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Achtfamilienhaus bauen: Planung, Kosten und Grundriss im Überblick

Achtfamilienhaus bauen: Planung, Kosten und Grundriss im Überblick

Ein Achtfamilienhaus bauen bedeutet, acht eigenständige Wohneinheiten unter einem Dach zu vereinen und dabei wirtschaftlich effizient und mit stabilen Renditeaussichten zu planen. Zwischen dem klassischen Mehrfamilienhaus mit drei bis sechs Wohnungen und großen Wohnanlagen liegt das Achtfamilienhaus in einer Größenordnung, die sich sowohl für private Kapitalanleger als auch für Bauträger und Baugemeinschaften als Investment eignet.

Ein Achtfamilienhaus benötigt je nach Bauweise ein Grundstück von etwa 600 bis 900 Quadratmetern und verursacht Baukosten zwischen 2.000 und 2.800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei acht Einheiten mit durchschnittlich 75 Quadratmetern liegt das Investitionsvolumen ohne Grundstück meist zwischen 1,2 und 1,7 Millionen Euro. Massivbau und serieller Holzbau unterscheiden sich dabei spürbar in Bauzeit und späterer Mietrendite.

Inhaltsverzeichnis

Kurz & Knapp: Das Wichtigste im Überblick

  • Definition: Ein Achtfamilienhaus ist ein Mehrfamilienhaus mit acht separaten Wohneinheiten, das häufig als Kapitalanlage oder Wohnanlage realisiert wird.

  • Größe und Grundstück: Die Gesamtwohnfläche liegt meist zwischen 550 und 900 Quadratmetern, verteilt auf zwei bis vier Geschosse.

  • Kosten: Die Baukosten bewegen sich schlüsselfertig meist zwischen 2.800 und 4.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, abhängig von Bauweise und Ausstattungsstandard.

  • Bauweise: Holzrahmenbau ermöglicht kurze Bauzeiten, gute Energiewerte und einen hohen Vorfertigungsgrad im Vergleich zum klassischen Massivbau.

  • Wirtschaftlichkeit: Acht Wohneinheiten verteilen das Mietausfallrisiko und schaffen im Vergleich zu kleineren Mehrfamilienhäusern planbarere Einnahmen.

Was ist ein Achtfamilienhaus?

Ein Achtfamilienhaus ist ein Mehrfamilienhaus mit acht getrennten Wohnungen innerhalb eines gemeinsamen Gebäudes. Jede Wohneinheit verfügt über eigene Küche, Bad und abgeschlossene Wohnfläche und kann unabhängig von den übrigen Wohnungen genutzt, vermietet oder verkauft werden. Treppenhaus, Keller, Technikräume und Außenanlagen werden in der Regel gemeinschaftlich genutzt.

Im Vergleich zu kleineren Mehrfamilienhäusern mit drei bis sechs Wohnungen bietet ein Achtfamilienhaus eine effizientere Flächennutzung pro Quadratmeter Grundstück. Gegenüber großen Wohnanlagen mit zwölf oder mehr Einheiten bleibt der Verwaltungsaufwand überschaubar, was das Achtfamilienhaus zu einem beliebten Format für Kapitalanleger macht.

Wie viele Wohneinheiten und Geschosse sind typisch?

Ein Achtfamilienhaus wird meist auf zwei bis vier Geschossen realisiert. Häufig kombiniert die Planung unterschiedliche Wohnungsgrößen, etwa Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen, von Singles über Paare bis zu Familien mit Kindern. Diese Mischung erhöht die Vermietbarkeit und reduziert das Risiko, dass mehrere Wohnungen gleichzeitig leer stehen.

Ein Achtfamilienhaus kann für Eltern, Kinder und Großeltern auch als Mehrgenerationenhaus konzipiert werden. Mehrere Wohnungen sind dann für unterschiedliche Generationen einer Familie vorgesehen, während weitere Einheiten vermietet werden. Wohnkomfort und Wohnqualität entstehen für alle Bewohnergruppen durch durchdachte Grundrisse, ausreichend Tageslicht und funktionale Gemeinschaftsflächen, unabhängig davon, ob eine Wohnung als Traumhaus zur Eigennutzung oder als Mietobjekt gedacht ist.

Achtfamilienhaus planen: Grundstück, Grundriss und Wohnfläche

Die Planung eines Achtfamilienhauses beginnt mit dem Grundstück. Acht Wohneinheiten benötigen mehr Fläche als ein Einfamilienhaus, weshalb Grundstücksgröße, Erschließung und Bebauungsplan über die Machbarkeit des Projekts entscheiden.

Grundstücksgröße für ein Achtfamilienhaus

Für ein Achtfamilienhaus mit einer Gesamtwohnfläche von 600 bis 900 Quadratmetern ist je nach Geschossigkeit und Bebauungsdichte ein Grundstück ab etwa 800 Quadratmetern realistisch, in kompakteren Lösungen auch etwas weniger. Der Bebauungsplan der jeweiligen Gemeinde regelt Grundflächenzahl (GRZ) und Geschossflächenzahl (GFZ) und legt damit fest, wie viel Wohnfläche auf dem Grundstück überhaupt zulässig ist. Stellplätze für Pkw und Fahrräder sowie Abstandsflächen zu Nachbargrundstücken müssen bereits in dieser frühen Phase mitgeplant werden.

Bei den Grundstückspreisen zeigen sich regional große Unterschiede. In ländlichen Regionen sind Baugrundstücke deutlich günstiger als in Ballungsräumen, wo hohe Nachfrage die Preise treibt. Eine frühzeitige Kalkulation von Kaufpreis und Erschließungskosten schafft finanzielle Sicherheit beim Bau eines Mehrfamilienhauses.

Grundriss und Wohnungsaufteilung

Ein guter Grundriss für ein Achtfamilienhaus trennt Wohn- und Schlafbereiche klar voneinander, sorgt für kurze Wege zwischen den Räumen und stellt ausreichend Tageslicht in allen Wohnungen sicher. Bei der Grundrissplanung wird meist zwischen zentralem und dezentralem Treppenhaus unterschieden. Ein zentrales Treppenhaus erschließt alle Wohnungen über einen gemeinsamen Zugang, während dezentrale Lösungen kleinere Einheiten mit mehr Privatsphäre schaffen, aber tendenziell mehr Erschließungsfläche benötigen.

Barrierefreiheit spielt bei Achtfamilienhäusern eine zunehmend wichtige Rolle, insbesondere wenn Wohnungen im Erdgeschoss für ältere Mieter oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen attraktiv sein sollen. Ein Aufzug ist ab einer bestimmten Geschosszahl je nach Landesbauordnung sogar verpflichtend.

Ein Blick auf die Nachfrage in der jeweiligen Region lohnt sich bei der Wohnungsaufteilung ebenfalls. In Universitätsstädten sind kleinere Ein- und Zweizimmerwohnungen gefragt, während in Wohnvierteln mit Familien eher Drei- und Vierzimmerwohnungen mit Balkon oder Terrasse gesucht werden. Eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen Wohnungsgrößen erhöht die Chancen, alle acht Einheiten dauerhaft und ohne lange Leerstandszeiten zu vermieten.

Achtfamilienhaus bauen: Bauweise im Vergleich

Bei der Bauweise stehen im Wesentlichen drei Optionen zur Auswahl. Massivbau, Holzbauweise und Fertigbauweise bringen jeweils eigene Vor- und Nachteile bei Bauzeit, Kosten und Energieeffizienz mit.

Bauweise Eigenschaften Vorteile
Massivbauweise Konstruktion aus Beton oder Ziegeln, vor Ort errichtet Hohe Speichermasse, bewährter Schallschutz
Holzbauweise Tragende Holzelemente, häufig als Holzrahmenbau Nachhaltiger Baustoff, geringes Gewicht, gute Dämmwerte
Fertigbauweise Vorgefertigte Wand- und Deckenelemente Kurze Bauzeit vor Ort, planbare Baukosten

Vorteile der Holzbauweise bei Mehrfamilienhäusern

Ein Achtfamilienhaus aus Holz punktet vor allem durch den hohen Vorfertigungsgrad. Wand- und Deckenelemente entstehen witterungsunabhängig in der Fertigung und werden auf der Baustelle montiert, was die Bauzeit deutlich verkürzt. Holz als nachwachsender Rohstoff bindet zudem CO₂ und ermöglicht schlanke Wandaufbauten mit guten Dämmwerten, ohne dabei auf Schallschutz zu verzichten, ein Aspekt, der bei Mehrfamilienhäusern mit mehreren übereinanderliegenden Wohnungen besonders relevant ist.

Auf ISOWOODhaus wird die Holzbauweise für Mehrfamilienhäuser mit patentierter Dämmtechnik kombiniert, die auf Folien und Styropor verzichtet und speziell auf die höheren Anforderungen von Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten ausgelegt ist.

Der Holzfertigbau hat im direkten Vergleich eine bessere CO₂-Bilanz als der klassische Massivbau, da Holz als nachwachsender Rohstoff über die Wachstumsphase Kohlenstoff bindet und in der Herstellung weniger Energie benötigt als Beton oder Ziegel. Die Hybridbauweise bietet sich als Mittelweg zwischen beiden Systemen an und kombiniert häufig einen massiven Keller mit einem Rohbau in Holzrahmenbauweise. Fertighäuser lassen sich in diesem Segment zudem regelmäßig als Effizienzhaus 40 oder Effizienzhaus 55 ausführen, was sich direkt auf die verfügbaren Fördermöglichkeiten auswirkt.

Statik und Schallschutz bei mehrgeschossigen Gebäuden

Ein Achtfamilienhaus stellt höhere Anforderungen an die Statik als ein Einfamilienhaus, da tragende Wände und Decken die Lasten mehrerer Geschosse aufnehmen müssen. Eine sorgfältige statische Berechnung ist deshalb bereits in der Planungsphase Pflicht und wird Teil der Bauantragsunterlagen. Der Schallschutz ist ebenso wichtig, da mehrere Wohnungen übereinander und nebeneinander liegen und Decken- und Wandkonstruktionen Tritt- und Luftschall zwischen den Einheiten wirksam dämmen müssen. Holzbauweisen mit schweren Deckenkonstruktionen erreichen dabei Werte, die auch erhöhten Schallschutzanforderungen gerecht werden.

Kosten eines Achtfamilienhauses

Die Baukosten eines Achtfamilienhauses hängen von Grundstückspreis, Bauweise, Wohnfläche, Ausstattung und Region ab. Als grobe Orientierung liegen die reinen Baukosten schlüsselfertig meist zwischen 2.800 und 4.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Wohneinheiten Wohnfläche (ca.) Baukosten schlüsselfertig*
6 WE 400–500 m² 1.280.000–1.600.000 €
8 WE 550–650 m² 1.760.000–2.100.000 €
10–12 WE 700–900 m² 2.240.000–2.900.000 €

*Reine Baukosten ab Oberkante Bodenplatte, ohne Grundstück und Baunebenkosten.

Baunebenkosten und weitere Kostenfaktoren

Neben den reinen Baukosten fallen Baunebenkosten für Planung, Genehmigungen, Vermessung und Gutachten an, die üblicherweise 15 bis 20 Prozent der Baukosten ausmachen. Erschließungskosten für Wasser-, Strom- und Abwasseranschlüsse sowie die Gestaltung der Außenanlagen mit Stellplätzen, Wegen und Grünflächen kommen hinzu. Diese Nebenkosten sollten von Beginn an in die Gesamtkalkulation einfließen, da sie das Budget schnell um mehrere Hunderttausend Euro erhöhen können.

Die Baukosten pro Quadratmeter variieren je nach Bauweise und Ausstattung und dienen als erste Orientierung für die eigene Kostenplanung.

Achtfamilienhaus schlüsselfertig bauen lassen

Ein Achtfamilienhaus schlüsselfertig bauen zu lassen bedeutet, Planung, Rohbau, Ausbau und Haustechnik an einen einzigen Baupartner zu übergeben. Das reduziert den Koordinationsaufwand für Bauherren spürbar, da Schnittstellen zwischen verschiedenen Gewerken vom Anbieter selbst gesteuert werden. Ein Vergleich mehrerer Angebote sowie ein Blick auf bereits realisierte Referenzprojekte hilft bei der Auswahl eines Bauunternehmens für ein Mehrfamilienhaus dieser Größenordnung, um Erfahrung mit mehrgeschossigen Gebäuden und den entsprechenden Genehmigungsprozessen einzuschätzen.

Architekten übernehmen individuelle Planungen, während erfahrene Baufirmen häufig ein bestehendes Konzept umsetzen. Entscheidend ist am Ende ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, bei dem Baukosten, Bauqualität und Gestaltungsmöglichkeiten in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Interessenten, die ihr Mehrfamilienhausprojekt konkretisieren möchten, können ihre Vorstellungen und individuellen Wünsche direkt mit einem Anbieter besprechen, um einen ersten Preis- und Planungsrahmen zu erhalten.

Baugenehmigung und Bauzeit

Für den Bau eines Achtfamilienhauses ist eine Baugenehmigung zwingend erforderlich und bildet das zentrale Dokument für den Baubeginn. Der Bauantrag wird bei der zuständigen Baubehörde eingereicht und umfasst Bauzeichnungen, statische Berechnungen, ein Brandschutzkonzept sowie Nachweise zum Energieeffizienzstandard. Achtfamilienhäuser fallen je nach Geschosszahl in eine höhere Gebäudeklasse, weshalb strengere gesetzliche Anforderungen an Brandschutz, Fluchtwege und Schallschutz gelten als beim Einfamilienhaus. Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung müssen zudem zahlreiche weitere behördliche Freigaben eingeholt werden, etwa zur Erschließung und zum Bebauungsplan.

Stellplatznachweise sind für ein Achtfamilienhaus ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Bauantrags und variieren je nach Kommune. Die genaue Anzahl der geforderten Stellplätze pro Wohneinheit regelt die jeweilige örtliche Stellplatzsatzung. Ab einer bestimmten Anzahl an Geschossen oder Wohneinheiten kann außerdem ein Aufzug vorgeschrieben sein, was bereits in der Grundrissplanung berücksichtigt werden sollte.

Die Bauzeit gliedert sich in mehrere Phasen, von den Erdarbeiten und dem Fundament über den Rohbau und den Ausbau der Haustechnik bis zum Innenausbau und zur Fertigstellung. Eine Fertigbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad verkürzt die reine Bauzeit auf der Baustelle spürbar, während Massivbauprojekte meist länger dauern, da viele Arbeitsschritte witterungsabhängig vor Ort erfolgen.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Ein energieeffizientes Achtfamilienhaus reduziert nicht nur die Umweltbelastung, sondern senkt auch die Betriebskosten für Mieter und steigert damit die Attraktivität der Wohnungen. Eine gut gedämmte Gebäudehülle, moderne Heiztechnik wie Wärmepumpen und eine kontrollierte Wohnraumlüftung zählen zu den zentralen Bausteinen.

Viele Neubauprojekte orientieren sich mittlerweile am KfW-40-Standard, der einen besonders niedrigen Energiebedarf definiert. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach senkt in Kombination damit den Energiebedarf eines Achtfamilienhauses zusätzlich, ein Modell, das gerade bei mehrgeschossigen Holzbauprojekten zunehmend zum Standard wird.

Förderungen für den Bau eines Mehrfamilienhauses

Staatliche Förderungen senken beim Bau eines Mehrfamilienhauses einen spürbaren Teil der Finanzierungskosten.

KfW-Förderung für klimafreundlichen Neubau

Das KfW-Programm für klimafreundlichen Neubau bietet zinsgünstige Kredite von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit, mit Nachhaltigkeitssiegel QNG und Effizienzhaus-40-Standard sogar bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit. Bei einem Achtfamilienhaus mit acht Wohneinheiten ergibt sich daraus ein erheblicher Förderkreditrahmen, der die klassische Bankfinanzierung ergänzt.

Die Zinssätze der KfW-Förderkredite liegen für klimafreundliche Neubauten aktuell deutlich unter dem marktüblichen Bauzins, je nach Programm und Ausstattungsstandard im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die KfW-Förderung muss vor Baubeginn beantragt werden, ein bereits gestellter Bauantrag reicht dafür nicht aus.

Voraussetzungen für die Förderung

Energetische Standards wie eine hochwertige Gebäudedämmung und der Einsatz erneuerbarer Energien, etwa über eine Wärmepumpe, sind Voraussetzung für die höheren Fördersätze und sollten von Beginn an in die Bauplanung einfließen. Weitere Förderungen für altersgerechtes Bauen oder den Einsatz erneuerbarer Energien lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen mit der Neubauförderung kombinieren.

Ein Baukostenrechner hilft in der frühen Planungsphase, einen ersten Überblick über realistische Kosten pro Quadratmeter zu erhalten und verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten wie Eigenkapital, Bankdarlehen und Förderkredite gegenüberzustellen.

Achtfamilienhaus als Kapitalanlage

Acht unabhängige Mietverhältnisse machen ein Achtfamilienhaus zu einer besonders geeigneten Kapitalanlage. Fällt eine der Parteien als Mieter aus, bleiben sieben weitere Einnahmequellen bestehen. Diese Risikostreuung macht das Achtfamilienhaus im Vergleich zu kleineren Mehrfamilienhäusern planbarer für Investoren im Immobilienbereich.

Businessplan und Mietkalkulation

Für ein Bauprojekt dieser Größenordnung empfiehlt sich ein detaillierter Businessplan, der Investition, laufende Ausgaben und erwartete Mieteinnahmen über mehrere Jahre hinweg gegenüberstellt. Der örtliche Mietspiegel sowie die Betriebskosten vergleichbarer Objekte liefern realistische Daten für die eigene Vermietungsstrategie und helfen, den Rahmen für eine tragfähige Kalkulation abzustecken.

Finanzierung mit Eigenkapital und Bankdarlehen

Die Finanzierung erfolgt in der Regel über eine Kombination aus Eigenkapital und Bankdarlehen. Banken bewerten neben dem Grundstückswert vor allem die erwarteten Mieteinnahmen und die Lage des Objekts. Ein Eigenkapitalanteil von 20 bis 30 Prozent der Gesamtinvestition ist üblich, wobei ein höherer Anteil in der Regel zu besseren Kreditkonditionen führt. Förderdarlehen für energieeffiziente Neubauten sowie die Sonder-AfA für den Neubau von Mietwohnungen entlasten die Finanzierung zusätzlich, da sie steuerliche Vorteile über die reguläre Abschreibung hinaus schaffen.

Wirtschaftlichkeit und Rendite

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung stellt Baukosten, Finanzierungskosten und erwartete Mieteinnahmen einander gegenüber. Laufende Betriebskosten, Instandhaltungsrücklagen und mögliche Verwaltungskosten fließen neben der Kaltmiete ebenfalls in die Kalkulation ein. Die Bruttorendite bei Mehrfamilienhäusern liegt je nach Region meist zwischen drei und sechs Prozent, ein Wert, der stark von Kaufpreis, Baukosten und erzielbarer Miete abhängt. Eine realistische Mietkalkulation, die sich an vergleichbaren Objekten in der Region orientiert, bildet die verlässlichste Grundlage für die Rentabilität eines Achtfamilienhauses.

Beim Bau eines Mehrfamilienhauses begleiten erfahrene Anbieter Bauherren von der ersten Planung bis zur Fertigstellung und beraten individuell zu Grundriss, Wohnraumgestaltung und Finanzierung. Eine kurze Anfrage per E-Mail oder über das Kontaktformular genügt meist für eine erste Einschätzung des eigenen Hausbau-Vorhabens.

Fazit

Ein Achtfamilienhaus bauen bedeutet, acht eigenständige Wohnungen wirtschaftlich sinnvoll auf einem Grundstück zu vereinen. Die Größenordnung bietet eine gute Balance zwischen Baukosten, Verwaltungsaufwand und Vermietbarkeit und eignet sich damit sowohl für private Kapitalanleger als auch für Baugemeinschaften. Eine realistische Grundstücks- und Kostenplanung, die passende Bauweise sowie eine solide Finanzierung, die spätere Mieteinnahmen von Beginn an einbezieht, entscheiden über den Erfolg des Projekts.

FAQ – Häufige Fragen zum Achtfamilienhaus bauen

Die reinen Baukosten liegen schlüsselfertig meist zwischen 1,76 und 2,1 Millionen Euro bei einer Wohnfläche von 550 bis 650 Quadratmetern. Zusammen mit Grundstück, Baunebenkosten und Erschließung ist bei acht Wohneinheiten je nach Lage mit einer Gesamtinvestition von rund 2,2 bis 3 Millionen Euro zu rechnen.

Ein Neubau ermöglicht eine individuelle Grundrissgestaltung und aktuelle Energiestandards, die sich langfristig positiv auf Betriebskosten und Vermietbarkeit auswirken. Der Kauf eines Bestandsobjekts ist oft schneller realisierbar, bringt jedoch häufig Sanierungsbedarf und ältere Energiestandards mit sich, was in die Kaufpreiskalkulation einfließen sollte.

Ab einer gewissen Anzahl an Mietparteien lohnt sich meist eine professionelle Hausverwaltung, da der Aufwand für Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen und Instandhaltung mit acht Wohneinheiten deutlich steigt. Eigentümer, die das Objekt selbst verwalten möchten, sollten diesen Zeitaufwand realistisch in ihre Rentabilitätsplanung einrechnen.

Häufige Fehler sind eine zu knapp bemessene Grundstücksgröße, eine fehlende frühzeitige Abstimmung mit der Baubehörde sowie eine zu optimistische Mietkalkulation ohne Puffer für Leerstand oder Mietausfälle. Auch eine unzureichende Berücksichtigung von Baunebenkosten führt bei Achtfamilienhäusern regelmäßig zu Budgetüberschreitungen.

Ein nachträglicher Ausbau, etwa im Dachgeschoss oder durch eine Aufstockung, ist grundsätzlich möglich. Er erfordert jedoch eine erneute Prüfung von Statik, Brandschutz und Stellplatzsituation sowie eine neue Baugenehmigung, weshalb sich eine erweiterungsfähige Planung bereits beim ersten Bauantrag auszahlt.

Ein Achtfamilienhaus benötigt in der Regel ein größeres Grundstück und höhere Gesamtinvestitionen, verteilt das Mietausfallrisiko dafür aber auf mehr unabhängige Parteien. Zudem kann die höhere Wohneinheitenzahl je nach Landesbauordnung eine andere Gebäudeklasse und damit strengere Anforderungen an Brandschutz und Fluchtwege nach sich ziehen.

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Mann mit kurzen, hellbraunen Haaren, blauen Augen und einem freundlichen Lächeln. Er trägt ein helles Poloshirt. Der Hintergrund ist unscharf und grünlich.
Autor: Tim Kirchhoff
Geschäftsführer
Tim Kirchhoff ist seit vielen Jahren eine treibende Kraft hinter der Isowoodhaus GmbH. Mit seiner Leidenschaft für nachhaltiges Bauen und seiner Expertise im Bereich Holzbau führt er das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft. Im Fokus seiner Arbeit stehen ökologische Bauweisen, innovative Technologien und die Schaffung gesunder Wohnräume. Als Geschäftsführer von Isowoodhaus setzt er wichtige Impulse in der Fertigbau-Branche und treibt die Weiterentwicklung des modernen Holzfertigbaus maßgeblich voran.

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ISOWOOD ist beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin bauaufsichtlich zugelassen und mit dem Ü-Zeichen zertifiziert. Die Produktion des Dämmstoffes wird zwei Mal jährlich fremd überwacht und zertifiziert. Bei der werkseigenen Produktionskontrolle wird bei jedem Bauvorhaben eine Dämmstoffprobe entnommen und im eigenen Labor untersucht und dokumentiert. So wird eine gleichbleibende Qualität garantiert.

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