Tim Kirchhoff Das Satteldachhaus ist für viele Baufamilien beim Hausbau der Klassiker schlechthin. Ein weiterer Grund neben der ansprechenden Dachform ist die kostengünstige Dachkonstruktion. Satteldachhäuser sind weit über die deutschen Grenzen hinaus beliebt und sind vielfach in Nordeuropa sowie im mitteleuropäischen Raum zu finden. Im Übrigen wird das Satteldach in einigen Regionen von Deutschland auch als Giebeldach bezeichnet. Mit dem folgenden Artikel möchten wir die verschiedensten Fragen rund um das Satteldachhaus beantworten, um Baufamilien eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben.
Die Besonderheiten der Satteldachhäuser: Das Satteldach lässt sich nicht nur kostengünstig errichten, es ist auch wartungsarm, was wiederum die Instandhaltungskosten niedrig hält. Des Weiteren bietet das Satteldach eine zeitlose Optik, ist witterungsbeständig und wird von Baubehörden unkompliziert genehmigt.
Das Satteldach und die verschiedenen Dachneigungen: Typisch beim Satteldach ist eine Dachneigung von 38 bis 45 Grad. Auf Wunsch der Familie kann das Satteldach eine flache Dachneigung von weniger als 30 Grad oder eine steile Dachneigung von mehr als 45 Grad haben.
Die Dacheindeckung beim Satteldach: Die Auswahl an Eindeckungsmaterialien ist riesig und reicht vom klassischen Ziegel über Schieferplatten, Bitumenschindeln bis hin zum modernen Blechdach.
Am Satteldachhaus fasziniert nicht nur die zeitlose Ästhetik, denn es gibt eine Reihe von Vorteilen, sowohl gestalterisch als auch technisch, die das Satteldach immer wieder in den Fokus rücken. Wer noch mehr zu den Vorteilen wissen möchte, sollte sich die Website von Büdenbender Hausbau anschauen.
Einfach zu genehmigen: Das klassische Design fügt sich in jede Umgebung ein und wird daher von Baubehörden sehr oft unkompliziert genehmigt.
Zeitlose Optik: Das Satteldach ist ein echter Klassiker, wenn es um die Dachkonstruktion geht, da es eine dauerhafte und traditionelle Ästhetik vermittelt. Dabei kann diese Dachform vielfältig in die modernen Designs integriert werden, sodass das Satteldach nicht mehr altbacken wirkt.
Wartungsarm: Dank der einfachen Konstruktion ist deutlich weniger Wartung erfolgreich als bei anderen komplexeren Dachformen.
Witterungsbeständig: Das Design mit den beiden geneigten Flächen leitet sowohl Regenwasser als auch Schnee sehr gut ab. Dabei ist das Dach sehr gut witterungsbeständig.
Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten: Es lassen sich beim Satteldach zahlreiche individuelle Varianten realisieren. Möglich wird dies durch die Wahl der Dachneigung, den verwendeten Materialien sowie den zahlreichen Details wie etwa Fenster oder Gauben.
Bevor der Klassiker Satteldach realisiert wird, müssen Bauherren einige wichtige Aspekte beachten. Dazu zählen neben der Standortanalyse mit Prüfung des Bebauungsplans auch der Grundriss für das Traumhaus sowie neben der Dachneigung zusätzlich die Möglichkeit zahlreicher moderner Architektur-Varianten.
Wichtig bei der Standortanalyse sind die Grundstücksausrichtung sowie die Berücksichtigung von örtlichen Bauvorschriften.
Boden und Umwelt: Der Boden des Baugrundstücks sollte unbedingt auf Tragfähigkeit sowie den Wasserstand überprüft werden. Des Weiteren müssen verschiedene Umweltfaktoren wie Lärmbelästigung, Hochwassergefahr und dergleichen berücksichtigt werden.
Ausrichtung: Die Ausrichtung des Eigenheims sollte am Stand der Sonne erfolgen, um von einer optimalen Sonneneinstrahlung zu profitieren. Dies bedeutet, dass die Wohnbereiche nach Süden und Westen ausgerichtet sein sollen, während das Schlafzimmer nach Osten geplant wird, umso vom Morgen- und Tageslicht zu profitieren.
Umgebungsanalyse: Dazu zählt nicht nur die Infrastruktur mit guter Anbindung an Schulen oder Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch die Nachbarschaft inklusive möglicher geplanter Bauprojekte.
Baurecht: Bauherren müssen sich frühzeitig über lokale Bauvorschriften, insbesondere zur zulässigen Dachneigung und der Traufhöhe informieren, um später Konflikte und Verzögerungen rund um den Bau zu vermeiden.
Rund um den Grundriss für das Traumhaus muss die Dachform mit den daraus resultierenden Dachschrägen berücksichtigt werden, da dadurch der Wohnraum im Obergeschoss eingeschränkt werden kann.
Funktionale Raumaufteilung: Zum einen müssen die Räumlichkeiten an die Familiengröße angepasst werden und zum anderen sollte auf unnötige, nicht genutzte Räume verzichtet werden, um Kosten zu sparen und die Funktionalität im Haus zu erhöhen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch eine klare „Verkehrsführung“ mit kurzen und logischen Laufwegen zwischen den Bereichen.
Berücksichtigung von Dachschrägen: Diese müssen beim Grundriss für das Obergeschoss mit eingeplant werden, da sie die nutzbare Fläche und die Raumhöhe beeinflussen. Durch einen kompakten Grundriss lässt sich die Effizienz der Dachschrägen maximieren.
Optimale Lichtverhältnisse: Die wichtigen Wohnbereiche wie Wohnzimmer und Küche müssen so platziert werden, dass ausreichend Tageslicht einfallen kann. Eben einem offenen Wohnkonzept haben sich große Fenster, die nach Süden oder Westen ausgerichtet sind, bewährt.
Wirtschaftlichkeit: Eine gute Planung sowie die Berücksichtigung von Garage, Terrasse und Garten helfen, teure Umplanungen während der Bauphase zu vermeiden. Des Weiteren ist ein detaillierter Grundriss für den Antrag auf eine Baugenehmigung erforderlich und hilft, die Entscheidung der Behörden zu beschleunigen.
Sowohl die Dachform als auch die Dachneigung hängen von verschiedenen Faktoren wie gewünschter Wohnraum, klimatische Bedingungen und den örtlichen Bauvorschriften ab.
Verschiedene Neigungen: Die typische Neigung liegt bei 38 bis 45 Grad und ist bei Baufamilien am beliebtesten, da sie ausreichend Platz für einen ausgebauten Dachboden schafft. Möglich sind auch das flache Satteldach mit weniger als 30 Grad, welches für mehr nutzbare Wohnfläche im Dachgeschoss sorgt, da der Kniestock höher ist, sowie das steile Satteldach mit mehr als 45 Grad. Diese Dachneigung ist gut geeignet für Regionen mit viel Regen und Schnee, da Wasser und Schneereste leichter abrutschen können. Weitere Informationen bezüglich der Neigungen lassen sich auf der Website von Büdenbender Hausbau nachlesen.
Varianten: Hierbei wird unterschieden zwischen dem klassischen, symmetrischen Satteldach, bei dem beide Dachhälften gleich lang sind, und dem asymmetrischen Satteldach mit unterschiedlich langen Dachhälften.
Einbindung von Gauben: Diese können sowohl die Lichtverhältnisse als auch den kompletten Wohnraum verbessern. In vielen Fällen gibt es im Bebauungsplan Vorgaben zu Größe und Form der Gauben, damit diese sich perfekt der Umgebung anpassen.
Berücksichtigung von Dachüberständen: Sie bieten nicht nur eine gute Schutzfunktion im Hinblick auf das Wetter, sondern sorgen auch für eine ästhetische Gestaltung des Daches. Üblich ist eine Überstandslänge von 50 bis 100 cm. Mit größeren Überständen können zusätzlich Terrassen oder Eingangsbereiche überdacht werden.
Diese entstehen durch eine Kombination von klaren Linien und traditionellen Formen. Vielfach werden Elemente wie große Glasfronten, verkleinerte Dachüberstände oder Flachdachgauben eingesetzt.
Stilistische Merkmale: Die modernen Satteldachhäuser brechen mit den traditionellen Proportionen durch ein minimalistisches Design mit klaren Linien, großen Fensterfronten, welche oft bis unter den First reichen und klaren Fassaden.
Gauben: Durch Flachdachgauben oder Dacheinschnitte kann das typische Satteldach aufgebrochen werden, was in der Folge für eine moderne und skulpturale Formensprache sorgt.
Gestaltung und Material: Moderne Akzente lassen sich durch farbliche Kontraste zwischen Dach und Fassade setzen. Auch die Wahl der Materialien wie moderne Eindeckungen oder Holz zur Fassadengestaltung können die Gesamtoptik der Satteldachhäuser beeinflussen.
Typischerweise besteht das Satteldachhaus aus einer Holzkonstruktion (Dachstuhl) aus Sparren oder Pfetten sowie unterschiedlichen Eindeckungsmaterialien. Moderne Bauweisen sind durch große Glasflächen oder bewusst fehlende Dachüberstände gekennzeichnet, um so die zeitgemäße Optik hervorzuheben.
Die Dachkonstruktion beim Satteldachhaus besteht aus einem hölzernen Dachstuhl, der als Sparrendach oder Pfettendach ausgeführt wird.
Holzsparrendach: Das Sparrendach ist traditionell und lässt sich leicht herstellen. Dabei werden die Sparren so angeordnet, dass sie sich am First zu einem spitzen Winkel treffen und sich dabei gegenseitig stützen. Dies ermöglicht einen offenen und freien Bereich auf dem Dachboden.
Pfettendach: Diese Variante ist stabil und eignet sich sehr gut, um größere Spannweiten zu überbrücken. Die Sparren liegen dabei auf horizontalen Pfetten auf, welche durch Stützen oder andere tragende Bauelemente abgestützt werden. Der Dachraum lässt sich so flexibler gestalten.
Stahl- oder Betonträger: Diese kommen bei speziellen Lastanforderungen zum Einsatz. Die Wahl ist dabei abhängig von der Spannweite, den Kosten sowie dem Brandschutz. Stahlträger bieten auf der einen Seite eine hohe Zugfestigkeit bei geringem Gewicht, sind aber anfällig für Korrosion und nicht so energieeffizient wie Beton. Betonträger eignen sich für große Spannweiten und eine hohe Schallisolierung. Durch eine Mischung von beiden Varianten werden beide Vorteile genutzt.
Bauherren stehen verschiedene Dacheindeckungen für ihr Eigenheim zur Auswahl. Neben Dachziegel und Dachsteine sind dies auch Bitumenschindeln, Betondachsteine oder eine Blecheindeckung.
| Material zur Eindeckung | Hinweise |
| Dachziegel / Betondachsteine | Die klassische und langlebige Option. Betondachsteine sind oftmals günstiger als Ziegel. Da sie schwerer sind, wird eine stabile Unterkonstruktion benötigt. |
| Bitumenschindel | Sind eine preiswerte Alternative zu Ziegeln und eignen sich für eine Neigung von 15 bis 85 Grad. |
| Schieferplatten / Faserzementplatten | Optimal bei einer Neigung von 25 Grad und mehr. |
| Doppelmuldenfalzziegel | Sehr sturmsichere Ziegel, die ab einer Dachneigung von 30 Grad verwendet werden. |
| Kunststoffdachplatten | Eine leichte Option, die bei einer Neigung ab 15 Grad verwendet werden kann. |
| Blechdächer | Eine Alternative, die bei einem Haus sehr oft in Form von Trapez- oder Pfannenblechen zum Einsatz kommt. |
Für Satteldachhäuser gibt es verschiedene Optionen für die Fassaden- und Außenwände, welche sowohl den Schutz als auch das Erscheinungsbild beeinflussen.
Putzfassade: Eine moderne und beliebte Option, welche oft in Weiß und als glatte Oberfläche eingesetzt wird.
Klinkerfassade: Hierbei handelt es sich um eine langlebige und pflegeleichte Option, die in Fachkreisen auch als die langlebigste Fassadenart bezeichnet wird.
Holzfassade: Sie sorgt für eine warme und natürliche Optik und ist bei vielen Baufamilien sehr beliebt. Verwendet wird in den meisten Fällen die unbehandelte Lärche.
Metallfassade: Diese eignet sich sehr gut für den soliden und industriellen Stil beim Satteldachhaus.
Die Bauphase und die handwerkliche Umsetzung umfassen neben der Planung auch die Baugenehmigung, den Rohbau mit der Satteldachkonstruktion inklusive Dachstuhl sowie den Innenausbau und die Bauabnahme.
Beim Rohbau der Satteldachhäuser wird im ersten Schritt das Fundament gegossen, um darauf die tragenden Wände zu errichten.
Bodenplatte vs. Kellerfundament: Die Entscheidung ist abhängig vom Budget, dem Platzbedarf sowie dem gewünschten Zusatznutzen für die Familie. Die Bodenplatte ist kostengünstiger und energetisch effizient, bietet aber wenig Stauraum. Der Keller dagegen ist deutlich teurer, bietet aber zusätzlichen Wohn- und Stauraum und steigert dadurch den Wiederverkaufswert.
Statikplanung für das Satteldach: Es handelt sich hierbei um einen entscheidenden Schritt vor dem Fundament- und Rohbau. Durch einen Statiker muss die Standsicherheit der gesamten Konstruktion berechnet werden. Dazu zählen auch das Fundament mindestens bis zur Frostgrenze (80 cm Tiefe), die Kellerwände, Decken und der Dachstuhl.
Koordination von Architekt und Bauleiter: Dies umfasst die Abstimmung zwischen dem Architekten und dem Bauleiter, denn nur so kann eine reibungslose Umsetzung beim Hausbau und der Planung garantiert werden. Während der Architekt für die Gesamtplanung und die Integration von Fachingenieuren zuständig ist, kümmert sich der Bauleiter um die Ausführung und überwacht die Koordination der verschiedenen Gewerke.
Der Dachaufbau beim Satteldachhaus ist vielschichtig und reicht vom Dachstuhl über die Dämmung und Dampfbremse bis zur äußeren Abdichtung und Dacheindeckung.
Aufbau: Der Dachstuhl bildet das tragende Gerüst aus Sparren und/oder Pfetten, welche aus Konstruktionsholz bestehen. Nach der Dämmung erfolgt die Dachlattung (Konterlattung) aus Konstruktionsholz, welche als Grundlage für die Dacheindeckung dient.
Dampfsperre: Hierbei handelt es sich um eine Folie oder ein Vlies, welches die Feuchtigkeit aus dem Innenraum am Durchdringen der Dämmung verhindert.
Wärmedämmung: Diese erfolgt gemäß den EnEV-Standards und besteht üblicherweise aus einer Schicht Dämmstoff (Mineralwolle oder andere natürliche Materialien).
Regenrinnen und Dachentwässerung: Für das Satteldachhaus wird eine fachgerechte Dachentwässerung über die Dachrinnen und Fallrohre benötigt. Durch die Neigung des Daches sowie der Dachrinnen wird die Entwässerung gewährleistet. Für die Entwässerung besteht die Möglichkeit der außenliegenden mit halbrunden Regenrinnen oder mit Kastenrinnen sowie der innenliegenden Ausführung.
Der Innenausbau der Satteldachhäuser umfasst die Gestaltung der Innenräume mit Installation der Fenster, Türen, Heizung, Sanitär und Elektro sowie die verschiedenen Arbeiten an Wänden, Decken und Böden.
Türen und Fenster – Direkt nach dem Rohbau werden Fenster und Türen fachgerecht eingebaut.
Grobe Installationen – Dazu zählen die Heizungs-, Sanitär- und Elektro-Rohrsysteme vor dem Verputzen der Wände.
Trockenbau und Dämmung – Hierfür werden die Trockenbauwände aufgestellt sowie die Dämmmaterialien angebracht.
Innenputz und Estrich – Bevor der Estrich für die Bodenkonstruktion gegossen wird, erfolgt der Innenputz.
Wände und Decken – Nachdem der Estrich getrocknet ist, werden die Innenwände und die Decken fertiggestellt.
Bodenbeläge – Diese werden belegt und bestehen je nach Wunsch der Familie aus Fliesen, Parkett oder Teppich.
Feininstallationen – Zum Schluss werden die Feininstallationen für die Elektro- und Sanitäranlagen abgeschlossen und die benötigten Geräte montiert.
Die Kosten für ein Satteldachhaus sind stark abhängig von der Bauweise sowie der Ausstattung, die die Familie sich für ihr Einfamilienhaus oder das Mehrfamilienhaus wünscht.
Die Baukosten für ein Satteldachhaus hängen von der Ausstattung, der Größe sowie der Qualität der Materialien ab. Baufamilien können mit Kosten zwischen 2.500 und 3.000 Euro pro Quadratmeter ausgehen.
Grundstückskosten: Die Kosten für das Grundstück machen in der Regel einen großen Anteil an den Gesamtkosten für das Haus aus. Dies gilt im Besonderen in Ballungsgebieten.
Material- und Arbeitskosten aufschlüsseln: Für die Kalkulation der Kosten müssen die Materialkosten von den Arbeitskosten getrennt werden, da gerade Letztere von Region zu Region variieren können.
Zusätzliche Kosten: Wünschen Baufamilien den Einbau von Gauben oder Dachfenster muss mit zusätzlichen Kosten aufgrund der aufwändigeren Planung und Konstruktion gerechnet werden. Ähnlich sieht es bei einem Keller aus, denn hierfür fallen neben den zusätzlichen Planungskosten auch mehr Kosten für die Erdarbeiten sowie für zusätzliches Material und zusätzliche Arbeitsleistungen an.
Rund um die Finanzierung beim Satteldachhaus gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Neben der Nutzung von Eigenkapital gibt es staatliche Förderungen und die unterschiedlichen Formen der Baufinanzierung. Fragen rund um die Finanzierung und die Fördermöglichkeiten sollten Baufamilien in einem persönlichen Beratungsgespräch mit dem Anbieter oder den Baupartnern klären.
Eigenkapital und Baukredit: Je mehr Eigenkapital eingebracht wird, umso günstiger werden die Konditionen für die Baufinanzierung. Zum Eigenkapital zählen aber nicht nur Bargeld, sondern Wertpapiere, Sparguthaben, Bausparguthaben sowie Rückkaufswerte aus Lebensversicherungen. Im Rahmen der Baufinanzierung sollten Bauherren auf flexible Optionen wie Sondertilgungen oder einen Tilgungssatzwechsel achten, damit die Finanzierung jederzeit an die finanzielle Situation der Familie angepasst werden kann.
Staatliche und regionale Förderungen: Dazu gehören die KfW-Förderprogramme mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen für das energieeffiziente Haus, welches sich durch eine gute Dämmung, eine Wärmepumpe sowie einer Photovoltaikanlage auszeichnet. Für ein Eigenheim, welches über ein QNG-Siegel (Qualitätssiegel nachhaltiges Gebäude) verfügt, bieten sich zusätzliche attraktive Förderungen. Werden die Voraussetzungen für Wohn-Riester erfüllt, kann diese Form der Förderung zusätzlich genutzt werden. Vielfach gibt es weitere staatliche und regionale Förderungen wie das Baukindergeld oder Umweltzuschüsse, welche die Finanzierung rund um das Satteldachhaus erleichtern.
Budgetpuffer: Für unerwartete Kosten rund um den Hausbau, welche sich durch Sonderwünsche, teurere Materialien und zusätzliche Arbeiten ergeben, sollte ein finanzieller Puffer von 10 bis 15 % des Gesamtbudgets eingeplant werden.
Das Satteldachhaus kann durch eine Kombination aus energetischer Optimierung und nachhaltiger Bauweise besonders energieeffizient und umweltschonend gebaut werden.
Durch eine gute Dämmung lässt sich die Energieeffizienz durch das Einsparen von Heizkosten und die Reduzierung von Wärmeverlusten deutlich verbessern.
Wärmedämmung: Diese kann sowohl für das Dach als auch für die Wände und den Keller erfolgen. Beim Dach besteht die Wahl zwischen der Aufsparrendämmung, der Zwischensparrendämmung und der Untersparrendämmung. Als Dämmstoffe kommen Mineralwolle, Holzfasern, Polyurethan oder andere Schaumstoffe zum Einsatz. Die Kellerdeckendämmung ist nicht nur kostengünstig, sondern sehr effektiv. Gemäß den GEG-Vorgaben sollte der maximale U-Wert bei 0,30 W/(m²K) liegen. Zu empfehlen ist jedoch ein Wert unter 0,20 W/(m²K).
Photovoltaik oder Solarthermie: Die Photovoltaikanlage ist die wahrscheinlich wirtschaftlichste Methode beim Satteldachhaus, da sie hilft, hohe Stromkosten zu sparen. Dies gilt im Übrigen auch für Wärmepumpen und Stromspeicher. Die Solarthermie lohnt sich, wenn der Wasserbedarf hoch ist oder wenn eine Kombination mit einer Wärmepumpe geplant ist.
Fenster und Türen: Diese sollten über einen hohen Wärmeschutz verfügen. Fenster sollten nach Möglichkeit eine Mehrfachverglasung haben.
Zu den Baustoffen für ein nachhaltiges Satteldachhaus gehören Holz, Hanf-Kalk, Lehm sowie Holzfaserdämmstoffe. Zusätzlich können auch natürliche Dämmstoffe wie Hanf, Jute und Holzfasern zum Einsatz kommen.
Holz: Hierbei handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff, meist aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft, der CO2 bindet und für eine gesunde Raumluft sorgt. Der Baustoff kann für den Dachstuhl, die Wände, den Boden und für die Fassadenverkleidung verwendet werden.
Recyclingfähige Materialien: Dazu zählen Recyclingbeton, der aus aufbereitetem Bauschutt hergestellt wird, sowie Ziegel, welche ebenfalls wiederverwendet werden können. Weitere recyclingfähige Materialien sind Betondachsteine, Fensterglas sowie Baustahl.
Energieeffiziente Bauweisen: Dadurch lassen sich die langfristigen Kosten durch geringere Energiekosten deutlich senken. Dies bedeutet, dass die anfänglich höheren Baukosten beim energieeffizienten Satteldachhaus über die Jahre amortisieren. Wichtig dabei sind Maßnahmen wie eine gute Dämmung des Daches und der Fassade, der Einbau von modernen Fenstern sowie eine moderne Heizungstechnik, welche durch erneuerbare Energien ergänzt wird.
Ein in die Jahre gekommenes Satteldach lässt sich durchaus renovieren bzw. sanieren. Dies umfasst die verschiedensten Maßnahmen und kann je Umfang zwischen 100 bis mehr als 700 Euro pro Quadratmeter kosten. Eigentümer sollten sich nicht nur in einem Beratungsgespräch über die Möglichkeiten informieren, sondern sich auch ein Angebot rund um den Gesamtpreis erstellen lassen.
Ohne Dämmung ist für die Dacheindeckung mit ca. 100 bis 150 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Die Zwischensparrendämmung schlägt mit 60 bis 100 Euro pro qm zu Buche, während die Aufsparrendämmung zwischen 90 und 150 Euro pro qm kostet. Für eine Komplettsanierung, welche aus Eindeckung, Dämmung und Nebenarbeiten besteht, muss im Schnitt mit 150 bis 700 Euro pro qm gerechnet werden.
Um die Dämmung nachträglich zu verbessern, haben Hausbesitzer die Wahl zwischen der kostengünstigen Zwischensparrendämmung von Innen und der aufwendigen, aber effektiven Aufsparrendämmung.
Zusätzlich kann das Satteldach durch neue Dachfenster oder Gauben optisch aufgewertet werden. Dies verbessert beim Satteldachhaus nicht nur die Ästhetik, sondern sorgt auch für mehr Licht und lässt die Räume unter dem Dach größer wirken.
Der Bau eines Satteldachhauses birgt den einen oder anderen Fehler, der oft aus Unwissenheit begangen wird. Neben der falschen Montage der Dachplatten (unzureichender Dachüberstand) zählen auch eine unsachgemäße Dämmung, eine unzureichende Belüftung oder eine vernachlässigte Wartung zu den häufigsten Fehlern.
Unzureichende Dachneigung: Dies führt zu Wasseransammlungen, Undichtigkeiten sowie zu einer verkürzten Lebensdauer des Daches. Kann das Wasser nicht ordnungsgemäß abfließen, dann staut es sich. In der Folge kommt es zu Schäden, Korrosion und Feuchtigkeitsproblemen am und im Haus. Die Folgen sind neben einer geringeren Haltbarkeit besonders an kritischen Stellen wie etwa den Blechanschlüssen auch strukturelle Probleme.
Falsche Materialwahl: Nicht selten werden falsche oder beschädigte Materialien verwendet. Dies kann im Laufe der Zeit zu Verfärbungen, Risse in der Dachpappe, lose Schindeln oder morschen Holzbalken führen. Wird nur eines dieser Probleme erkannt, ist es wichtig, sofort zu handeln und das Problem zu beheben.
Mangelhafte Planung von Licht und Belüftung im Dachgeschoss: dies führt nicht selten zu Feuchtigkeitsschäden, da die Belüftung für den Abtransport von Feuchtigkeit nicht ausreicht. Dies wiederum kann zu Schimmelbildung, verfaulte Holzbalken und einem schlechten Raumklima führen. Ein eingeschränkter Lichteinfall entsteht durch zu wenig Fenster im Dachgeschoss.
Budget zu knapp kalkuliert: Dies ist meist der Fall bei unterschätzten Baukosten, vergessenen Nebenkosten und/oder dem Fehlen eines finanziellen Puffers. In den meisten Fällen ist eine Nachfinanzierung erforderlich, damit das Projekt Satteldachhaus beendet werden kann.
In vielen Fällen orientiert sich das Design der verschiedenen Haustypen am aktuellen Modegeschmack. Vollkommen anders ist dies beim Satteldachhaus, da es sich um einen zeitlosen Klassiker handelt, der sowohl Fertighäuser als auch Massivhäuser die entsprechende Optik verleiht.
Baufamilien sollten sich bei einem Beratungsgespräch von ihrem Anbieter umfassend informieren lassen, da es auch eine Vielzahl von individuellen Lösungen beim Satteldach gibt.
Die zulässige Höhe ist vom jeweiligen Bebauungsplan der Gemeinde abhängig, da es bis jetzt noch keine bundeseinheitliche Regelung darüber gibt.
Die ideale Neigung liegt zwischen 25 und 45 Grad. Jedoch hängt die exakte Neigung von der Region, dem verwendeten Material sowie der geplanten Nutzung ab.
In der Anschaffung ist das Flachdach günstiger. Allerdings kann es höhere Instandhaltungskosten verursachen.
Die Auswahl an geeigneten Materialien ist groß. Bewährt haben sich die Klassiker Ziegel aus Ton oder Beton sowie Schiefer.
Möglich ist dies durch eine hochwertige Dämmung sowie die Installation von Solaranlagen.
Dies ist in jedem Fall möglich. Doch es erfordert einen erheblichen Eingriff in die Gebäudestruktur, weshalb die Überprüfung der Statik durch einen Fachmann zwingend erforderlich ist.
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ISOWOOD ist beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin bauaufsichtlich zugelassen und mit dem Ü-Zeichen zertifiziert. Die Produktion des Dämmstoffes wird zwei Mal jährlich fremd überwacht und zertifiziert. Bei der werkseigenen Produktionskontrolle wird bei jedem Bauvorhaben eine Dämmstoffprobe entnommen und im eigenen Labor untersucht und dokumentiert. So wird eine gleichbleibende Qualität garantiert.
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