Tim Kirchhoff Hamburg ist nicht nur Stadtstaat, sondern auch mit rund 1,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Die Stadt ist nicht nur ein bedeutender Industrie- und Handelsstandort, sondern auch eine der elf Metropolregionen in Deutschland. Des Weiteren ist der Hamburger Hafen, der auch Tor zur Welt genannt wird, der drittgrößte in Europa und der achtgrößte weltweit. Mehr als 4 Millionen Besucher pro Jahr machen Hamburg zu einem der attraktivsten Touristenmagnete in Deutschland. Für Bauinteressenten ist dieser Standort aus vielerlei Gründen attraktiv. Im historischen und kulturellen Kontext erhält der Hausbau in Hamburg einen besonderen Sinn, da die Stadt durch ihre Geschichte und Vielfalt einen einzigartigen Wert als Bau- und Wohnstandort bietet. Mit dem folgenden Ratgeber möchten wir näher darauf eingehen und Baufamilien zahlreiche Tipps rund um das Bauvorhaben geben.
Hamburg – hohe Lebensqualität an einem attraktiven Standort: Die Hansestadt vereint urbanen Flair mit maritimer Atmosphäre, zahlreichen Grünflächen und einer guten Infrastruktur.
Professionelle Partner aufgrund der strengen Bauvorgaben: Die begrenzte Anzahl an Baugrundstücken in der Hansestadt, die strengen Bauvorgaben sowie die komplexen Genehmigungsverfahren erfordern die Zusammenarbeit mit einem Partner, der ausreichend Erfahrung mitbringt.
Hohe Nachfrage und hohe Preise: Sowohl die Grundstückspreise als auch die Baukosten sind in der Hansestadt sehr hoch, was sich jedoch nur bedingt auf die Nachfrage auswirkt.
Hamburg als Wohnstandort ist aus vielerlei Gründen attraktiv. Hervorzuheben ist die Kombination aus maritimem Großstadtflair mit viel Grün und Wasser, einer hohen Lebensqualität, einer weltoffenen Kultur sowie einer guten Mischung aus Jobangeboten und Freizeitmöglichkeiten. Die Stadt selbst bietet eine gute Balance zwischen urbanem Leben und Natur mit zahlreichen Parks und grünen Oasen.
Hafenstadt mit hoher Lebensqualität und maritimem Flair: Bei internationalen Rankings schneidet der Stadtstaat aufgrund seiner ausgewogenen Mischung zwischen Stadt und Natur stets gut ab. Das Bild der Metropole wird durch den Hafen, die Elbphilharmonie und durch die Speicherstadt geprägt, was insgesamt für eine besondere Atmosphäre sorgt.
Grüne & blaue Oasen: Hamburg ist nicht nur die grünste Großstadt in Deutschland dank seiner zahlreichen Parks wie Planten un Blomen sowie den vielen Wasserwegen wie Elbe, Alster und einer Vielzahl von Kanälen.
Jobmarkt & Karriere: Hamburg gilt als ein starker Wirtschaftsstandort in den Bereichen Automobil, Logistik, Medien und IT, was wiederum für gute Jobaussichten sorgt.
Kultur & Unterhaltung: Neben Musicals und Shows gibt es ein breites Angebot an Museen und Theaterbühnen.
Gute Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten: Neben den sehr guten Bildungsmöglichkeiten durch renommierte Hochschulen wie etwa die Universität und die Technische Universität gibt es gerade für Familien mit Kindern sehr gute Betreuungsmöglichkeiten für den Nachwuchs.
Um für den Hausbau in der Stadt das passende Baugrundstück zu finden, müssen im Vorfeld einige wichtige Aspekte wie Lage, Größe, Infrastruktur und rechtliche Rahmenbedingungen überprüft werden. Mit den folgenden Informationen möchten wir Baufamilien erste Anhaltspunkte geben.
Preise nach Stadtteilen: Die Preise richten sich in erster Linie nach der Lage. Laut aktuellem Stand 2025/2026 gehören zu den teuersten Lagen mit einem Bodenrichtwert von mehr als 1.000 €/m² Blankenese, Groß Flottbek, Nienstedten, Winterhude und Uhlenhorst. Zu den günstigeren Lagen mit einem Bodenrichtwert zwischen 500 und 800 €/m² zählen Duvenstedt, Bramfeld, Hummelsbüttel und Bergstedt.
Bebauungspläne: Hierin enthalten sind die verschiedenen Möglichkeiten der baulichen Nutzung wie zum Beispiel Dachformen, Geschosszahlen und Abstandsflächen.
Bodenbeschaffenheit: Mit einem Bodengutachten geht es nicht nur um eventuelle Hanglagen oder eine Gefährdung durch Hochwasser, sondern vielmehr um die Klärung, ob ein Keller möglich ist und ob teure Maßnahmen aufgrund von Altlasten früherer Industriebrachen erforderlich sind.
Ausrichtung: Optimal ist eine Süd- oder Südwest-Ausrichtung, da diese für viel Licht und eine gute Energieeffizienz sorgt.
Infrastruktur & Verkehrsanbindung: Neben der guten Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Straßen ist es auch wichtig, die Entfernungen zu Schulen, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten, medizinischer Versorgung und Arbeitsplätze zu überprüfen.
Neben den klassischen Stadtvillen sowie dem skandinavisch-nordischen Stil, der gut zur Küstenregion von Schleswig-Holstein und Niedersachsen passt, sind zahlreiche Pultdachhäuser sowie Bauhaus-inspirierte kubische Bauten mit klaren Linien und viel Licht zu finden. Dagegen stellen die traditionellen Häuser im Friesen- und Kapitäns-Hausstil eine regionale Verbindung zu Schleswig-Holstein dar. Bauinteressenten, die mehr zu den einzelnen Hausarten wissen möchten, sollten einen Blick auf unsere Website werfen.
Es handelt sich hierbei um die klassische Variante beim Eigenheim, welche gerne von Familien und Paaren gewählt wird, da ein solches Haus viel Platz und Privatsphäre bietet. Beim Bauen sind verschiedene Kombinationen mit Garage, Garten und individuell gestalteten Außenanlagen möglich.
Das Haus ist in seiner Bauweise sehr flexibel und kann sowohl eingeschossig als auch mehrgeschossig gebaut werden. Zudem besteht viel Flexibilität in Bezug auf Größe, Grundriss und Ausstattung.
Das Einfamilienhaus eignet sich sowohl für Stadt- als auch für Randlagen mit stetig wachsender Beliebtheit. Trotz der urbanen Trends bleibt ein solches Eigenheim der Klassiker und ist der Traum von vielen deutschen Baufamilien.
Während das Doppelhaus aus zwei aneinandergebauten und eigenständigen Wohneinheiten mit separatem Eingang und Garten besteht, ist das Reihenhaus ein Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten. Dieser Haustyp ist ideal für kleine und enge Baugrundstücke, da die vorhandene Fläche effizienter genutzt werden kann und im weiteren Verlauf auch zu geringeren Baukosten führt. Grundsätzlich bedeutet ein Doppel- oder ein Reihenhaus weniger Privatsphäre, was für ein höheres Konfliktpotenzial steht. Gerade Doppelhäuser sind bei Familien sehr beliebt, die das Mehrgenerationenwohnen nutzen möchten, da in der zweiten Wohneinheit oftmals die Großeltern leben und wohnen. Grundsätzlich sind bei den Doppel- und Reihenhäusern gemeinsame Außenflächen und Stellplätze möglich, wenn dies gewünscht wird.
Der Bau solcher Immobilien bietet sich für städtische Wohnlagen mit hoher Nachfrage an, da er nicht nur kosteneffizienter ist, sondern auch eine bessere Flächennutzung bietet und somit ideal für platzsparende Bauweisen ist. Ein solches Eigenheim wird sehr oft in Fertigbau- oder Massivbauweise errichtet.
Beim Hausbau zählen neben den Stadtvillen auch die Bungalows und andere moderne Wohnhäuser dazu.
Stadtvillen verfügen über zwei Vollgeschosse ohne Dachschrägen im Obergeschoss sowie über einen meist quadratischen oder rechteckigen Grundriss mit einem Walm- oder Zeltdach und großen Fensterflächen. Ein solches luxuriöses und großzügiges Wohnkonzept mit moderner Architektur eignet sich sehr gut für zentrale Lagen und wenn ein höheres Budget für den Bau zur Verfügung steht. Es handelt sich bei der Stadtvilla um einen spezifischen Haustyp, der sich durch die zweigeschossige Bauweise sowie dem besonderen Dach auszeichnet und für ein großzügiges Wohngefühl sorgt.
Bei modernen Wohnhäusern steht in der Regel die klare und reduzierte Formensprache im Vordergrund. Auch hier dominieren die großen Fensterflächen, während Baufamilien sich sehr oft für das Flachdach entscheiden, da dies weitere Vorteile mit sich bringt. Beim Haus bauen kommen vielfach Kombinationen aus Beton, Glas und Stahl zum Einsatz und es wird auf zukunftsweisende Techniken (Photovoltaik, Smart Home Lösungen) sowie auf eine hohe Energieeffizienz geachtet.
Sowohl die Stadtvilla als auch das moderne Haus lassen sich auch auf kleineren Baugrundstücken realisieren und bieten flexible Nutzungsmöglichkeiten.
Generell werden Fertighäuser im Werk der Anbieter zumeist im Holzrahmenbau vorgefertigt, was nicht nur zu einer schnelleren und wetterunabhängigen Montage führt , sondern auch für eine gute Kostenplanung sorgt.
Massivhäuser dagegen werden Stein auf Stein vor Ort errichtet. Je nach Anbieter und Ausführung steht dies für eine höhere Wertbeständigkeit, einen besseren Schallschutz sowie für ein individuelles Design. Baufamilien müssen sich jedoch bewusst machen, dass sie mit einer längeren Bauzeit sowie mit höheren Kosten rechnen müssen.
Für welche Bauweise sich Bauinteressenten entscheiden, hängt von verschiedenen Prioritäten ab. Die folgende Tabelle soll einen schnellen Überblick über die Vor- und Nachteile bieten.
| Kriterium | Fertighaus | Massivhaus |
| Bauzeit | Sehr kurze Bauzeit – oft nur wenige Wochen bis wenige Monate | Deutlich längere Bauzeit – meist 12 bis 18 Monate |
| Kostenplanung | Fester Zeit- und Kostenrahmen, häufig mit Festpreisgarantie | Höhere Baukosten, weniger kalkulierbar bei individuellen Lösungen |
| Bauweise | Vorfertigung im Werk, meist in Holzrahmenbau | Stein-auf-Stein vor Ort errichtet |
| Gestaltungsmöglichkeiten | Eingeschränkte Individualität durch standardisierte Prozesse | Hohe Individualisierbarkeit bei Architektur und Raumaufteilung |
| Witterungsabhängigkeit | Wetterunabhängige Fertigung und Montage | Stark wetterabhängige Bauweise |
| Schallschutz | Abhängig von Wandaufbau – ggf. Nachrüstung notwendig | Sehr guter natürlicher Schallschutz durch massive Wände |
| Raumklima | Hohe Energieeffizienz durch moderne Dämmung, jedoch ggf. weniger Speicherfähigkeit | Ausgeglichenes Raumklima – speichert Wärme, reguliert Luftfeuchtigkeit |
| Lebensdauer & Werterhalt | Kritiker sprechen von geringerer Lebensdauer, jedoch heute bis zu 100 Jahre bei guter Pflege | Hohe Wertbeständigkeit und lange Lebensdauer durch robuste Bauweise |
| Technische Ausstattung | Integration moderner Haustechnik bereits ab Werk möglich | Technisch flexibel – individuelle Lösungen können angepasst werden |
| Anpassung an Grundstück und Bebauung | Standardisierte Bauweise kann bei schwierigen Grundstücken Einschränkungen mit sich bringen | Sehr gut an individuelle Grundstücksgegebenheiten und Bebauungspläne anpassbar |
Zu den typischen Baustilen in der Hansestadt und Niedersachen zählen die Backsteinarchitektur wie etwa die Backsteingotik und der Klinkerbau sowie das Fachwerk und die Reetdachhäuser. Die Häuser in der Hansestadt sind oft geprägt von maritimen Elementen wie dem Kapitänsgiebel. Allerdings sind in der Hansestadt auch zahlreiche moderne Interpretationen wie zum Beispiel der funktionale Bauhaus-Stil beim Hausbau zu finden. Das Stadtbild von Hamburg wird durch eine Mischung historischer Bauten und zeitgenössischen sowie nachhaltigen Wohnkonzepten definiert.
| Klassische & historisch geprägte Baustile | Erläuterungen | Moderne & zeitgenössische Ansätze | Erläuterungen | Materialien & Merkmale | Erläuterungen |
| Backsteingotik & Klinkerbau | Der rote Backstein ist irgendetwas für die Hansestadt. Er reicht von historischen Stadtzentren bis zu den modernen Wohngebieten, da er langlebig und pflegeleicht ist | Hamburg Standard | Es handelt sich hierbei um einen Qualitätsrahmen für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen mit Fokus auf CO2-Reduktion, schadstoffarme Materialien sowie transparente Kosten. | Klinker | Das beliebte Material steht für Eleganz und Langlebigkeit |
| Fachwerk | Gerade in der ländlichen Umgebung sowie in der Region "Altes Land" zu finden - sehr oft Eichenfachwerk. | Bauhaus-Stil | Im Vordergrund stehen schlichte geometrische Formen, klare Linien und Funktionalität - sehr oft in Kombination mit einem Flachdach, dem sogenannten "klassischen Modernismus". | Reet | Sehr beliebt bei traditionellen Gebäuden und Ferienhäusern, um den maritimen Charakter zu unterstreichen. Reetdächer sind jedoch mit hohen Anforderungen verbunden. |
| Maritim & Nordisch | Inspiriert von der Küste mit Zwerch- und Kapitänsgiebeln oder in der modernen Variante als Schwedenhaus oder nordisch angehauchtes Haus. | Funktionalität | In modernen Siedlungen wird gezeigt, wie gesunde, hygienische Häuser auch mit begrenzten Mitteln realisiert werden können. | Giebelformen | Typisch norddeutsch sind der Zwerch- und Kapitänsgiebel. |
Satteldachhaus: Ein Haus mit einer klassischen und weit verbreiteten Dachform, welche aus zwei schräg zulaufenden, sich am First treffenden Dachflächen besteht. An den Schmalseiten bildet sich ein dreieckiges Giebelfeld. Das Satteldach ist bekannt für seine einfache und kostengünstige Bauweise, seine Witterungsbeständigkeit sowie seine vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.
Flachdachhaus: Eine solche Dachform ist modern und bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Nutzbarkeit des Daches wie etwa Dachterrasse oder Grünfläche. Das Flachdach bedeutet aber auch höhere Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie eine stärkere Anfälligkeit für Schneelasten. Entscheidend beim Flachdach sind ein Minimum an Gefälle zur Wasserableitung, eine robuste Abdichtung sowie eine gute Dämmung.
Moderne Stadtvilla: Zu den Besonderheiten zählen neben dem quadratischen Grundriss auch die beiden Vollgeschosse ohne Dachschrägen, die großen bodentiefen Fenster, hohe Decken sowie eine repräsentative, aber reduzierte Architektur. Das Haus bietet viel Platz, eine optimale Flächennutzung sowie eine gehobene Ausstattung, welche sich durch moderne Technologien und individuelle Gestaltungselemente auszeichnet.
Energieeffiziente Neubauten: Dazu zählen unter anderem die Passiv- oder KfW-Häuser mit einem minimalen Energiebedarf. Dieser wird erreicht durch eine Kombination aus sehr guter Dämmung, effizienten Heizsystemen und dem Einsatz von erneuerbaren Energien. Beim Haus bauen sind staatliche Förderungen wie beim Effizienzhaus 40 oder 55 möglich. Mit der Energieeffizienzklasse A+ (0 – 30 kWh/m²/Jahr) wird der höchste Standard wie etwa das Passivhaus angestrebt.
Eines vorweg, der Hausbau in der Hansestadt sowie in der umliegenden Region ist teuer und hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Baugrundstück: Die Grundstückskosten in Hamburg sowie in der Region sind sehr hoch. Vielfach muss je nach Lage mit einem Quadratmeterpreis zwischen 500 und 1.500 € gerechnet werden. Dies bedeutet, dass für ein großes Einfamilienhaus 500.000 und mehr kalkuliert werden müssen.
Fertighaus: Für ein schlüsselfertiges Fertighaus muss je nach Anbieter und Ausstattung mit Kosten zwischen 1.900 bis 2.600 €/m² Wohnfläche gerechnet werden. Dazu kommt noch der Grundstückspreis.
Massivhaus: Ein schlüsselfertiges Haus in Massivbauweise kostet in der Region Hamburg vielfach zwischen 2.100 bis 3.200 €/m² Wohnfläche ohne Baugrundstück.
Nebenkosten: Zu den Nebenkosten beim Hausbau (Baunebenkosten) gehören das Architektenhonorar, Gebühren für Genehmigungen, Erschließungskosten, Finanzierungskosten, Versicherungen sowie die Kosten für die Gestaltung der Außenanlagen und der Baustelleneinrichtung. Baufamilien sollten hierfür mit einem Anteil von 15 – 20 % der Baukosten rechnen. Die Baunebenkosten müssen frühzeitig in die Finanzierung einkalkuliert werden, da sie stark ins Gewicht fallen.
Sparpotenzial: Gerade Fertighäuser sorgen beim Hausbau für ein großes Sparpotential, da sich sowohl die Bauzeit als auch Planungsfehler durch die vorgefertigten Elemente und der standardisierten Prozesse deutlich reduzieren. Durch die verkürzte Bauzeit minimieren sich nicht nur die Finanzierungskosten, sondern auch doppelte Mietkosten. Aufgrund von Festpreis und transparenten Angeboten bietet das Haus in Fertigbauweise den Baufamilien eine frühe Kostensicherheit.
Neben der üblichen Baugenehmigung, die über das vereinfachte Verfahren gemäß § 61 HBauO beantragt werden kann, müssen weitere Aspekte beim Hausbau in der Hansestadt beachtet werden. Im Detail geht es dabei um folgende Punkte.
Hamburgische Bauordnung (HBauO): Diese regelt den Hausbau in der Region Hamburg. Unter anderem schreibt die HBauO vor, dass beim Haus bauen eine Baugenehmigung erforderlich ist, auch wenn es einige Bauvorhaben gibt, die genehmigungsfrei sind. Welche dazu gehören, ist sowohl von der Größe als auch von der Art und dem Standort abhängig.
Bebauungsplan prüfen: Dieser regelt, was beim Haus bauen in Bezug auf Art und Maß der Bebauung erlaubt ist. Im Detail handelt es sich dabei um die Grundflächenzahl, die Geschossflächenzahl, die Dachform, die Gebäudehöhe sowie um die Abstandsflächen.
Energieeinsparverordnung & Nachhaltigkeit: Beim Hausbau in der Hansestadt müssen zwingend die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), welches die alte EnEV ablöste, eingehalten werden. Dies bedeutet, dass Neubauten mindestens den Effizienzhaus 40 Standard erfüllen müssen, also maximal 40 % Primärenergieverbrauch eines Referenzgebäudes nachweisen. Des Weiteren muss die Heizung zu 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. In Bezug auf die Nachhaltigkeit geht es neben dem geringen Primärenergiebedarf um einen guten Wärmeschutz sowie den Einsatz von erneuerbaren Energien. Für letzteres wird ein Energieausweis benötigt, damit die Baugenehmigung erteilt werden kann.
Weitere Vorschriften: Entscheidend für eine Baugenehmigung sind die strengen Vorschriften des Brandschutzes (Brandschutzkonzept), der Nachweis der Tragfähigkeit (Statik) sowie die Abstandsflächen von mindestens 2,5 m zum Nachbarn.
Fertighäuser bieten Baufamilien eine Vielzahl von Vorteilen und Chancen. Neben der schnellen Realisierung auf städtischen Grundstücken bieten Fertighäuser zusätzliche Planungssicherheit und Kosteneffizienz. Die benötigten Bauteile für das Haus werden industriell im Werk der Anbieter vorgefertigt, was aufgrund der Präzision zu einer höheren Bauqualität und zu deutlich weniger Baufehlern führt. Dadurch werden in der Regel bessere Dämmwerte sowie eine gute Ökobilanz ermöglicht.
Die folgende Tabelle zeigt die Vorteile und Chancen der Fertighäuser im Überblick:
| Vorteile | Erläuterungen | Chancen | Erläuterungen |
| Schnelle Bauzeit | Vorfertigung im Werk minimiert Witterungseinflüsse und viele Arbeitsschritte können parallel laufen | Preis-Leistungs-Verhältnis | Trotz der gestiegenen Holzpreise bietet das Haus in Fertigbauweise eine moderne Architektur zu einem guten Preis |
| Kostenkontrolle | Festpreise und klare Kalkulationen reduzieren das Risiko von Kostenüberschreitungen | Wertbetändigkeit | Moderne Fertighäuser haben bei fachgerechter Ausführung und entsprechender Pflege eine Lebensdauer von 100 und mehr Jahren |
| Hohe Qualität & Präzision | Fertigung unter kontrollierten Bedingungen garantieren Qualität und reduzieren Baufehler | Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten | Trotz Vorfertigung lässt sich das neue Zuhause an die persönlichen Wünsche anpassen und bietet ein modernes Design |
| Energieeffizienz | Fertighäuser erreichen hohe Energiestandards und verfügen über sehr gute Dämmwerte | ||
| gesundes Wohnklima | Weniger Baufeuchte fördert ein gesundes Raumklima | ||
| Nachhaltigkeit | Das haus in Fertigbauweise (Holz) speichert CO2 und bei der Fertigung fällt weniger Bauschutt an |
Marktanteile Fertighaus in Norddeutschland: Für 2025 gibt es noch keine finalen Marktanteilszahlen speziell für Norddeutschland (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg). Allerdings ist gemäß dem Trend mit einem bundesweiten Rekordhoch von ca. 26 % für Fertighäuser zu rechnen. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Region vom allgemeinen Boom in der Fertighausbranche aufgrund der Effizienz und der kurzen Bauzeiten profitiert.
Die optimale Planung von Haus, Keller und Baugrundstück besteht aus einer Kombination von Grundstücksanalyse und Bedürfnisse der Bewohner für einen funktionalen, lichtdurchfluteten und zukunftssicheren Grundriss.
Wann sollte man Architekten in die Planung einbeziehen? Im Idealfall sollte 6 bis 9 Monate vor Baubeginn bzw. ab der Entwurfsplanung ein Architekt hinzugezogen werden. Dieser kann nicht nur die Grundstücksgegebenheiten und individuellen Wünsche berücksichtigen, sondern hilft bei komplexen Angelegenheiten, wie etwa dem Kellerbau, Fehler zu vermeiden.
Welche Rolle spielen Keller, Bodenplatte und Hanglagen? Ein Keller bietet nicht nur mehr Platz, sondern wirkt sich auch positiv auf den Mehrwert des Hauses aus. Dies ist besonders bei kleineren Baugrundstücken oder bei einer Hanglage von Bedeutung. Die Bodenplatte ist zwar zu Anfang günstiger und ermöglicht das barrierefreie Bauen, dennoch sollten Baufamilien sich bewusst machen, dass im Nachhinein kein Keller nachgerüstet werden kann. Des Weiteren erfordern Bodenplatten bei schlechtem Baugrund oftmals teure Erdarbeiten bzw. ein kompletter Bodenaustausch.
Wie integriert man Garage, Außenanlagen und Garten in die Planung? Diese müssen allesamt frühzeitig in die Planung integriert werden, damit am Ende alles mit dem Haus eine harmonische Einheit bildet. Entscheidend hierbei sind neben der Energieeffizienz auch die spätere Nutzung in Bezug auf die Zukunftssicherheit rund um das neue Zuhause. Wichtig dabei ist es bereits beim Planen an Drainage, Strom, Wasser und entsprechende Wege zu denken.
Welche Barrierefreiheits-Optionen sind sinnvoll? Vielfach beginnt die Barrierefreiheit mit dem ebenerdigen Wohnen in einem Bungalow, bei dem alle Räume auf einer Ebene liegen. Grundsätzlich sollten beim Hausbau Treppen vermieden oder ein Lift-Schacht für später geplant werden. Zu den wesentlichen Schlüsselelementen beim barrierefreien Haus bauen zählen breite Türen, große Bewegungsflächen, schwellenlose Übergänge und eine stufenlose Terrasse.
In diesem Zusammenhang müssen verschiedene Aspekte beachtet werden. Die folgende Tabelle gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Aspekte. Zusätzlich lohnt es sich, unsere Website mit Informationen rund um den Smart Home Hausbau zu beachten.
| Aspekte | Maßnahme |
| Energieeffizienz (Gebäudehülle) | Optimale Dämmung für Außenwände, Dachaufbau und Kellerdecke hilft Wärmeverluste zu minimieren |
| Eine luftdichte Gebäudehülle verhindert Wärmeverluste und Feuchtigkeitsschäden | |
| Hochwertige Fenster mit Dreifachverglasung | |
| Moderne Technik | Heizung muss zu 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden |
| Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik-Anlage | |
| Kontrollierte Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung | |
| Smart Home | Gebäudeautomation zur Steuerung von Heizung, Lüftung und Beleuchtung |
| Einsatz von Bewegungsmeldern und LEDs für eine effiziente Beleuchtung |
Beim Hausbau in Hamburg steht die Sicherheit der zukünftigen Bewohner an oberster Stelle. Eine sorgfältige Planung ist der erste Schritt, um ein sicheres und langlebiges Zuhause zu schaffen. Besonders ein Massivhaus überzeugt durch seine hohe Bauqualität und bietet Schutz vor Witterungseinflüssen sowie eine ausgezeichnete Wohnatmosphäre. Wer ein Grundstück in der Umgebung von Hamburg, etwa in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen, ins Auge fasst, sollte bereits frühzeitig alle sicherheitsrelevanten Aspekte in die Planung einbeziehen.
Ein Architektenhaus ist eine hervorragende Wahl für Bauherren, die Wert auf individuelle Lösungen und ein maßgeschneidertes Traumhaus legen. Hierbei können persönliche Wünsche optimal umgesetzt und gleichzeitig höchste Standards in puncto Bauqualität und Gesundheitsschutz gewährleistet werden. Die Auswahl des richtigen Bauunternehmens ist dabei entscheidend: Erfahrung, aussagekräftige Referenzen und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis sind wichtige Kriterien, um den Hausbau in der Hansestadt erfolgreich und sicher zu gestalten.
Die Nähe zum Hamburger Hafen und die besondere Umgebung der Hansestadt bieten einzigartige Möglichkeiten, das Traumhaus mit einer beeindruckenden Aussicht zu realisieren. Wer auf eine enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Baupartnern setzt, profitiert von einer reibungslosen Umsetzung und kann sich auf ein sicheres, gesundes und wertbeständiges Eigenheim freuen.
Welche Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten gibt es in Hamburg?
Sowohl für den Hausbau als auch für die Baufinanzierung in Hamburg, egal ob in der Stadt oder in den Randgebieten, erfordern die hohen Grundstückspreise sowie die Baunebenkosten eine solide Finanzplanung durch einen spezialisierten Finanzierungsberater. Angehende Baufamilien sollten in jedem Fall auf regionale Angebote wie etwa neue Stadtentwicklungsprojekte (Grasbrook-Elbbrücken Quartier) achten, da diese neue Wohnformen und neue Finanzierungsmöglichkeiten bieten.
Neben den zentralen Förderungen durch die KfW und BAFA für den Hausbau in der Hansestadt stehen verschiedene regionale Landesprogramme den angehenden Baufamilien zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch private Sparformen wie Wohn-Riester und Bausparverträge. Wichtig hierbei ist es, frühzeitig einen Experten einzubinden, um eine Kombination aus Bund-, Länder- und Eigenmitteln optimal zu nutzen. Idealerweise sollte vom zuständigen Partner auch der „Hamburg Standard“ zur Kostensenkung rund um das Projekt Bau berücksichtigt werden.
Auf keinen Fall dürfen voreilige Entscheidungen getroffen werden. Dazu zählen der Grundstückskauf ohne Architektenprüfung sowie eine falsche Kalkulation der Baukosten und die schlechte Auswahl von Handwerkern bzw. eine fehlende Koordination mit Dienstleistern.
Des Weiteren ist es wichtig, dass Baufamilien sich für die Hausplanung ausreichend Zeit nehmen, denn nachträgliche Anpassungen sind zwar möglich, aber zeit- und kostenintensiv.
Vielfach wird aus Kostengründen beim neuen Haus auf einen Keller oder grundsätzlich auf die Barrierefreiheit verzichtet. Spätere Umbaumaßnahmen im Zuge der Barrierefreiheit sind teuer und sollten daher bereits im Vorfeld vermieden werden. Viele Hauseigentümer merken erst spät, dass ein Keller sinnvoll gewesen wäre, doch ein solcher lässt sich im Nachhinein nicht mehr realisieren.
Ebenfalls aus Kostengründen wird auf eine umfassende Vernetzung zwischen Haus, Garage, Keller und Außenanlagen verzichtet. Die spätere Umsetzung verursacht Mehrkosten, die durch eine umfassende Planung zu Baubeginn hätten vermieden werden können.
Nach der Fertigstellung und vor dem Einzug in das neue Haus müssen die zukünftigen Hausbesitzer ein paar wichtige Punkte beachten.
Bauabnahme: Das Haus wird im Rahmen der Bauabnahme durch einen Bausachverständigen überprüft, um eventuelle Mängel festzustellen. Diese sind im Rahmen der Gewährleistung zu protokollieren und dem entsprechenden Bauunternehmen mitzuteilen.
Welche Checkliste hilft bei der Übergabe von Fertighaus oder Massivhaus? Die Checkliste ist wesentlicher Bestandteil bei jeder Hausübergabe. Dazu zählen neben der Vorbereitung für die Bauabnahme auch die einzelnen Schritte der folgenden Begehung mit Dokumentation und Abnahmeprotokoll. Für eventuelle Mängel müssen Fristen für eine Nachbesserung vereinbart werden. Zu guter Letzt wird die Schlüsselübergabe mit allen wesentlichen Schlüsseln protokolliert.
Wie plane ich Einrichtung und Ausstattung optimal? Die optimale Einrichtung erfordert eine strategische Planung der Raumfunktionen, Steckdosen, Lichtquellen und Stauraumlösungen, um beim Leben im neuen Haus den Komfort und die Funktionalität zu gewährleisten.
Welche Nachbetreuung bieten Architekten und Bauträger? Die Nachbetreuung umfasst die Mängelbeseitigung, die Gewährleistungsabwicklung, die Dokumentationsübergabe sowie die Begleitung bei der Abnahme. Je nach Vertrag gibt es Unterscheide zwischen Architekten und Bauträger.
Der Bau eines Hauses in der Hansestadt ist teuer und wird durch die Vielzahl der strengen Vorgaben erschwert. Durch neue Konzepte wie zum Beispiel den „Hamburg Standard“ sollen durch Effizienz, Normierung und den Verlust auf Luxus-Features wie Keller und Tiefgarage die Kosten gesenkt werden. Erste Pilotprojekte zeigen hier Erfolge, indem die Quadratmeterpreise deutlich unter den Durchschnitt gesenkt werden konnten, um so bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Während viele Baufamilien das Einfamilienhaus favorisieren, fokussiert sich die Hansestadt auf größere Wohnprojekte und eine neue Baukultur, um die angespannte Wohnungssituation zu entschärfen.
Abschließend bleibt zu sagen, dass nur durch massive Innovationen und einer höheren Kosteneffizienz das Bauen von Immobilien in Hamburg realistisch und für eine breitere Bevölkerungsschicht umsetzbar ist. Um dem Mangel an Wohnungen entgegenzuwirken, liegt der Fokus eindeutig auf dichtere, aber bezahlbare Wohnformen.
Diese liegen sehr oft in exklusiven Lagen wie Alster, Elbe und Alstertal oder in aufstrebenden Stadtteilen bzw. dem Speckgürtel. Teilweise sind Neubaugebiete in der näheren Umgebung wie Stade oder Buchholz deutlich günstiger.
Geeignet für Hamburg sind die klassischen norddeutschen Stile wie das Friesenhaus oder das Kapitänshaus sowie die modernen Optionen von Stadtvillen, Architektenhäusern und Bauhaus-Stil.
Diese sind sehr hoch und liegen oftmals zwischen 2.600 und 4.000 Euro pro Quadratmeter.
Neben den kurzen Bauzeiten sind das die planbaren und niedrigeren Kosten sowie die hohe Energieeffizienz und die hohe Qualitätssicherheit.
Bewährt hat sich eine Kombination aus bundesweiten Förderungen wie KfW und BAFA sowie den landesspezifischen Programmen von Hamburg. Von Vorteil sind auch die regionalen Anreize wie Energieeffizienzzuschüsse, Wohn-Riester, Eigenkapitalbildung und spezielle Angebote für Familien.
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ISOWOOD ist beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin bauaufsichtlich zugelassen und mit dem Ü-Zeichen zertifiziert. Die Produktion des Dämmstoffes wird zwei Mal jährlich fremd überwacht und zertifiziert. Bei der werkseigenen Produktionskontrolle wird bei jedem Bauvorhaben eine Dämmstoffprobe entnommen und im eigenen Labor untersucht und dokumentiert. So wird eine gleichbleibende Qualität garantiert.
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