Tim Kirchhoff Architektenhäuser: Individuelle Planung statt Standardlösung
Architektenhäuser punkten nicht nur mit ihrer individuellen Planung, sondern auch mit einer fachkundigen Baubegleitung. Anders als beim Fertighaus aus dem Katalog entsteht hier ein Haus, das von Grund auf neu gedacht wird und sich exakt an den Lebensumständen, dem Budget und den Gegebenheiten des Baugrundstücks orientiert. Selbst schwierige Hanggrundstücke, besondere Wohnanforderungen oder der Wunsch nach einem unverwechselbaren Erscheinungsbild lassen sich mit einem Architektenhaus realisieren, wo standardisierte Baukonzepte an ihre Grenzen stoßen. Neben den zahlreichen Vorteilen, die ein solches Traumhaus bietet, sollten Baufamilien allerdings nicht die Nachteile außer Acht lassen, die der Bau einer solchen Immobilie mit sich bringt.
Architektenhäuser sind keine Kataloghäuser: Die Immobilien werden gemäß den Vorstellungen und den Ideen der Bauherren entworfen, geplant und realisiert.
Kostenzusammensetzung für ein Architektenhaus: Die Kosten setzen sich aus den reinen Baukosten, dem Architektenhonorar, den Baunebenkosten und der Umsatzsteuer zusammen.
Mehrkosten rund um den Hausbau beim Architektenhaus: Bauherren müssen mit Mehrkosten von rund 30.000 Euro rechnen.
Bauherren, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen möchten, suchen in der Regel nach dem Besonderen. Dies erklärt auch, warum Architektenhäuser immer beliebter werden, denn ein solches Traumhaus wird exakt nach den Wünschen und Vorstellungen der Familie geplant und errichtet. Es handelt sich um ein maßgeschneidertes Unikat von Haus, welches sich exakt an den Bedürfnissen der Familie, deren Budget und den speziellen Gegebenheiten des Grundstücks orientiert.
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Merkmale eines Architektenhauses:
| Merkmale | Hinweise |
| Unikat | Kein Haus gleicht dem anderen: Es werden Grundriss, Raumaufteilung und Design für jedes Haus komplett neu geplant und entworfen. |
| Bezug auf das Grundstück | Das Traumhaus wird optimal an das Baugrundstück angepasst. Dies gilt für die Himmelsrichtung, den Lichteinfall, die Topografie sowie die Nachbarschaftsbebauung. |
| Individuelle Ausstattung | beginnend bei der Materialauswahl bis hin zur Haustechnik bestimmen Baufamilien die Ausstattung komplett selbst. |
| Rund-um-Betreuung | Architekten übernehmen bei Architektenhäusern nicht nur den Entwurf, sondern auch die Genehmigungsplanung, die Ausschreibung der Handwerkerleistungen, die Bauüberwachung sowie die Kostenkontrolle. |
Beim Architektenhaus handelt es sich um ein individuelles und maßgeschneidertes Unikat und nicht um ein Haus von der Stange, welches in Serienproduktion hergestellt wird. Das neue Traumhaus wird vom Architekten von Grund auf entworfen und geplant, ohne dass auf vorgegebene Grundrisse zurückgegriffen wird. Architektenhäuser passen sich ohne Kompromisse an den persönlichen Lebensstil und die spezifischen Gegebenheiten des Grundstücks an. Aufgrund der besonderen Architektur, der hohen Bauqualität und der Einzigartigkeit erzielen Architektenhäuser bei einem späteren Verkauf oftmals höhere und stabilere Marktwerte als ein standardisiertes Fertighaus aus dem Katalog.
Das Architektenhaus ist ein individuelles, von Grund auf geplantes Haus, das nicht „von der Stange“ kommt. Es wird kompromisslos auf den Lebensstil, das Budget und die exakten Gegebenheiten des Baugrundstücks der Familie zugeschnitten. Dies alles zusammen macht das Eigenheim zu einem echten Unikat.
Architektenhäuser zeichnen sich vor allen Dingen durch ihre absolute Individualität aus. Die Kernmerkmale dieser Individualität sehen folgendermaßen aus:
Freie Grundrissgestaltung: Für das Haus gibt es keine vorgegebenen Raster. Die Räume werden exakt so angeordnet, wie es der Alltag der Familie erfordert. Die reicht vom offenen Wohnkonzept bis hin zu speziellen Rückzugsorten.
Grundstücksausrichtung: Das Eigenheim regiert optimal auf die Umgebung. Dazu zählen Sonnenstand für optimales Tageslicht, Aussicht und Hanglage.
Maßgeschneiderte Architektur: Jedes Detail am Haus, von der Fassadengestaltung über die Dachform bis zur Materialauswahl kann vom Bauherren individuell gewählt werden.
Zukunftssicherheit: Architektenhäuser wachsen oftmals mit den Lebensphasen und lassen sich flexibler als das standardisierte Fertighaus anpassen.
Bei einem solchen Eigenheim handelt es sich um kein Haus aus dem Katalog. Neben der einzigartigen Fassadengestaltung und einem individuell gewählten Dach passt sich das Haus optimal an die spezifischen Gegebenheiten des Baugrundstücks an. Architekten beziehen dabei den Sonnenstand und die Umgebung bewusst in die Planung mit ein. Große Fensterfronten, gezielte Licht- und Sichtachsen maximieren das Raumgefühl und die Wohnqualität.
Der architektonische Ausdruck ist individuell und zeitlos. Er reicht vom modernen, kubischen Bauhausstil bis zum klassischen Klinkerbau. Dies verleiht dem Gebäude einen hohen ästhetischen und materiellen Wert, der lange erhalten bleibt.
Mit einem guten Architekten können Bauherren das Maximum aus dem Baurecht herausholen und bekommen ein Gebäude, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt, anstatt einen Fremdkörper in der Natur darzustellen.
Im Gegensatz zum typischen Fertighaus ordnen Architektenhäuser die Ästhetik nicht dem Zufall, sondern der maximalen Alltagstauglichkeit unter. Dabei wird das maßgeschneiderte Hausdesign mit höchster Funktionalität vereint. Dies bedeutet es passt sich an den Lebensstil und den Bedürfnissen der Bewohner an. Die vorhandene Grundstücksfläche, egal ob schwierig, schmal oder klein, wird optimal genutzt. In Bezug auf die Wohnfläche werden Architekten das Maximum herausholen, indem sie jeden Winkel nutzen. Dies funktioniert sowohl durch multifunktionale Räume als auch durch geschickt integrierte Einbauschränke. Beim Bau eines Architektenhauses denken Architekten nicht nur an die Gegenwart, sondern auch an die Zukunft.
Die Planung eines Architektenhauses erfolgt in der Regel schrittweise nach den neun Leistungsphasen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Wir haben uns die wichtigsten Phasen beim Bau eines Architektenhauses angeschaut.
Die Planung der Architektenhäuser beginnt mit der essenziellen Bedarfsermittlung, die oft auch als Leistungsphase 0 bezeichnet wird. Diese Phase findet oftmals vor der eigentlichen Konzeptzeichnung statt und dient der Aufgabendefinition. Im Einzelnen zählen hierzu:
Lebenssituation analysieren: Wichtige Fragen dabei sind: Wie wird der Alltag genutzt? Soll die Küche offen sein? Werden barrierefreie Bereiche benötigt? Wie viel Privatsphäre wird gewünscht?
Raumprogramm: Hierbei wird aufgelistet wie viele Zimmer, Bäder und welche Nebenräume für Homeoffice oder Hobbyräume benötigt werden.
Energiestandard: Welche ökologischen Ansprüche bestehen und Heizsysteme (Wärmepumpe, Photovoltaik usw.) werden für das Eigenheim bevorzugt.
Budget festlegen: Hierbei wird geklärt, wie viel Eigenkapital vorhanden ist und welcher Kreditrahmen zur Verfügung steht.
Gemeint ist hiermit die zeichnerische Ausarbeitung rund um das Haus. Der Traum von den eigenen vier Wänden nimmt konkrete Formen an. Bauherren erhalten die folgenden Unterlagen meist im Maßstab 1 : 100.
Grundrisse: Aufteilung aller Räume und eine genaue Definition der Raumgrößen.
Ansichten: Fassadengestaltung im Hinblick auf alle vier Himmelsrichtungen.
Schnitte: Dazu gehören die vertikalen Schnitte, die die Höhenentwicklung und den Aufbau des Hauses inklusive Dach und Keller zeigen.
Das Haus wird dabei optimal an das Grundstück angepasst, wobei jeder Schritt mit dem Bauherren abgestimmt wird.
Die Genehmigungsplanung (Leistungsphase 4 nach HOAI) bildet den Kern der Hausplanung. Im Rahmen der Genehmigungsplanung, welche auch als Eingabe- oder Einreichplanung bezeichnet wird, werden die Unterlagen für die Baubehörde vorbereitet. Das Bauamt prüft die Machbarkeit des Bauvorhabens anhand der öffentlich-rechtlichen Vorschriften wie Bauordnung, Denkmalschutz und Abstandsflächen.
Für das Bauamt und den Bauantrag wird der Architekt die folgenden Unterlagen zusammenstellen:
Bauantragsformular und Baubeschreibung
Amtlicher Lageplan inklusive Flurkartenauszug und Freiflächenplan
Bauzeichnungen im Masstab 1 : 100
Berechnungen wie Wohnflächenberechnung, bebaute/unbebaute Flächen und die Grundflächenzahl (GRZ)
Technische Nachweise zum Brandschutz, Schallschutz, Wärmeschutz sowie zur Standsicherheit (Statik)
Die Ausführungsplanung erfolgt nach der Baugenehmigung und dient als konkrete Bauanleitung für die Handwerker. Sie ist praktisch das verbindliche Bindeglied zwischen der kreativen Entwurfsplanung und der tatsächlichen Umsetzung auf der Baustelle. In dieser Phase werden alle vorherigen Konzepte in technisch exakte und detaillierte Bauunterlagen überführt.
Architekten erstellen die Grundrisse, Schnitte und Ansichten im Maßstab 1 : 50. Für kritische Bauteile wie Treppen, Dachabdichtungen und Fensteranschlüsse werden Pläne in Maßstäben 1 : 20 oder 1 : 1 ausgearbeitet.
Im Rahmen der Materialdefinition werden neben den exakten Maßen auch die Materialstärken und die Produktdefinitionen festgelegt. Bauherren haben volles Mitbestimmungsrecht und letztendlich auch das letzte Wort, wenn es um die Auswahl der Materialien geht.
Zu guter Letzt wird die Bauphase rund um die Architektenhäuser vorbereitet. Dazu zählen die Vorbereitungen zur Vergabe inklusive der exakten Leistungsbeschreibung, damit Handwerker die Angebotserstellung ausarbeiten können.
Architektenhäuser sind individuell nach den Wünschen der Bauherren geplante Häuser, bei denen Architekten alle Leistungsphasen von der ersten Skizze bis zur Bauüberwachung übernehmen. Sie sind ideal für maßgeschneiderte Wohnkonzepte und schwierige Baugrundstücke, gehen jedoch meist mit höheren Kosten und längeren Bauzeiten einher.
Vorteile
Nachteile
Beim Hausbau hängt die Entscheidung zwischen Fertighaus und Architektenhaus von den Prioritäten des Bauherren ab. Während das Fertighaus für Schnelligkeit, Kosten- und Planungssicherheit steht, stehen beim Architektenhaus maximale Flexibilität, Anpassung an das Baugrundstück sowie der oftmals höhere Wiederverkaufswert für den zukünftigen Hausbesitzer im Fokus.
Architektenhäuser sind zu 100 % individuell geplante Gebäude, die exakt auf die Anforderungen und Vorstellungen der Bauherren zugeschnitten werden. Planungsfreiheit besteht bei Grundriss, Baustoffen, Ausrichtung und Ausstattung – verbunden jedoch mit höherem Zeitaufwand und höheren Kosten. Die Baukosten liegen meist zwischen 3.500 und mehr als 5.000 Euro pro Quadratmeter, das Architektenhonorar beläuft sich auf 10 bis 15 % der reinen Bausumme.
Das Fertighaus überzeugt mit kurzer Bauzeit, Festpreisgarantie und geringem Planungsaufwand – das komplette Haus entsteht aus einer Hand. Die Vorfertigung der Bauelemente im Werk sorgt für eine konstant hohe Qualität. Weniger Flexibilität bei Grundrissänderungen und Individualisierungen, die oft nur gegen Aufpreis möglich sind, zählen zu den wesentlichen Einschränkungen.
Die Hybridlösung vereint die Vorteile beider Welten. Das Haus wird individuell mit einem freien Architekten geplant, die Bauteile werden anschließend von einem Fertighausanbieter industriell vorgefertigt und auf dem Grundstück montiert. Bauherren beauftragen den Architekten mit den Leistungsphasen 1 bis 4 der HOAI, danach übernimmt der Fertighaushersteller die Umsetzung. Das Ergebnis ist Kostensicherheit durch den Systembau, eine hochgedämmte Gebäudehülle nach KfW-Effizienzhaus-40-Standard und eine kurze Montagezeit, die den Einzug deutlich früher ermöglicht.
Das Grundstück ist der wichtigsten Parameter rund um die Architektenhäuser, da es als unikatbedingter Rohbauplatz dient. Anders als beim Kataloghaus wird das Gebäude exakt an die spezifischen, topografischen und rechtlichen Gegebenheiten des Baugrunds angepasst, um so das Maximum an Wohnqualität für die Baufamilie zu erzielen.
Der Architekt wird die Vorgaben der Gemeinde in Bezug auf Form des Daches, Geschossigkeit und Grundflächenzahl prüfen, um im Anschluss das Haus so zu entwerfen, dass es den rechtlichen Vorgaben entspricht.
Im Rahmen der topografischen Gegebenheiten wird die Ausrichtung des Hauses so geplant, dass die Räume nach dem Sonnenlauf ausgerichtet sind. Gleichzeitig müssen Anpassungen an das Geländeniveau berücksichtigt werden. Dies ermöglicht einzigartige Grundrissvarianten wie zum Beispiel Split-Level.
In Bezug auf die spezifischen Gegebenheiten wie Privatsphäre und Umgebung wird der Architekt Fenster und Terrassen so platzieren, dass diese vor den Blicken der Nachbarn geschützt sind. Des Weiteren wird er einen besonderen Ausblick oder einen schönen Baumbestand in die Planung und das Raumkonzept integrieren.
Individuell geplante Architektenhäuser unterliegen keinen starren Formvorgaben, denn der Entwurf wird maßgeschneidert auf das Baugrundstück und die Bedürfnisse bzw. Anforderungen der Bauherren erstellt. Wir haben uns dennoch einige der typischen und prägenden Hausformen bzw. Baustile rund um die Architektenhäuser angeschaut.
Frei geplante Architektenhäuser im Stil einer Stadtvilla vereinen das repräsentative, zweigeschossige Wohnen ohne Dachschrägen mit einer maßgeschneiderten Architektur, welche exakt auf die Vorstellungen und Wünsche der Baufamilie abgestimmt sind.
Die typischen Merkmale einer Stadtvilla sind neben den zwei Vollgeschossen mit maximaler Stehhöhe ohne Dachschrägen sehr oft das Zeltdach oder das Walmdach. Diese flach geneigten Dächer betonen den mediterranen, klassischen oder minimalistisch-modernen Charakter des Hauses. Für ein optimales Verhältnis zwischen den Außenwandflächen zum Wohnraum und für ein großzügiges Raumgefühl sorgt die quadratische oder kubische Geometrie.
Das Einfamilienhaus verfügt nicht nur über flexible Grundrisse, sondern kann auch ganz individuell an die Familienstruktur angepasst werden. Ein ansprechendes Beispiel hierfür sind die amerikanischen Häuser, welche für viel mehr als einen bestimmten Baustil stehen. Mit einem solchen Haus wird ein besonderes Lebensgefühl verkörpert. Neben dem klassischen Colonial Style ist auch der moderne Ranch-Bungalow eine Option, auf die viele Baufamilien beim Hausbau zurückgreifen.
Die Vorteile beim individuellen Einfamilienhaus liegen klar auf der Hand. Architekten beziehen bei der Planung nicht nur Hanglagen, sondern auch schwierige Grundstücksformen, den Sonnenverlauf und die Sichtachsen mit ein. Dank der flexiblen Raumkonzepte kann das Haus später einfach umgebaut werden, wenn eine Einliegerwohnung oder ein barrierefreier Bereich gewünscht werden.
Das Kubus-Haus zeichnet sich durch seine minimalistische Architektur, seine quadratische oder rechteckige Geometrie, seine klaren Linien und sein markantes Flachdach aus. Solche Architektenhäuser sind vom klassischen Bauhausstil inspiriert und bieten eine maximale Raumausnutzung ohne Dachschrägen sowie eine zeitlose und minimalistische Ästhetik.
Die Kosten für Architektenhäuser lassen sich nicht pauschal beziffern, da sie stark von Größe und Ausstattung abhängen. Für ein individuell geplantes Architektenhaus müssen Baufamilien mit Gesamtbaukosten von ca. 3.000 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Bei einer Hausgröße von 150 Quadratmetern entspricht das Baukosten von 450.000 bis 525.000 Euro – zuzüglich Baugrundstück.
Die Gesamtsumme setzt sich aus drei Kostenbereichen zusammen:
| Kostenbereich | Kosten | Anteil an der Bausumme | Hinweise |
| Reine Baukosten | 3.000–3.500 €/m² | Größter Kostenblock | Variieren nach energetischem Standard, Materialqualität und individuellen Wünschen |
| Architektenhonorar | ca. 45.000–79.000 € (bei 150 m²) | 10–15 % | Geregelt in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) |
| Baunebenkosten | ca. 67.000–105.000 € (bei 150 m²) | 15–20 % | Genehmigungen, Gutachten, Vermessung, Versicherungen |
Um die Kosten der Architektenhäuser zu optimieren, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Am effektivsten sind kompakte Bauweisen, der Verzicht auf teure Sonderformen und Keller sowie die Auswahl von standardisierten Materialien inklusive Eigenleistungen beim Hausbau.
Im Folgenden einen Überblick über die Einsparmöglichkeiten bei den Kosten:
Kompakte Bauweise und Planung: Mit einem kompakten Baukörper und einem Sattel- oder Pultdach wird das Haus deutlich günstiger als bei verschachtelten Grundrissen, Erkern, Gauben und dergleichen. Wird auf einen Keller verzichtet, lassen sich im Schnitt zwischen 20.000 und 50.000 Euro an Kosten sparen. Des Weiteren sollten Baufamilien den tatsächlichen Platzbedarf hinterfragen, denn jeder gesparte Quadratmeter Wohnfläche reduziert die Kosten.
Konstruktion und Materialien: Baufamilien sollten sich auf Standardmaße konzentrieren und Fenster in Sondergröße oder maßgefertigte Raumhöhen vermeiden. Materialien sollten intelligent ausgewählt werden. So lassen sich mit einem monolithischen Mauerwerk oftmals zusätzliche Wärmedämmverbundsysteme vermeiden.
Eigenleistungen: In Absprache mit dem Architekten können Arbeiten wie das Öden Verlegen, Malerarbeiten oder das Dämmen des Dachbodens in Eigenregie übernommen werden. Dies spart ebenfalls Kosten.
Architektenhäuser sind die ideale Wahl für Baufamilien, die kompromisslose Individualität beim Hausbau suchen. Das maßgeschneiderte Haus wird exakt auf den eigenen Lebensstil und die persönlichen Wünsche zugeschnitten und kein anderes Baukonzept bietet diese Freiheit in gleichem Maße.
Muss jedoch ein strenges Budget eingehalten werden, sind Standardlösungen die stressfreiere und kostengünstigere Alternative. Als Mittelweg bieten viele Fertighaushersteller frei geplante Architektenlinien an, die individuelle Planung mit Kostensicherheit und schneller Umsetzung verbinden.
Das muss nicht zwingend der Fall sein, auch wenn 10 bis 15 % an Architektenhonorar anfallen. Architekten planen in der Regel transparent und können das vorhandene Budget zielgenau steuern. Wer auf eine kompakte Bauweise und standardisierte Materialien setzt, kann die Gesamtkosten deutlich reduzieren und kommt einem Fertighaus preislich näher als oft angenommen.
Für die reine Planungsphase muss mit einer Dauer von 6 bis 12 Monaten gerechnet werden. Dies umfasst die Grundlagenermittlung, den Vorentwurf, die Detailplanung sowie die Genehmigungsphase. Hinzu kommt die eigentliche Bauzeit, sodass Baufamilien insgesamt mit einem Zeitraum von 18 bis 24 Monaten vom ersten Gespräch bis zum Einzug rechnen sollten.
Ja, ein individuell geplantes Architektenhaus kann auch als Fertighaus realisiert werden. Man spricht dann von einem Architektenfertighaus, das die freie und maßgeschneiderte Gestaltung mit den Vorteilen industriell gefertigter Bauteile verbindet. Baufamilien profitieren dabei von Kostensicherheit, kürzeren Bauzeiten und einer hohen Fertigungsqualität aus dem Werk.
Architektenhäuser lohnen sich vor allem, wenn Bauherren höchsten Wert auf Individualität, eine optimale Grundstücksausnutzung und langfristigen Werterhalt legen. Wer ein schwieriges Grundstück bebauen möchte oder besondere Anforderungen an Grundriss und Energieeffizienz hat, wird mit einem Architektenhaus in der Regel besser bedient als mit einer Standardlösung.
Nein, Architekten sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. Für den Bauantrag wird lediglich ein bauvorlageberechtigter Entwurfsverfasser benötigt, was sowohl ein Architekt als auch ein Bauingenieur sein kann. Dennoch empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Architekten, da dieser nicht nur plant, sondern auch die Bauüberwachung, Kostenkontrolle und Kommunikation mit Behörden übernimmt.
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