungen eines Architekten umfassen Beratung, Planung, Projektmanagement und Bauleitung, wodurch eine umfassende Betreuung der Bauherren sichergestellt wird. Die folgenden Tipps sollten von Bauherren im eigenen Interesse beachtet werden.
Ganz wichtig ist es, den Vertrag mit einem Architekten bis ins Detail zu prüfen. Da es sich beim Architektenvertrag um einen Werkvertrag handelt, ist es wichtig, dass der Vertrag den aktuellen HOAI-Regelungen entspricht. So muss der Architekt den Bauherren unter anderem über das anfallende Honorar belehren. Ebenso sollten die Rechte der Parteien, wie etwa Nutzungs- oder Leistungsrechte, ausdrücklich im Vertrag aufgenommen werden, um die Zusammenarbeit rechtlich abzusichern.
Ebenso wichtig ist es, auf eine präzise Beschreibung der Leistungen des Architekten zu achten. Dies gilt im Besonderen für die Leistungsphase 8 (Bauleitung). Zusätzlich sollte mit dem Architekt vereinbart werden, dass er für die Einhaltung des Budgets haftet. Dies hilft, Kostenüberschreitungen zu vermeiden. Des Weiteren muss die Haftungshöhe bei Planungs- und Bauleitungsfehlern geklärt werden.
Und last but not least sollten die Kündigungsbedingungen geregelt werden, falls es mit der Zusammenarbeit nicht funktioniert.
Gemeint ist damit das Bautagebuch, welches bei Mängeln und Bauverzögerungen ein wichtiges Beweismittel ist.
Der Architekt kann vertraglich zur Führung des Bautagebuches verpflichtet werden. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, kann das Honorar gekürzt werden. Das Bautagebuch sollte folgende Punkte enthalten:
Wetterbedingungen (wichtig für die Betonage/Außenarbeiten)
Anzahl der Mitarbeiter der Handwerker
Täglicher Baufortschritt
Mängel, Behinderungen, Planungsfehler, fehlende Vorleistungen
Anordnungen des Architekten an die Handwerker
Die Zusammenarbeit mit dem Architekten erfordert eine solide Absicherung, da der Bau des neuen Hauses hohe finanzielle Risiken bergen kann. Die unterschiedlichsten Versicherungen schützen sowohl den Bauherr vor Schäden als auch den Architekt vor Haftungsansprüchen.
Zu den Versicherungen für den Bauherr gehören:
Bauherrenhaftpflichtversicherung: Essenziell wichtig, da der Bauherr für Schäden auf der Baustelle haftet.
Bauleistungsversicherung: Schützt vor unvorhersehbaren Schäden am Haus, welche durch Sturm, Hagel, Vandalismus oder Graffiti während der Bauzeit entstehen. Vielfach ist auch der Diebstahl von fest verbauten Materialien abgedeckt.
Feuerrohbauversicherung: Diese deckt Brandschäden am Rohbau ab und ist in der Regel Voraussetzung für die Finanzierung.
Bauherrenrechtsschutzversicherung: Empfehlenswert bei Streitigkeiten mit Unternehmen oder dem Architekten, da von ihr Anwaltskosten sowie Gebühren für Gutachter und Gerichte übernommen werden.
Für die Absicherung durch den Architekten gibt es die Berufshaftpflichtversicherung, über die jeder seriöse Architekt verfügen sollte. Sie schützt ihn bei Fehlern in der Planung, Beratung oder bei der Bauüberwachung. Mit ihr werden Personen-, Sach- und Vermögensschäden gegenüber Dritten gedeckt, welche aus den erwähnten Fehlern resultieren.
Um einen guten Architekten zu finden, ist ein strukturiertes Vorgehen entscheidend. Dies geht weit über den bloßen Vergleich rund um den Preis hinaus. Aus diesem Grund lauten die meisten Expertenempfehlungen, dass ausreichend Zeit in die Architektenwahl investiert werden soll. Bauherren sollten dabei auf eine Kombination aus fachlicher Expertise und persönlicher Chemie achten. Neben klassischen Architekten spielen auch Innenarchitekten für die Raumgestaltung und Experten für Landschaftsarchitektur bei Bauvorhaben eine wichtige Rolle. Auch Stadtplaner, deren Berufsbezeichnung gesetzlich geschützt ist, können als qualifizierte Fachleute für bestimmte Projekte relevant sein. Eine übersichtliche Darstellung von Referenzen und abgeschlossenen Projekten erleichtert zudem die Auswahl und gibt einen schnellen Einblick in die Arbeitsweise des Architekten.
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass ein Haus zu bauen eine zeit- und kostenintensive Phase im Leben der Menschen darstellt. Aus diesem Grund sollte bei der Suche nach einem Architekten nicht nur auf den Preis geachtet werden, sondern vielmehr auf dessen Erfahrung, die verschiedenen Referenzen und last but not least auf die persönliche Chemie.
Der gute Architekt verbindet die kreative Gestaltung mit technischem Verständnis, Nutzerorientierung und Projektmanagement. Er kann aktiv zuhören, versteht die Wünsche und berät kompetent in Bezug auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.
Möglich ist eine gezielte Suche über die Architektenkammer, regionale Branchenbücher, Online-Portale sowie über persönliche Empfehlungen. Je nach Projektanforderung sollten Sie auch Innenarchitekten für die Gestaltung und Planung von Innenräumen oder einen Landschaftsarchitekt für die Planung von Außenanlagen und Gärten in Betracht ziehen.
Im Schnitt betragen die Architektenkosten zwischen 10 bis 15 % der anrechenbaren Baukosten.
Die Vorteile sind sehr vielfältig und gehen weit über den Entwurf hinaus. Der Architekt fungiert als Planer, Berater und Vertreter für die Interessen des Bauherrn.
Es gilt eine Reihe von Fehlern zu vermeiden, um so Kostenfallen, Verzögerungen und Enttäuschungen rund um das neue Haus zu verhindern.
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Effizient geplant und nachhaltig gebaut – moderne Mehrfamilienhäuser für gemeinschaftliches Wohnen.
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